David Fischer, wie wird man mit Turnschuhen Millionär
Christoph Amend, Jochen Wegner & David Fischer
David Fischer, Gründer des Modemagazins Highsnobiety, erzählt wie er von einem Sneaker-Blog aus dem Saarland zu einem der einflussreichsten Modemedienverleger weltweit wurde. Es geht um Streetwear-Kultur, den Wahnsinn limitierter Drops und die Frage, warum deutsche Firmen es in New York schaffen, aber in der Heimat kaum Anerkennung finden.
„Die Amerikaner lieben ja alles, was aus Amerika kommt. Und die Deutschen lieben ja nichts, was aus Deutschland kommt.“
Erwähnte Medien (27)
Artikel über David Fischers jüdisches Leben
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:06:07 „ich habe in der Vorbereitung, stelle ich jetzt gleich noch ein bisschen ausführlicher vor, einen Artikel aus der Jüdischen Allgemeinen gefunden“
Ein Artikel aus der Jüdischen Allgemeinen über David Fischers Privatleben und Synagogenbesuche wird als Recherchequelle erwähnt
Artikel über David Fischer in der Jüdischen Allgemeinen
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:06:15 „Und ich habe in der Vorbereitung, stelle ich jetzt gleich noch ein bisschen ausführlicher vor, einen Artikel aus der Jüdischen Allgemeinen gefunden. Und da wird nämlich erzählt, wie du deine Frau kennengelernt hast und dass ihr in die Synagoge geht, in die Riekelstraße.“
Christoph Amend hat zur Vorbereitung auf das Gespräch einen Artikel in der Jüdischen Allgemeinen über David Fischer recherchiert. Der Artikel thematisiert Fischers Privatleben – wie er seine Frau kennengelernt hat und welche Synagoge sie besuchen. Der Artikel dient als Gesprächseinstieg in das Thema jüdisches Leben in Berlin.
Artikel über Adidas und Kanye West
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:15:06 „Ich habe kürzlich in der Financial Times gelesen, dass Adidas große Probleme hat, weil dieser Rapper namens West, den du kurz schon erwähnt hast, nicht mehr bei ihnen sozusagen Schuhe verkauft. Also im Ernst, es hat die an den Rand von riesigen Problemen geführt, dass Kanye West wirklich schlimme antisemitische Äußerungen und seit mehr als zehn Jahren, wie jetzt die New York Times eben nochmal recherchiert hat, im Grunde ist das die Geschichte der Zusammenarbeit.“
Jochen Wegner bringt einen Financial-Times-Artikel über die Adidas-Krise nach der Trennung von Kanye West ins Gespräch. Er nutzt das Beispiel, um zu verdeutlichen, wie abhängig große Sportkonzerne vom Geschäft mit prominenten Kreativpartnern geworden sind – und welche Risiken das birgt, wenn diese Partner durch Skandale untragbar werden.
Adidas-Kanye-West-Recherche
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:15:06 „Ich habe kürzlich in der Financial Times gelesen, dass Adidas große Probleme hat, weil dieser Rapper namens West, den du kurz schon erwähnt hast, nicht mehr bei ihnen sozusagen Schuhe verkauft. Also im Ernst, es hat die an den Rand von riesigen Problemen geführt, dass Kanye West wirklich schlimme antisemitische Äußerungen und seit mehr als zehn Jahren, wie jetzt die New York Times eben nochmal recherchiert hat, im Grunde ist das die Geschichte der Zusammenarbeit.“
Jochen Wegner erwähnt einen Artikel in der Financial Times über die wirtschaftlichen Folgen der Trennung von Adidas und Kanye West. Er beschreibt, wie die Partnerschaft Adidas an den Rand großer Probleme gebracht hat, nachdem sie wegen antisemitischer Äußerungen beendet werden musste. Das Yeezy-Geschäft war extrem profitabel, und der Wegfall traf Adidas hart.
Ohne den Hype
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:31:02 „Ganz kurz, weil du hast in einem sehr guten Podcast, ohne den Hype, in dem ich auch schon mal zu Gast war, kann ich nur empfehlen, da hast du gesagt, du kannst dich nicht erinnern, wann genau du den ersten Blogpost veröffentlicht hast.“
Christoph Amend verweist auf einen früheren Podcast-Auftritt von David Fischer im Podcast 'Ohne den Hype'. Er empfiehlt den Podcast explizit und nutzt ihn als Quelle für ein Detail über Fischers Blog-Anfänge.
