ZEIT Bühne – Bitte bleibt nicht sicher, bleibt frei
#006

Bitte bleibt nicht sicher, bleibt frei

ZEIT Bühne / 19. September 2019 / 2 Medien

Roman Pletter, Holger Stark & Edward Snowden

Holger Stark, Leiter des Investigativressorts der ZEIT, schaltet Edward Snowden live aus Russland in die Berliner Urania — sechs Jahre nach dessen NSA-Enthüllungen. Gemeinsam mit Marcel Rosenbach vom Spiegel, der damals die Dokumente mit ausgewertet hat, diskutieren sie, was von Snowdens Offenbarungen geblieben ist und was es bedeutet, in einer Welt totaler digitaler Überwachung zu leben. Den stärksten Moment setzt Snowden ganz am Ende: Als Holger Stark sich mit 'Stay safe' verabschiedet, schüttelt der Whistleblower den Kopf — und ruft dem Publikum etwas anderes zu.

„Please don't stay safe, stay free.“
🗣 Edward Snowden

Erwähnte Medien (2)

Permanent Record – Meine Geschichte

Permanent Record – Meine Geschichte

Edward Snowden · 2019

Edward Snowden riskierte alles, um das System der Massenüberwachung durch die US-Regierung aufzudecken. Jetzt erzählt er seine Geschichte. »Mein Name ist Edward Snowden. Sie halten dieses Buch in Händen, weil ich etwas getan habe, das für einen Mann in meiner Position sehr gefährlich ist: Ich habe beschlossen, die Wahrheit zu sagen.« Mit 29 Jahren schockiert Edward Snowden die Welt: Als Datenspezialist und Geheimnisträger für NSA und CIA deckt er auf, dass die US-Regierung heimlich das Ziel verf...

🗣 Marcel Rosenbach referenziert bei ⏱ 00:06:17 „Ich glaube auch, dass Edward Snowden sein Buch nicht ohne Grund Permanent Record genannt hat, dauerhaft gespeichert. Und was das bedeutet, wir haben ja sehr oft gehört und eher, glaube ich, noch sehr viel häufiger diesen Spruch, ich habe ja nichts zu verbergen.“

Marcel Rosenbach ordnet Snowdens Buchtitel als programmatisch ein: Der Name 'Permanent Record' verweise auf die dauerhafte Speicherung aller digitalen Kommunikation. Er nutzt das Buch als Aufhänger, um das verbreitete Argument 'Ich habe nichts zu verbergen' zu hinterfragen und die geopolitischen Verschiebungen seit 2013 zu diskutieren.

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Pentagon Papers

Pentagon Papers

Daniel Ellsberg

Die Pentagon Papers sind eine umfassende Untersuchung der US-Militärpolitik im Vietnamkrieg, basierend auf klassifizierten Regierungsdokumenten. Das Werk deckt die Diskrepanzen zwischen öffentlicher Darstellung und tatsächlichen Militäreinsätzen auf und offenbarte ein System systematischer Fehlinformation. Ellsbergs Veröffentlichung gilt als Meilenstein für politische Transparenz und Accountability.

🗣 Edward Snowden referenziert bei ⏱ 01:20:04 „Daniel Ellsberg, ein sehr verehrter Freund von mir. Wir sind nahe. Pentagon Papers. Ja. Solltest du Menschen als Helden nennen? Er sagt, man sollte. Ich sage, man sollte nicht.“

Snowden erwähnt Daniel Ellsberg und die Pentagon Papers als historische Parallele zu seinem eigenen Whistleblowing. Er nutzt die Referenz, um eine philosophische Debatte über den Heldenbegriff zu führen: Ellsberg befürworte es, Menschen als Helden zu bezeichnen, während Snowden argumentiert, dass es keine heroischen Menschen gebe, sondern nur heroische Entscheidungen.

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