Die sogenannte Gegenwart – Muss Dienen wieder sexy werden
#110

Muss Dienen wieder sexy werden

Die sogenannte Gegenwart / 07. April 2025 / 20 Medien

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Deutschland diskutiert die Rückkehr des Militärischen: Braucht das Land wieder eine schlagkräftige Bundeswehr, und was ist aus dem Pazifismus geworden, der einst ganze Parteien definierte? Die Folge kreist um Wehrtüchtigkeit, die Wandlung der Grünen zur "olivgrünen" Partei und die Frage, ob eine ganze Generation ihren Pazifismus verlernen muss. Im Gegenwartscheck beobachtet Lars Weisbrod ein neues Sprachphänomen: Junge Menschen wechseln mitten im deutschen Satz nicht mehr nur für Anglizismen ins Englische, sondern heben ganz gewöhnliche Sätze random in die andere Sprache.

„Müssen wir jetzt den Pazifismus — Unlearning Pazifismus?“
🗣 Nina Pauer

Erwähnte Medien (20)

Krieg und Frieden
Buch

Krieg und Frieden

Leo Tolstoi

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:05:30 „Beim Französischen haben wir das Phänomen des Lars beschreibt natürlich genau so und dokumentiert ist es in den wunderbaren Romanen von Tolstoi, wo die im Salon bei der Konversation vollkommen willkürlich mal Französisch und mal Russisch sprechen.“

Ijoma Mangold vergleicht das heutige Code-Switching zwischen Deutsch und Englisch mit dem historischen Phänomen in Tolstois Romanen, wo die russische Oberschicht im Salon willkürlich zwischen Französisch und Russisch wechselte. Er nutzt Tolstoi als literarischen Beleg dafür, dass das Phänomen der Sprachmischung mit dem kulturellen Hegemon nichts Neues ist.

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Buddenbrooks
Buch

Buddenbrooks

Thomas Mann

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:05:40 „Stimmt, in den Buddenbrocks, gleich am Anfang.“

Nina Pauer wirft ein, dass auch bei Thomas Mann Sprachwechsel vorkommen. Ijoma Mangold bestätigt dies und verweist auf die Buddenbrooks, wo gleich am Anfang französische Passagen eingestreut sind – ein weiteres Beispiel für das historische Code-Switching der gebildeten Oberschicht.

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Der Zauberberg
Buch

Der Zauberberg

Thomas Mann

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:05:53 „Naja, das wichtige Gespräch zwischen Claudia und Hans. Im Zauberberg ist auch Französisch. Als ich den Zauberberg gelesen habe, ohne Übersetzung. Ich bin dann in die Bibliothek gelaufen, um ein Buch zu finden, wo das übersetzt war, weil ich es nicht verstanden habe.“

Lars Weisbrod ergänzt das Gespräch über Sprachwechsel in der Literatur mit einer persönlichen Leseerfahrung: Das berühmte Gespräch zwischen Claudia Chauchat und Hans Castorp im Zauberberg ist auf Französisch gehalten, und er musste als junger Leser extra eine Übersetzung in der Bibliothek suchen.

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The White Lotus
Serie

The White Lotus

Mike White

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:11:07 „Vor allem ausgelöst, wir hatten die White Lotus-Folge von der Schauspielerin Amy Lou Wood als Chelsea, diese leicht sehr süße, naive Freundin des abgefuckten Ricks, Walden Goggins. Und die tritt ja, wir haben in der Folge gar nicht darüber gesprochen, aber sie tritt ja vor die Kamera und man denkt so, oh, was sind das für... Also mit dieser großen Zahnlücke vorstehenden Szenen.“

Nina Pauer bringt die HBO-Serie White Lotus als Ausgangspunkt für ihren Gegenwartscheck zum Thema Zahnästhetik. Die Schauspielerin Aimee Lou Wood fällt durch ihre natürliche Zahnlücke auf und wird zum Symbol eines neuen Schönheitsideals, bei dem Makel als sexy gelten – eine Gegenbewegung zur perfekten Zahnkosmetik in Hollywood.