Beautiful Losers
🗣 David Fischer referenziert bei ⏱ 00:35:45 „Es gab damals auch eine ganz tolle Kunstausstellung von Künstlern, die ich damals sehr gemocht habe. Die hieß »Beautiful Losers«. Und ich fand irgendwie, das ist ähnlich wie Beautiful Losers, ist das auch so ein cooler Name, der irgendwie lustig ist, ironisch ist, aber trotzdem was ausdrückt.“
David Fischer erzählt, wie er den Namen 'Highsnobiety' fand. Neben dem Buch, das auf seinem Tisch lag, nennt er die Kunstausstellung 'Beautiful Losers' als Inspiration für den ironischen Namenscharakter seines Blogs.
My Adidas
Run DMC
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:55:21 „Eine Hip-Hop-Band namens Run DMC nimmt einen Song auf, der heißt My Adidas. Aber die berühmteste Geschichte ist eben, dass der damalige Manager von Run-DMC, nachdem die den Song aufgenommen hatten, weil sie eigentlich damit ausdrücken wollten, hey, ihr guckt immer nur auf uns herab, auf uns hier, die schwarzen Kids aus dem sogenannten Ghetto von New York City. Aber wir sind stolz auf das, was wir haben und tragen.“
Christoph Amend erzählt die Entstehungsgeschichte der Sneaker-Kultur und identifiziert den Song 'My Adidas' von Run DMC (1985) als Schlüsselmoment, in dem Popkultur und Sportartikel erstmals zu einem Geschäft verschmolzen. Er beschreibt die berühmte Madison-Square-Garden-Szene, bei der Adidas überzeugt wurde, Run DMC unter Vertrag zu nehmen.
Text über Shoppen in Tokio
David Sedaris
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:05:29 „es ist gerade im New Yorker ein Text erschienen von David Sedaris, wie wir in Deutschland sagen. Zu shoppen in Tokio.“
Ein aktueller Essay von David Sedaris im New Yorker über das Einkaufserlebnis in Tokio wird als Einstieg ins Thema Japan und Mode erwähnt
Shopping in Tokio (Artikel im New Yorker)
David Sedaris
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:05:53 „Wir nehmen auf am 1. Dezember und es ist gerade im New Yorker ein Text erschienen von David Sedaris, wie wir in Deutschland sagen. Zu shoppen in Tokio. Und er hat ziemlich detailliert beschrieben, wie wahnsinnig es ist, in Japan, insbesondere natürlich in Tokio, einkaufen zu gehen, weil es gibt einen Wahnsinn, den man sich glaube ich kaum vorstellen kann.“
Im Gespräch über die japanische Modekultur und die besondere Einkaufsszene in Tokio verweist Jochen Wegner auf einen aktuell erschienenen Text von David Sedaris im New Yorker. Sedaris beschreibt darin die Absurdität und Faszination des Shoppens in Tokio – etwa Läden mit kunstvoll zerstört wirkender Kleidung zu enormen Preisen. Der Artikel dient als Überleitung zur Frage, was Japan als Modeland so besonders und inspirierend macht.
Art School Wets
🗣 David Fischer erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:27:08 „Und dann ist noch ein anderer Kumpel mit ins Boot und zwar einer von den Jungs, die Art School Wets damals gemacht haben, diesen Mode-Blog hier in Deutschland. Und dann haben wir zu dritt Ende 2009 schon entschieden, dass wir das machen wollen.“
David Fischer erzählt, wie er seinen Concept Store Soto in Berlin gründete. Einer seiner Mitgründer kam vom deutschen Mode-Blog Art School Wets. Der Blog wird als bekannter deutscher Mode-Blog der späten 2000er-Jahre eingeordnet.
OMR Podcast mit David Fischer
Philipp Westermeyer
🗣 David Fischer referenziert bei ⏱ 01:55:49 „meinte dann so, du, ja, ich weiß, es war jetzt ein bisschen unglücklich hier, aber komm doch kurz mit ins Büro und machen wir einen Podcast“
Der OMR-Podcast wird als Wendepunkt beschrieben, durch den die deutsche Verlagslandschaft erstmals auf High Snobiety aufmerksam wurde
OMR Podcast (Episode mit David Fischer)
Philipp Westermeyer
🗣 David Fischer referenziert bei ⏱ 01:57:48 „Und meinte dann, war ganz cool, hinterher meinte er so, du, ja, ich weiß, es war jetzt ein bisschen unglücklich hier, aber komm doch kurz mit ins Büro und machen wir einen Podcast. Und dann sind wir in seinem Büro, haben den Podcast aufgenommen und es war unglaublich lustig, weil der Podcast kam raus. Und du hast gemerkt, Deutschland hört zum ersten Mal über High Snobiety.“
David Fischer erzählt, wie er 2015 von Philipp Westermeyer zu einem OMR-Event eingeladen wurde und nach einem enttäuschend kurzen Vortrag spontan einen Podcast mit ihm aufnahm. Diese eine Episode hatte einen enormen Effekt: Die gesamte deutsche Verlagslandschaft wurde auf Highsnobiety aufmerksam, und plötzlich riefen alle großen Verlage an, um zu investieren oder zu kaufen.
