Christine Westermann, was sollen wir lesen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Christine Westermann
Christine Westermann erzählt aus ihrem alles andere als linearen Leben: von der Erkenntnis in der Therapie, dass sie der Illusion einer Familie anhing, über die Tatsache, dass sie nur dritte oder vierte Wahl für Zimmer frei war, bis zur Kunst, sich auf der Bühne zum Idioten zu machen und dafür mehr Applaus zu bekommen als die Profis. Die Hosts gestehen, dass ihr gesamtes Podcast-Format — das Essen, die Spiele, das Singen — von Westermanns Sendung abgeschaut ist.
„Dann sieht man das Publikum und die lachen auch und hinterher ist der Applaus, den ich kriege, größer als der von den professionellen Musikern. Und dann denke ich, Westermann, jetzt läuft's.“
Erwähnte Medien (65)
Alles gesagt? – Das Buch
Jochen Wegner, Christoph Amend
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:05:16 „die Redaktion des Allesgesagt-Buches ist, das jetzt bei Kiwi erscheint. Und seit gestern kann man das ... auch bestellen im Zeitshop“
Jochen Wegner bewirbt das begleitende Buch zum Podcast mit den besten Gesprächen der ersten Jahre.
Unbekanntes Buch von Tommy Beyer
Tommy Beyer
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:07:11 „Vor einem halben Jahr oder Jahr hat mir einer ein Buch von Tommy Beyer, dem Autor Tommy Beyer, den ich sehr schätze, hingehalten und hat gesagt, könnten Sie das bitte signieren. Natürlich, das ist ja quasi die Heiligsprechung.“
Christine Westermann erzählt eine amüsante Signier-Anekdote: Ein Fan legte ihr bei einer Lesung ein Buch des Autors Tommy Beyer vor, damit sie es signiert. Beyer hatte seinerseits eine persönliche Widmung an Westermann ins Buch geschrieben – so entstand ein humorvoller ‚Briefwechsel' im selben Exemplar. Der konkrete Buchtitel wird nicht genannt.
Zimmer frei!
WDR
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 00:19:56 „Zimmerfrei waren versehen. Weil zimmerfrei im Sommer 96, da ist irgendwie der Unterhaltungssendung, Abteilung eingefallen.“
Christine Westermann erklärt die Entstehungsgeschichte der WDR-Sendung Zimmer frei!, die sie 20 Jahre lang mit Götz Alsmann moderierte.
Von den blauen Bergen kommen wir
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:28:32 „Und haben ihm eine Gitarre in die Hand gegeben und er musste so ein dieses, was singt man so am Lagerfeuer, also von den Blauen Bergen kommen wir oder irgend so ein Unsinn.“
Christine Westermann erinnert sich an eine Zimmer-frei-Folge mit Guido Westerwelle, der am Lagerfeuer ein typisches Pfadfinderlied singen musste. Das Volkslied wird nur als ungefähres Beispiel genannt – Westermann ist sich nicht sicher, ob es genau dieses Lied war.
Das Literarische Quartett
Marcel Reich-Ranicki
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:31:47 „Und er hat gesagt, also Sie müssen hier natürlich mit den Füßen dran und gedöhnt. Und dann hat er gesagt, aber wenn Christine Westermann, die Göttin der Morgenröte, die große Dame des westdeutschen Journalismus, irgendwann hatte dann das Literarische Quartett auch die Göttin der Literatur.“
Im Rahmen von Götz Alsmanns Warm-up-Routine vor den Zimmer-frei-Aufzeichnungen wird Westermanns Mitwirkung beim Literarischen Quartett erwähnt. Alsmann baute ihren Titel als 'Göttin der Literatur' in seine humorvollen Anmoderationen ein.
Tatort
ARD
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:38:13 „In dem ersten Jahr nach diesem Sommer-Power waren wir um 2015 im WDR-Fernsehen. Da sind wir natürlich sowas von abgekackt gegen den Tatort. Das ist ja völlig klar.“
Der Tatort wird als Maßstab für TV-Einschaltquoten herangezogen. Westermann erzählt, dass Zimmer frei beim Wechsel auf den Sonntagabend-Sendeplatz gegen den Tatort keine Chance hatte und von 18 auf 2,5 Prozent Marktanteil fiel.