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Glosse über Zahnkosmetik und Amy Lou Wood
Artikel

Glosse über Zahnkosmetik und Amy Lou Wood

Claire Beermann

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:11:35 „Wir hatten eine schöne Glosse von Claire Beermann im Zeitmagazin darüber, wie sozusagen das jetzt als, also es gibt ja immer diese Dialektik von Schönheitsidealen, die Zahnkosmetik ist angestiegen.“

Nina Pauer bringt im Gegenwartscheck das Thema Zahnlücken als neues Schönheitsideal ein, ausgelöst durch die White-Lotus-Schauspielerin Amy Lou Wood. Sie verweist auf eine Glosse von Claire Beermann im Zeitmagazin, die den Trend zur imperfekten Zahnästhetik als Gegenbewegung zur perfekten Porzellan-Zahnkosmetik beschreibt.

Zum Artikel bei ZEIT Online
The Bear
Serie

The Bear

Christopher Storer

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:12:02 „Und es scheint mir auch so ein bisschen anzuknüpfen an die Debatte letztes Jahr um den Hot Rodent. Das war der sexy Nager, also der männliche, wo es um die Wangenknochen ging, bei dem The Bear Schauspieler zum Beispiel.“

Nina Pauer verknüpft den Zahnlücken-Trend mit der Hot-Rodent-Debatte des Vorjahres, bei der der Schauspieler Jeremy Allen White aus 'The Bear' als Beispiel für eine nicht-perfekte, nagetierartige Attraktivität galt. Es geht um die Dialektik von Schönheitsidealen jenseits klassischer Perfektion.

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Imagine
Musik

Imagine

John Lennon

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:17:12 „Also bei mir war das so, ich bin aufgewachsen und es gab diese, das wird mir jetzt erst klar, wie viele Topoi es gab, also Yoko Ono und John Lennon, gemeinsam, die im Bett liegen und ich und meine Eltern mir erklären, was die da gemacht haben. Give Peace a Chance singen, Imagine singen, ja, also dieses überhaupt mit solchen Texten groß zu werden als Kind.“

Nina Pauer beschreibt ihre pazifistische Prägung als Kind der Nachkriegsgeneration. John Lennons 'Imagine' und 'Give Peace a Chance' gehörten zu den kulturellen Topoi, mit denen sie aufwuchs – Symbole einer Friedenskultur, die ihr erst jetzt bewusst wird, wie tief sie verankert sind.

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Give Peace a Chance
Musik

Give Peace a Chance

John Lennon

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:17:12 „Also bei mir war das so, ich bin aufgewachsen und es gab diese, das wird mir jetzt erst klar, wie viele Topoi es gab, also Yoko Ono und John Lennon, gemeinsam, die im Bett liegen und ich und meine Eltern mir erklären, was die da gemacht haben. Give Peace a Chance singen, Imagine singen.“

Neben 'Imagine' nennt Nina Pauer auch 'Give Peace a Chance' als prägendes Friedenslied ihrer Kindheit. Die Bed-Ins von Yoko Ono und John Lennon und ihre Friedenslieder waren Teil des kulturellen Überbaus, in dem sie aufgewachsen ist.

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Im Westen nichts Neues
Buch

Im Westen nichts Neues

Erich Maria Remarque

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:18:49 „Natürlich aus der NS-Zeit, aber auch im Westen nichts Neues. Da haben wir ja schon darüber geredet in der Folge über die Verfilmung von im Westen nichts Neues.“

Nina Pauer erwähnt den Antikriegsroman als Teil der pazifistischen Bildungstradition, in der sie aufgewachsen ist. Das Buch steht neben dem Nie-Wieder-Krieg-Gedenken als kultureller Referenzpunkt, der in Schule und Studium vermittelt wurde.

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Spiegeltitel über nicht einsatzfähige Fregatten
Artikel

Spiegeltitel über nicht einsatzfähige Fregatten

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:38:26 „Vor zehn Jahren hat unser Kollege Adam Soboczinski mich auf einen Spiegeltitel hingewiesen, wo nachgewiesen wurde, dass es keine einsatzfähige Fregatte bei der deutschen Marine gibt. Und das rief aber überhaupt keine Sorge in der Bevölkerung hervor.“

Ijoma Mangold erinnert an einen Spiegel-Titel von etwa zehn Jahren zuvor, auf den ihn sein Kollege Adam Soboczinski aufmerksam gemacht hatte. Die damalige Enthüllung, dass keine einzige Fregatte der deutschen Marine einsatzfähig sei, habe in der Bevölkerung keinerlei Besorgnis ausgelöst — im krassen Gegensatz zum historischen Skandal um 'Bedingt abwehrbereit'.