Business of Fashion
Imran Ahmed
🗣 David Fischer referenziert bei ⏱ 02:00:38 „Business of Fashion ist letztendlich das Industrieblatt der Mode. Nur, dass es kein Blatt mehr ist, ist natürlich eine Seite im Internet.“
David Fischer erwähnt Business of Fashion als Teil des Portfolios von Felix Capital, dem Investor, der 2018 bei Highsnobiety eingestiegen ist. Er beschreibt es als das globale Branchenmedium der Modeindustrie, vergleichbar mit der deutschen Textilwirtschaft.
Artikel über Adidas-Probleme durch Kanye-West-Trennung
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:23:35 „ich habe kürzlich in der Financial Times gelesen, dass Adidas große Probleme hat, weil dieser Rapper namens West, den du kurz schon erwähnt hast, nicht mehr bei ihnen sozusagen Schuhe verkauft“
Ein Financial-Times-Artikel über die wirtschaftlichen Folgen der Trennung von Adidas und Kanye West wird als Beleg für die enorme Bedeutung der Kooperation genannt
Recherche über Kanye Wests Verhalten während der Adidas-Zusammenarbeit
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:24:01 „Wie jetzt die New York Times eben nochmal recherchiert hat, im Grunde ist das die Geschichte der Zusammenarbeit, dass der immer schon die bizarrsten Dinge gemacht hat und man hat das aber geduldet, weil es für den Umsatz so wichtig war.“
Ergänzend zum Financial-Times-Artikel erwähnt Jochen Wegner eine Recherche der New York Times, die aufgedeckt hat, dass Kanye Wests problematisches Verhalten – darunter schwerer Antisemitismus – schon seit über zehn Jahren bekannt war, von Adidas aber toleriert wurde, weil das Geschäft mit der Yeezy-Marke so lukrativ war.
Recherche über Kanye West und Adidas
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:24:42 „wie jetzt die New York Times eben nochmal recherchiert hat, im Grunde ist das die Geschichte der Zusammenarbeit, dass der immer schon die bizarrsten Dinge gemacht hat“
Eine Recherche der New York Times über die problematische Zusammenarbeit zwischen Kanye West und Adidas wird als Beleg für das lange Wegschauen des Konzerns angeführt
Air
Ben Affleck
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:29:02 „Es gab ja jetzt in diesem Jahr oder letztem Jahr den Spielfilm, der im Grunde genommen, also ein Spielfilm war über einen Turnschuh. Air. Also Matt Damon und Ben Affleck, die alten Kumpels aus Hollywood, haben einen Film gedreht und gemacht, nicht über Michael Jordan, denn der ist in diesem ganzen Spielfilm nur dreimal von hinten zu sehen und spricht drei Worte.“
Christoph Amend bringt den Kinofilm 'Air' ins Gespräch, als David Fischer die legendäre Nike-Michael-Jordan-Partnerschaft erwähnt. Der Film von Ben Affleck mit Matt Damon erzählt die Entstehungsgeschichte des Air Jordan – bemerkenswert ist, dass Michael Jordan selbst kaum vorkommt. Die Runde diskutiert anschließend ausführlich, wie Nike als kleines Unternehmen den Deal gegen Adidas und Converse gewann.
The Last Dance
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:33:02 „das ganze Thema Jordan wird ja auch nochmal unglaublich befeuert von der Netflix-Documentary, die vor ein, zwei Jahren kam“
Die Netflix-Dokumentation über Michael Jordan wird als weiterer Befeuerer des Jordan-Mythos erwähnt
Luxury Fashion Prices Have Gone Too Far
🗣 David Fischer referenziert bei ⏱ 03:14:56 „Ich habe einen ganz tollen Artikel gelesen in einer FT letztes Wochenende. Luxury Fashion Prices have gone too far. Fand ich sehr amüsant, wie sie sich letztendlich auch lustig gemacht haben über sehr, sehr teure Luxusturnschuhe, die nichts können.“
David Fischer empfiehlt einen Artikel aus der Financial Times, der sich über überteuerte Luxus-Sneaker lustig macht. Er identifiziert sich stark mit der Argumentation: Wer solche Schuhe trägt, signalisiere zwar Reichtum, wirke aber auf Kenner eher lächerlich. Das Thema passt zur Diskussion über Quiet Luxury und die Frage, ob sichtbarer Luxus noch zeitgemäß ist.
Quiet Is the New Loud
Kings of Convenience
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:17:13 „Wie die Kings of Convenience so schön gesungen haben, Quiet is the new loud.“
Christoph Amend zitiert beiläufig den Song bzw. Albumtitel von Kings of Convenience als passenden Kommentar zum Quiet-Luxury-Trend. Das Zitat dient als elegante Überleitung in der Diskussion darüber, dass Understatement das neue Statussymbol geworden ist.