Die Götz Alsmann Show
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:39:05 „Götz Alsmann hatte ja auch Solo-Fernsehsendungen gespielt. Es gab ja die groß angekündigte Götz Alsmann-Show. Und da haben sie, also kann ich nur aus meiner Sicht sagen, gefehlt. Weil natürlich nur Klamauk und nur 1, 2, 3, ich spritze hier Wasser durch die Gegend und habe Salzstangen, das ist dann, da fehlt dann was.“
Amend erwähnt Alsmanns Solo-TV-Show, um zu verdeutlichen, dass dessen Entertainer-Qualitäten allein nicht ausreichten. Ohne Westermanns ernsthafte, journalistische Gegengewicht fehlte der Show die nötige Tiefe.
NDR Talk Show
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:39:17 „Er war ja ganz lange bei der NDR Talkshow und hat sich ganz lange auch nicht für Zimmerfrei entschieden. Also es war NDR Talkshow und Zimmerfrei.“
Westermann erzählt, dass Götz Alsmann lange parallel zur NDR Talk Show auch Zimmer frei moderierte und sich nicht zwischen beiden Formaten entscheiden wollte. Sie musste teils monatelang auf seine Zusage für die nächste Staffel warten.
Aktuelle Stunde
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:40:05 „Ja, Sie hatten die Aktuelle Stunde moderiert, also das wichtigste Nachrichten im Westdeutschen Rundfunk.“
Christoph Amend erwähnt Westermanns journalistische Karriere beim WDR, um zu unterstreichen, dass sie vor Zimmer frei eine seriöse Nachrichtenmoderatorin war. Westermann relativiert die Bedeutung der Sendung aus Sicht des WDR.
Zimmer frei!
WDR
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 00:45:35 „Ganz am Anfang vom Zimmer frei habe ich gemerkt, dass ich ganz am Anfang, also vielleicht nach der dritten oder vierten Sendung, und da habe ich so gemerkt, dass ich so gar nicht an ihn rankomme und konnte es aber nicht erklären.“
Die WDR-Unterhaltungsshow ist das zentrale Gesprächsthema dieses Abschnitts. Christine Westermann erzählt ausführlich von der 20-jährigen Zusammenarbeit mit Götz Alsmann, den Anfängen als Sommervertretung, den internen Konflikten um das Zimmer-Konzept und dem Ende der Sendung. Sie war ursprünglich erst dritte oder vierte Wahl für die Moderation.
Wetten, dass..?
Frank Elstner
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:50:38 „Nachdem alle ein Wetten-Das und was weiß ich, Quiz-Taxi und was ist so, nachdem alle so ein Revival erfahren haben, haben sie uns gefragt, ob wir uns das denn auch vorstellen können.“
Westermann erzählt, dass der WDR nach den erfolgreichen Revivals anderer Formate wie Wetten, dass..? auch ein Zimmer-frei-Revival vorschlug. Sie und Alsmann lehnten gemeinsam ab, um den guten Ruf der Sendung nicht zu gefährden.
FrauTV
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 00:54:08 „Das ist mir auch bei FrauTV passiert, als ich da gefeuert wurde, dass sie 59 Menschen befragt haben, die haben sich die Sendung angeguckt, da waren Buchtipps drin und dann wurde gefragt, wie finden sie denn die Buchtipps?“
Westermann erzählt von ihrer Entlassung bei FrauTV, wo eine Zuschauerbefragung mit nur 59 Personen ergab, dass sich diese nicht für Bücher interessierten. Sie kritisiert die Methodik solcher Erhebungen und die Konsequenzen, die daraus gezogen wurden.