Zum Artikel bei Spiegel
Bedingt abwehrbereit
Artikel

Bedingt abwehrbereit

Rudolf Augstein

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:38:51 „Ältere unter uns werden sich erinnern, dass es früher mal einen Spiegeltitel gab, der lautete, bedingt abwehrbereit. Das war glaube ich in den 50er, 60er Jahren. Das war ein Riesenskandal, der Franz Josef Strauß, da werden fast Köpfe gerollt, weil die Tatsache, dass man militärisch nicht handlungsfähig ist, als ein Moment großer Unverantwortlichkeit wahrgenommen wurde.“

Ijoma Mangold kontrastiert zwei historische Spiegel-Titelgeschichten, um den Mentalitätswandel in der deutschen Gesellschaft zu illustrieren. Der berühmte Titel 'Bedingt abwehrbereit' aus den frühen 1960er Jahren löste einen Riesenskandal aus und brachte Franz Josef Strauß in Bedrängnis — die fehlende Verteidigungsfähigkeit wurde als unverantwortlich empfunden, ganz anders als Jahrzehnte später.

Zum Artikel bei Spiegel
Politikteil
Podcast

Politikteil

ZEIT ONLINE

🗣 Nina Pauer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:39:14 „Ich fand ja sehr eine Empfehlung, nochmal zu hören, das Politikteil vor, glaube ich, das vorletzte. Da war Franz-Stefan Gardi, der Militärexperte, zu Gast.“

Nina Pauer empfiehlt eine konkrete Episode des ZEIT-Podcasts Politikteil, in der der Militärexperte Franz-Stefan Gady zu Gast war. Sie nutzt dessen Argumente als Grundlage für ihre Position in der Debatte über Wehrtüchtigkeit und referiert daraus ausführlich seine Analyse zur Personalknappheit der Bundeswehr und zur Notwendigkeit eines mentalen Wandels.

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Die Rückkehr des Krieges
Buch

Die Rückkehr des Krieges

Franz-Stefan Gady

🗣 Nina Pauer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:39:26 „Da war Franz-Stefan Gardi, der Militärexperte, zu Gast. Der hat ein Buch geschrieben, die Rückkehr des Krieges, warum wir wieder lernen müssen, mit Krieg umzugehen. Und wenn der jetzt spricht, kann man ja sagen, jetzt hört man dem halt mal auch an Stellen zu, wo man vorher abgeschaltet hätte.“

Nina Pauer empfiehlt das Buch des Militärexperten Franz-Stefan Gady im Kontext der Debatte um Deutschlands Verteidigungsfähigkeit. Sie referiert ausführlich seine Thesen: Deutschland brauche ein Reserveheer von 200.000 bis 300.000 Mann, habe aber nur zehn Prozent davon. Besonders betont sie sein Argument, dass der mentale Shift in den Köpfen wichtiger sei als das bloße finanzielle Aufrüsten — potenzielle Gegner müssten auch den Willen zur Verteidigung spüren.

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Das hier ist keine Übung
Artikel

Das hier ist keine Übung

Jens Jessen

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:49:03 „Und ich finde jetzt, ich finde den Text, den wir von Jens Jessen im Feuilleton diese Woche haben, das hier ist keine Übung. Wenn Deutschland aufrüsten will, muss es auch den Soldatenberuf neu denken. Auch wenn uns das wegen unserer Geschichte schwerfällt.“

Nina Pauer bringt einen aktuellen Feuilleton-Text von Jens Jessen ins Gespräch, der argumentiert, dass Aufrüstung auch ein Umdenken beim Soldatenberuf erfordere. Sie nutzt den Artikel, um die Diskussion von der reinen Finanzierungsfrage auf die kulturelle Dimension zu lenken — den sogenannten Shift in den Köpfen, der schwieriger sei als das bloße Hochfahren des Militärhaushalts.

Zum Artikel bei ZEIT Online
Franz Josef Degenhardt-Lied
Musik

Franz Josef Degenhardt-Lied

Franz Josef Degenhardt

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:50:05 „Nein, ich will die Frage nicht beantworten, weil die für mich so klingt wie aus dem berühmten Franz Josef Degenhardt-Lied, die alte Frage, die man wir nicht mehr, Nina hat das ja erklärt mit ihrem Ex-Freund, wir mussten das so hart nicht mehr beantworten, aber frühere Generationen mussten dann immer gefragt werden.“

Lars Weisbrod verweigert die direkte Beantwortung der Frage nach der Legitimität von Landesverteidigung und verweist auf ein bekanntes Lied von Franz Josef Degenhardt. Er assoziiert damit die typische Gewissensprüfung, die Kriegsdienstverweigerer bei der Musterung beantworten mussten — die konstruierte Extremsituation mit dem Angreifer im Wald. Der genaue Titel wird nicht genannt.

