Das ist ja wohl der Oberhummer!
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Die Episode widmet sich Jordan B. Peterson, dem kanadischen Psychologie-Professor, der vom Akademiker zur Schlüsselfigur im Kulturkampf aufgestiegen ist. Schon die Ankündigung auf Twitter spaltete die Kommentarspalten in glühende Fans und entschiedene Kritiker — ein Vorgeschmack auf die Debatte, die Peterson zuverlässig auslöst.
„Es gibt Fans, es gibt aber auch scharfe Kritiker. Und da werde ich es mir vielleicht heute auch mit dem ein oder anderen Lager verscherzen müssen.“
Erwähnte Medien (12)
Unbekanntes Buch über Silicon Valley
Katrin Diekmann
🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:06:00 „Und dann hat doch auch die Frau von Kai Diekmann hat dann auch ein Buch über Silicon Valley geschrieben. Stimmt, das ist ganz hübsch. Und dafür verbinde ich das.“
Im Gegenwartscheck diskutieren Lars Weisbrod und Ijoma Mangold über den Begriff 'Killer-App'. Lars erinnert an die Phase, als deutsche Medienmacher ins Silicon Valley pilgerten, und erwähnt beiläufig, dass die Frau von Kai Diekmann ein Buch über Silicon Valley geschrieben habe – als Beleg dafür, dass der Hype schon Jahre zurückliege.
Buch über Silicon Valley
🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:06:09 „Und dann hat doch auch die Frau von Kai Diekmann hat dann auch ein Buch über Silicon Valley geschrieben.“
Das Buch wird beiläufig erwähnt als Beispiel für die Phase, in der deutsche Medienmacher ins Silicon Valley pilgerten
Filmbesprechung mit erster Verwendung von 'BRD Noir'
Thomas Groh
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:14:38 „Shoutout an den Filmkritiker und Autor Thomas Groh, der 2013 im Regionalteil der Taz die erste belegbare Verwendung von BRD Noir erfunden hat in einer Filmbesprechung.“
Die Taz-Filmbesprechung von 2013 wird als frühester nachweisbarer Beleg für den Begriff 'BRD Noir' erwähnt
Werke von Frank Witzel (im Kontext BRD Noir)
Frank Witzel
🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:14:46 „Und verbunden ist das mit Frank Witzel und einem anderen Autor, dessen Namen ich letztens gerade vergessen habe. Felsch. Genau, die haben das sozusagen so breit eingeführt.“
Lars Weisbrod ordnet den Begriff 'BRD Noir' literaturgeschichtlich ein und nennt Frank Witzel sowie Philipp Felsch als Autoren, die das Konzept breit eingeführt hätten. Konkrete Werktitel werden nicht genannt, aber die Referenz zielt vermutlich auf Witzels Deutschbuchpreis-Roman 'Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969'.
Werke von Philipp Felsch (im Kontext BRD Noir)
Philipp Felsch
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:14:46 „Und verbunden ist das mit Frank Witzel und einem anderen Autor, dessen Namen ich letztens gerade vergessen habe. Felsch. Genau, die haben das sozusagen so breit eingeführt.“
Lars Weisbrod stellt den Begriff 'BRD Noir' als Gegenwartscheck vor und nennt Frank Witzel und Philipp Felsch als die Autoren, die den Begriff breit eingeführt haben. Felsch hat zusammen mit Witzel das ästhetische Konzept der düsteren alten Bundesrepublik populär gemacht.
BRD Noir (Konzept/Filmbesprechung in der Taz)
Thomas Groh
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:14:56 „Ich habe aber mal im Archiv geguckt, Shoutout an den Filmkritiker und Autor Thomas Groh, der 2013 im Regionalteil der Taz die erste belegbare Verwendung von BRD Noir erfunden hat, in einer Filmbesprechung.“
Lars Weisbrod bringt den Begriff 'BRD Noir' als Gegenwartsvorschlag ein und recherchiert dessen Ursprung. Er findet heraus, dass der Filmkritiker Thomas Groh den Begriff 2013 erstmals in einer Filmbesprechung im Regionalteil der Taz verwendet hat – noch bevor er von Autoren wie Frank Witzel breiter popularisiert wurde.