Kritik über Zimmer frei
Hans Hoff
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 01:02:35 „Ich schlage die Süddeutsche auf die Medienseite und mich trifft der Schlag in drei Spalter mit Foto und vernichtend, also die Gespräche oben, sie irrlichtert da oben wieder im Zimmer rum und die – das Publikum tut ihr den Gefallen zu lachen.“
Westermann schildert eine traumatische Erfahrung mit Fernsehkritik: Auf einem Flug nach Rom las sie eine vernichtende Rezension ihrer Sendung von Hans Hoff in der Süddeutschen Zeitung. Die Kritik traf sie so hart, dass sie im Flugzeug weinte und sich am Flughafen Rom auf eine Toilette setzte. Sie betont, dass solche Kritiken Menschen vernichten, nicht nur Sendungen bewerten.
Django
Sergio Corbucci
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:10:35 „Irgendwann durfte ich dann Filme gucken, also Filmkritiken schreiben, so C-Filme, die dann im Jungbusch, das ist das Mannheimer Rotlichtviertel, also Django, Die Geier stehen Schlange oder irgend sowas.“
Christine Westermann erzählt von ihren Anfängen beim Mannheimer Morgen, wo sie als junge Journalistin Filmkritiken über B- und C-Filme schreiben durfte, die im Rotlichtviertel liefen. Django wird als typisches Beispiel für diese Art von Filmen genannt.
Django – Die Geier stehen Schlange
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 01:11:03 „also Filmkritiken schreiben, so C-Filme, die dann im Jungbusch ... also Django, Die Geier stehen Schlange oder irgend sowas.“
Christine Westermann erinnert sich an ihre Anfänge als Filmkritikerin beim Mannheimer Morgen, wo sie C-Filme im Rotlichtviertel rezensieren musste.
Dokumentarfilm über München
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:14:43 „Es gibt einen fantastischen Dokumentarfilm über München, da spielt es eine Riesenrolle.“
Als Christine Westermann erzählt, dass sie bei der Aufnahmeprüfung der Deutschen Journalistenschule eine Reportage über das Kaufhaus Cittat 2000 in Schwabing schreiben musste, wirft Christoph Amend ein, dass es einen Dokumentarfilm über München gibt, in dem dieses Kaufhaus eine große Rolle spielt. Der Titel wird nicht genannt.
Über den Wolken
Reinhard Mey
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 01:20:34 „Hat er über den Wolken gespielt? Nein, er hatte damals noch dieses schöne Lied, Freitag der 13. Über den Wolken war damals noch, glaube ich, gar nicht. Kam ja später.“
Westermann erinnert sich an die Drehscheibe-Sendungen im ZDF, bei denen am Ende Musiker live oder Playback auftraten. Sie erzählt, wie aufgeregt sie war, als Reinhard Mey zu Gast war. Sein bekanntester Hit existierte zu dem Zeitpunkt offenbar noch gar nicht.
Freitag der 13.
Reinhard Mey
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 01:20:34 „Nein, er hatte damals noch dieses schöne Lied, Freitag der 13. Über den Wolken war damals noch, glaube ich, gar nicht. Kam ja später.“
Als die Sprache auf Reinhard Meys Auftritt bei der Drehscheibe kommt, korrigiert Westermann die Erwartung, er habe seinen größten Hit gespielt. Stattdessen erinnert sie sich an dieses frühere Lied, das er damals performte.
Freitag der 13.
Reinhard Mey
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 01:21:42 „Reinhard May da war, weil ich den natürlich super fand ... er hatte damals noch dieses schöne Lied Freitag der 13.“
Christine Westermann erinnert sich an eine Begegnung mit Reinhard Mey bei der Drehscheibe und nennt eines seiner frühen Lieder.
Artikel über Market Street in San Francisco
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:43:28 „Ich habe neulich gerade einen Artikel in der Süddeutschen gelesen. Market Street, da gibt es einen Teil, der nicht so schön ist, gibt aber auch einen richtig tollen Teil. Da gab es ein ganz großes Einkaufszentrum.“
Als das Gespräch auf die Obdachlosenproblematik in San Francisco kommt, erwähnt Christine Westermann einen kürzlich gelesenen Artikel in der Süddeutschen Zeitung über den Verfall der Market Street. Das große Einkaufszentrum stehe leer, die Straße sei voller Obdachloser – ein Kontrast zu ihren eigenen Erinnerungen.