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Terror
Buch

Terror

Ferdinand von Schirach

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:50:33 „Das ist ja alles auch so ein Ferdinand von Schirach-Kitsch, wo man immer überlegen muss, und soll man dann das Flugzeug abschießen, wenn es über dem Stadion ist oder nicht, ja?“

Lars Weisbrod verweist auf Ferdinand von Schirachs moralisches Dilemma-Szenario — darf man ein entführtes Flugzeug über einem vollen Stadion abschießen? — als Beispiel für konstruierte Extremsituationen, mit denen man Menschen zu einer bestimmten Antwort drängt. Er zieht die Parallele zur Frage nach der Landesverteidigung, die ihm ähnlich manipulativ gestellt erscheint.

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Der Soldat James Ryan
Film

Der Soldat James Ryan

Steven Spielberg

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:59:35 „Ich habe damals auf, also ich muss ganz zum Ersten Weltkrieg gehen, ich habe damals auf der Soldat James Ryan, ein Mainstream-Popkulturwerk eher verwiesen, dessen Botschaft ja an sich ist, dass da selbst für die ganz viel Sinnlosigkeit drin steckte. Und sich niemand unbedingt wie ein toller Held da fühlte.“

Im Kontext der Debatte über Heldentum und Wehrtüchtigkeit nennt Lars Weisbrod Spielbergs Film als Beispiel dafür, dass selbst die Alliierten im Zweiten Weltkrieg – die für die beste Sache kämpften – sich nicht als Helden fühlten. Der Film dient ihm als popkulturelles Argument gegen eine heroische Verklärung des Krieges.

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Der Herr der Ringe
Buch

Der Herr der Ringe

J.R.R. Tolkien

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:59:49 „Es ist irgendwie diese Vorstellung, als würden die Leute dann mit silbernem Schwert, ja, wie sagt man dann immer, die Russen sind die Orks und ich kämpfe jetzt mit der silbernen Rüstung, flüge ich da mit meinem Schwert durch die Orks durch und dann kommt immer jemand mit Herr der Ringe vergleichen oder so. Es ist ja offensichtlich Blödsinn.“

Lars Weisbrod kritisiert die romantisierte Vorstellung von Krieg als heroischem Abenteuer. Er verweist auf den verbreiteten Vergleich des Ukraine-Kriegs mit Herr der Ringe – Russen als Orks, Verteidiger als strahlende Ritter – und nennt das offensichtlichen Blödsinn, der die Antikriegsliteratur der letzten 100 Jahre ignoriere.

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Warum ich nicht kämpfen werde
Buch

Warum ich nicht kämpfen werde

Ole Nyman

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 01:06:27 „Ole Nyman, der bei uns in der Zeit den Gastbeitrag geschrieben hat, warum ich nicht kämpfen werde, der jetzt auch nochmal ein Buch darüber geschrieben hat und sozusagen ein bisschen der... auf verlorenen Posten fast ist der Einzige, der in Talkshows sitzt, wo er jetzt aber immer eingeladen wird und irgendwie diese Position verteidigt.“

Lars Weisbrod erwähnt Ole Nymans Buch, das aus einem ZEIT-Gastbeitrag hervorgegangen ist und eine pazifistische Gegenposition zur Aufrüstungsdebatte vertritt. Nyman argumentiert als Linker, dass Liberale bei minimalen Steuererhöhungen Totalitarismus wittern, aber bei Wehrpflicht und Zwangsrekrutierung plötzlich relativieren.

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De Civitate Dei
Buch

De Civitate Dei

Augustinus von Hippo

🗣 Ijoma Mangold zitiert daraus bei ⏱ 01:11:31 „Der Staat ist, wie sagt der heilige Augustinus, nimm das Recht weg. Und der Staat ist nichts anderes als eine einzige große Räuberbande. Da hat der heilige Augustinus völlig recht.“

Ijoma Mangold zitiert Augustinus' berühmtes Diktum über den Staat als Räuberbande, um seine liberale Staatsauffassung zu untermauern. Er argumentiert, dass der Staat nur bei Kernaufgaben – äußere und innere Sicherheit sowie Bildung – handlungsfähig sein müsse, darüber hinaus aber schlank bleiben solle.

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