Succession
Jesse Armstrong
🗣 David Fischer referenziert bei ⏱ 03:17:43 „Wir haben ja relativ früh zu dem Thema Quiet Luxury einen Artikel geschrieben, weil das ganze Quiet Luxury Thema wurde ja auch kurzzeitig mit gewissen TV-Shows in Verbindung gebracht. Succession. Und dann haben wir eigentlich als unsere Redaktion einen Artikel geschrieben und hat gesagt, eigentlich ist es lächerlich, dass sich Leute von diesen Menschen inspirieren lassen, weil das ganz schlimme Menschen sind.“
David Fischer erzählt, wie die TV-Serie Succession den Quiet-Luxury-Trend populär machte. Highsnobiety schrieb einen kritischen Artikel, der argumentierte, dass die Figuren der Serie keine guten Vorbilder für Modeinspiration seien – was zu Beschwerden von Markenpartnern führte, die den Trend nicht negativ dargestellt sehen wollten.
The Circle
Dave Eggers
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:24:29 „Und der Flughafen Zürich hat gegenüber vom Flughafen ein neues Shoppingcenter gebaut. Und wenn ich mich recht entsinne, heißt dieses Shoppingcenter The Circle. Das ist wie der Roman.“
Als David Fischer den Namen des Shoppingcenters 'The Circle' am Flughafen Zürich erwähnt, assoziiert Jochen Wegner spontan den gleichnamigen Roman. Die Erwähnung ist sehr beiläufig – es geht eigentlich um Highsnobietys Pop-up-Store-Konzept 'Gate Zero' am Flughafen Zürich.
The Bear
Christopher Storer
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:43:15 „Und im Newsletter verraten wir dann auch, dass das T-Shirt in The Beer zu sehen ist.“
Christoph Amend erwähnt die Serie erneut im Zusammenhang mit dem weißen T-Shirt der Schwarzwälder Manufaktur (vermutlich Merz b. Schwanen). Die Aussprache 'The Beer' ist eine Verballhornung von 'The Bear', der Hulu/FX-Serie. David Fischer korrigiert, dass es die Marke gebe, aber nicht die Show, die Christoph nenne – es bleibt unklar, ob Succession oder The Bear gemeint ist.
Dandy Diary
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:59:19 „Dandy Diary oder This is Jane Wayne? This is Jane Wayne.“
Das Berliner Mode- und Lifestyle-Blog 'Dandy Diary' wird im A-oder-B-Fragenspiel als Alternative zu 'This is Jane Wayne' genannt. David Fischer entscheidet sich gegen Dandy Diary.
This is Jane Wayne
🗣 David Fischer erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:59:27 „Dandy Diary oder This is Jane Wayne? This is Jane Wayne. Also nur als Side Story. This is Jane Wayne entstand aus Art School Wetzelhaus.“
Im schnellen A-oder-B-Fragenspiel wählt David Fischer das Blog 'This is Jane Wayne' gegenüber 'Dandy Diary' und ergänzt spontan, dass es aus 'Art School Wetzelhaus' hervorgegangen sei – ein Detail, das seine tiefe Kenntnis der Berliner Mode-Blog-Szene zeigt.
Airmail
Graydon Carter
🗣 David Fischer referenziert bei ⏱ 04:25:51 „Es gibt vielleicht dieses Airmail-Thema da von Graydon Carter.“
Im Gespräch über die Frage, ob man heute noch ein erfolgreiches Online-Magazin gründen könnte, nennt David Fischer Airmail als eines der wenigen Beispiele einer nach 2010 gestarteten Webseite, die überlebt hat. Er betont, dass Highsnobiety zur letzten Generation gehört, die als Magazin-Webseite groß werden konnte.
The Kids Are Not Alright
Diedrich Diederichsen
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:46:18 „Ich erinnere mich an einen damals sensationellen Essay von Dietrich Dietrichsen Anfang der 90er, als Neonazis in Deutschland fotografiert wurden und einer davon trug eine Malcolm X Kappe. Und Dietrich Dietrichsen damals schrieb The kids are not alright.“
Im Gespräch über die politische Aufladung von Mode – konkret am Beispiel des Palästinenser-Tuchs an Berliner Schulen – erinnert Christoph Amend an Diederichsens Essay aus den frühen 90ern. Darin beschrieb der Kulturkritiker die verstörende Beobachtung, dass ein deutsches Neonazi-Skinhead eine Malcolm-X-Kappe trug, also das Symbol eines schwarzen Bürgerrechtlers. Amend nutzt den Essay, um David Fischer die Frage zu stellen, wie politisch Mode eigentlich ist.