Die Waffen nieder
Bertha von Suttner
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 01:45:03 „Das eine Buch war Die Waffen nieder von Bertha von Suttner. Das war ein Buch, was mir mein Vater sehr früh, als ich noch relativ jung war, zu lesen gegeben hat. Ich weiß nicht, warum ich es mitgenommen habe, warum ich die zwei Kaffeetassen mitgenommen habe, weiß ich nicht.“
Christine Westermann erzählt, wie sie mit nur einem Koffer nach San Francisco gezogen ist. Von allen Büchern, die sie besaß, hat sie ausgerechnet dieses eine mitgenommen – ein Antikriegsroman, den ihr Vater ihr als junges Mädchen gegeben hatte. Die Wahl wirkt fast unbewusst, ein Stück Heimat und Familiengeschichte im Gepäck für den Neuanfang.
Seinfeld
Larry David, Jerry Seinfeld
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 01:46:41 „Ich habe die Serien vermisst. Ich gucke bis heute, seit wir Netflix haben, wie eine süchtige Seinfeld ist.“
Im Gespräch über ihre Amerika-Jahre schwärmt Christine Westermann von amerikanischem Fernsehen und Serien. Seinfeld schaut sie bis heute auf Netflix wie eine Süchtige. Jochen Wegner gesteht, den Humor damals nicht verstanden zu haben, ihn aber heute großartig zu finden – die Serie war ihrer Zeit voraus.
Golden Girls
· 1985
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 01:46:43 „Und ich habe auch damals Golden Girls zum Beispiel geguckt. Und die sind so grauenhaft synchronisiert auf Deutsch.“
Christine Westermann kritisiert die deutsche Synchronisation der Serie und lobt das englische Original.
Baby, wann heiratest du mich?
Christine Westermann
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:02:20 „»Baby, wann heiratest du mich?« Zweites Buch, ich glaube, er hat Schluss gemacht. Und dann haben sie geratet.“
Jochen Wegner erwähnt Westermanns zweites Buch im Rahmen ihrer Biografie. Er kommentiert scherzhaft den Titel und vermutet einen autobiografischen Hintergrund – eine Trennung als Auslöser.
Edgar Keret (Bücher)
Edgar Keret
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:06:19 „Ich habe Gott sei Dank den Namen seines israelischen Schriftstellerfreundes vergessen. Edgar Kehret. ... ich glaube das waren die sieben Koffer oder so“
Christine Westermann erzählt anekdotisch über die Praxis von Blurbs – Maxim Biller empfiehlt ein Buch seines Freundes Edgar Keret und wird dann auf dessen nächstem Buch zitiert.
Die sieben Koffer
Edgar Keret
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:06:42 „Wenn er im Quartettenbuch von ihm empfiehlt und dann auf dem nächsten Billerbuch, ich glaube das waren die sieben Koffer oder so, natürlich dieser Edgar Kehret mit einem wunderbaren Lob.“
Westermann nutzt das Beispiel von Edgar Kerets Buch, um die Praxis gegenseitiger Blurbs in der Berliner Literaturszene zu illustrieren. Sie ist froh, nicht Teil dieser Blase zu sein. Der genaue Titel ist unsicher – sie sagt selbst 'ich glaube'.
Herrndorf-Biografie
Tobias Rüther
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 02:08:12 „Ich habe jetzt ein Interview gemacht mit, ich verwechsel immer, Tobias Rüther. Tobias Rüther hat die Herndorf-Biografie geschrieben. Und da stehe ich mit meinem Namen drin, also er bedankt sich, hinten in der Danksagung bei allen möglichen Leuten, auch bei Christine Westermann.“
Westermann erwähnt die Herrndorf-Biografie von Tobias Rüther, in der sie namentlich für den Erfolg von Tschick gewürdigt wird. Christoph Amend ergänzt, es sei ein sehr gutes Buch. Es ist die Quelle der Anekdote über ihren Einfluss als Literaturvermittlerin.