Auerhaus
Bov Bjerg
🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:15:20 „Also ich weiß schon auch als den Auerhahn-Autor, ich hoffe, ich spreche ihn richtig aus, Bjoff Berg, den hat man auch sehr oft schon mit dem Begriff BRD-Noir.“
Bov Bjerg wird als Autor erwähnt, der häufig mit dem Konzept BRD-Noir assoziiert wird; die Transkription 'Auerhahn' verweist auf seinen Roman 'Auerhaus'
12 Rules for Life: An Antidote to Chaos
Jordan B. Peterson
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:25:10 „Und so schrieb er ein Buch. Twelve Rules. Und dieses Buch wurde berühmt. Warum? Darüber reden wir bestimmt gleich. Wegen des Hummers. Nur als kurzes Stichwort vorweg.“
Ijoma Mangold stellt Jordan B. Peterson als Figur vor und ordnet sein bekanntestes Buch '12 Rules for Life' ein. Das Buch verbinde Lebensratgeber-Qualitäten mit wissenschaftlichem Anspruch und sei vor allem durch die Hummer-Metapher berühmt geworden. Es ist das zentrale Werk, um das sich die gesamte Episode dreht.
Jordan Peterson vs. Cathy Newman (Channel 4 Interview)
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:25:25 „Da wurde er eingeladen zu einem Talk mit der BBC-Journalist Kathy Newman, ein halbstündiges Interview, wo Kathy Newman überzeugt war, Jordan Peterson nach allen Regeln der Kunst zu zerlegen und endlich vorzuführen, dass er ein schlimmer reaktionärer Showbie sei, weil er nämlich unter anderem bei dem Gender Pay Gap, der immer eine große Rolle spielt, um eine Differenzierung der Faktoren, die dazu führen, bittet.“
Ijoma Mangold beschreibt das virale Channel-4-Interview zwischen Jordan Peterson und Cathy Newman als Schlüsselmoment in Petersons öffentlicher Wahrnehmung. Newman habe Peterson zerlegen wollen, sei aber selbst in einem entscheidenden Moment verstummt – was Peterson zum ersten Mal breite öffentliche Aufmerksamkeit und Sympathie eingebracht habe.
Channel 4 News Interview (Cathy Newman Interview)
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:52:28 „Ja, ein prominentes Beispiel, weil im Interview mit der Kathy Newman es auch darum ging, natürlich Gender Pay Gap. Und der Gender Pay Gap war für mich auch immer so, ah ja, 20 Prozent oder keine Ahnung ist die Differenz zwischen Männern und Frauen, das ist ja total skandalös.“
Mangold verweist auf das viral gegangene Interview zwischen Jordan Peterson und der Channel-4-Journalistin Cathy Newman als prominentes Beispiel für Petersons Argumentation zum Gender Pay Gap. Das Interview dient als Ausgangspunkt für eine ausführliche Diskussion über Petersons Position zu Geschlechterunterschieden bei der Berufswahl.
Kritik der reinen Vernunft
Immanuel Kant
🗣 Ijoma Mangold zitiert daraus bei ⏱ 01:01:25 „Das ist doch so eine schöne Formulierung, die Kant gebraucht hat, um das dogmatische, das vorkritische Denken zu charakterisieren. Und er sagt immer, David Hume habe die Philosophen aus ihrem dogmatischen Schlummer gerissen.“
Mangold greift Kants berühmte Formulierung aus der 'Kritik der reinen Vernunft' auf, dass Hume ihn aus dem dogmatischen Schlummer geweckt habe. Er zieht eine Parallele zu Peterson, der ebenfalls erstarrte Denkweisen aufbreche – betont aber ausdrücklich, dass er Hume nicht mit Peterson vergleichen wolle.
Werke von C.G. Jung
C.G. Jung
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 01:09:08 „In Wahrheit kommt er aber von C.G. Jung, also ein großer Verehrer. [...] Deswegen ist er Anhänger von C.G. Jung. Auch die düsteren Seiten sollen integriert werden.“
Ijoma Mangold ordnet Jordan Petersons intellektuelle Herkunft ein und betont mehrfach, dass Peterson kein reiner Biologist sei, sondern wesentlich von C.G. Jungs Tiefenpsychologie geprägt ist – insbesondere die Idee der Integration dunkler Persönlichkeitsanteile (Schattenarbeit).