Tschick
Wolfgang Herrndorf
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 02:08:37 „Und schreibt in dem Buch, dass dieser Chick, dieser berühmte Roman von Herndorf, dass der eigentlich gar nicht so richtig viele Leser gefunden hat, also überall besprochen, über regionalen Phötons. Aber dass der Schub kam, nachdem ich das besprochen habe.“
Westermann erzählt, wie sie durch die Herrndorf-Biografie von Tobias Rüther erstmals erfuhr, dass ihre Buchbesprechung maßgeblich zum Durchbruch von Tschick beitrug. Ein Schlüsselmoment, in dem sie ihre eigene Wirkung als Literaturvermittlerin erstmals anerkannte.
Gittersee
Charlotte Gneuß
🗣 Christine Westermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:11:21 „Sagen wir mal, das Buch heißt Gittersee, die Autorin ist Charlotte Gneuss.“
Christine Westermann nennt den Roman als Beispiel für ihre Arbeitsweise bei der Buchbesprechung und empfiehlt ihn später als Buchpreis-würdig.
Häschen-Schule
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 02:17:33 „Also ich habe Häschen-Schule gelebt, damit hat es angefangen, Biene Meier. Gut.“
Christine Westermann erzählt von den Büchern ihrer Kindheit. Die Häschen-Schule ist ein bekanntes deutsches Kinderbuch von Albert Sixtus und Fritz Koch-Gotha, das sie als erstes prägend nennt.
Bonjour Tristesse
Françoise Sagan
🗣 Christine Westermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:18:18 „Also das habe ich gelesen. Dann habe ich irgendwann mal, war ich hin und weg von Bonjour Tristesse von François Sagan, weil diese unglücklich verliebte oder zerstörerische junge Frau, die da am Swimmingpool in Südfrankreich sitzt.“
Westermann beschreibt Bonjour Tristesse als prägendes Buch ihrer Jugend. Sie erinnert sich an eine Szene mit Espresso und Orange, die sie jahrelang nachzuahmen versuchte – nur um bei erneuter Lektüre 50 Jahre später festzustellen, dass diese Szene so im Buch gar nicht existiert. Eine charmante Anekdote über die Kraft falscher literarischer Erinnerungen.
Gittersee
Charlotte Gneuß
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 02:24:48 „Gittersee ist ein Vorort von Dresden. Und in Gittersee lebt Karin, die ist 16 Jahre alt. Sie lebt da mit ihren Eltern, unglückliche Ehe, eine frustrierte Oma, die im Krieg Blitzmädel war und mit der Wehrmacht in Paris Champagner getrunken hat.“
Die ausführlichste Buchbesprechung des Abschnitts: Westermann erzählt live und begeistert die Handlung von Gittersee – ein DDR-Roman über die 16-jährige Karin, deren Freund Paul in den Westen flieht und die dann von der Stasi befragt wird. Westermann bekommt Gänsehaut, nennt es Pflichtlektüre für Schulen und wettet eine Flasche Champagner, dass es trotz Longlist-Nominierung nicht auf die Buchpreis-Shortlist kommt – weil es 'zu gut lesbar' sei.
Pick Me Girl
Sophie Passmann
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 02:39:00 „Und sie hat ja dieses tolle Buch, ich sage toll, ich habe erst zehn Seiten gelesen, Pick Me Girl. Und ich habe diese zehn Seiten gelesen und ich habe begriffen, dass ich ein Pick Me Girl bin.“
Im Gespräch über Frauen, die sich zurücknehmen und um männliche Anerkennung werben, erzählt Westermann von einer Talkshow-Begegnung mit Sophie Passmann. Schon nach zehn Seiten habe sie erkannt, dass Passmanns Analyse des Pick-Me-Girl-Phänomens genau auf sie selbst zutreffe — sie habe sich immer als anders als andere Frauen inszeniert, ohne zu merken, dass auch das ein Werben um Gunst war.
Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
Haruki Murakami
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 02:51:38 „Haben Sie dieses Buch von Haruki Murakami gelesen? ... Mit dem Laufen?“
Als das Gespräch auf Laufen als meditative Praxis kommt, fragt Westermann, ob Wegner Murakamis Laufbuch kennt. Jochen Wegner bestätigt begeistert und erzählt, er habe es sogar zweimal gelesen und in Tokio Murakamis Laufstrecken nachgelaufen. Westermann hingegen fand die ersten zwei Drittel toll, kritisiert aber, dass Murakami gegen Ende zu heilig und asketisch werde.
Mister Aufziehvogel
Haruki Murakami
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:53:13 „Dann hat die Welt aber einen doppelten Boden. Und ich schlitter dann so rein, plötzlich reden Tiere oder ein Typ sitzt selbstverständlich am Fuße eines Brunnens jeden Tag und man denkt gar nicht darüber nach, dass es irgendwie seltsam ist, dass der am Fuße eines Brunnens sitzt den ganzen Tag.“
Im Rahmen seiner Liebeserklärung an Murakami beschreibt Wegner die Figur, die selbstverständlich am Grund eines Brunnens sitzt — ein zentrales Motiv aus dem Roman 'Mister Aufziehvogel'. Wegner nutzt das Beispiel, um zu zeigen, wie Murakami das Surreale so natürlich in den Alltag einwebt, dass man es als Leser nicht hinterfragt.
1Q84
Haruki Murakami
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:53:37 „Er geht über eine Autobahn, anderes Buch, und es gibt plötzlich einen zweiten Mond. Selbstverständlich gibt es jetzt einen zweiten Mond, weil das ist jetzt die andere Welt. Er steigt nur die Treppe hinunter an der Autobahn, wo er liegen geblieben ist oder stecken geblieben ist im Stau, steigt da runter und plötzlich sind zwei Monde da.“
Jochen Wegner erklärt, warum Murakami sein Lieblingsautor ist: Er schaffe es wie kein anderer, eine zweite Realitätsebene in eine ganz normale Welt einzubauen. Als eines von mehreren Beispielen beschreibt er die Szene aus 1Q84, in der die Protagonistin an einer Autobahn eine Treppe hinabsteigt und plötzlich zwei Monde am Himmel stehen — und es sich völlig selbstverständlich anfühlt.
Von Beruf Schriftsteller
Haruki Murakami
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:54:11 „Er hat auch ein tolles Buch über das Schreiben geschrieben, das im Titel mir gerade nicht einfällt.“
Nachdem Wegner ausführlich erklärt hat, warum Murakami sein Lieblingsautor ist, erwähnt er beiläufig, dass Murakami auch ein Buch übers Schreiben verfasst habe, an dessen Titel er sich im Moment nicht erinnern könne. Gemeint ist vermutlich 'Von Beruf Schriftsteller' (Shokugyō to shite no shōsetsuka).
Django kennt kein Erbarmen
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:11:31 „Django kennt kein Erbarmen oder Django die Geier stehen Schlange?“
Im Rahmen des 'A oder B'-Spiels stellt Jochen Wegner Christine Westermann die Wahl zwischen zwei Django-Western. Sie entscheidet sich für 'Django – Die Geier stehen Schlange', da sie den anderen nicht kennt.
Django – Die Geier stehen Schlange
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:11:37 „Das andere kenne ich nicht. Django die Geier stehen Schlange.“
Christine Westermann wählt im 'A oder B'-Spiel diesen Django-Western, da sie den alternativen Titel nicht kennt. Eine spontane Entscheidung ohne tiefere Begründung.
Winnetou
Karl May
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:11:56 „Winnetou oder Old Shatterhand? Winnetou. Winnetou oder kein Winnetou? Kein Winnetou.“
Im A-oder-B-Spiel wird Winnetou zweimal aufgegriffen – erst als Wahl zwischen Winnetou und Old Shatterhand, dann als Grundsatzfrage 'Winnetou oder kein Winnetou'. Christine wählt erst Winnetou, entscheidet sich dann aber für 'kein Winnetou', was auf die damalige Debatte um Karl Mays Werk und kulturelle Aneignung anspielt.
Die Biene Maja
Waldemar Bonsels
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:12:03 „Die Waffen Nieder oder Biene Maja?“
Im A-oder-B-Spiel wird 'Biene Maja' als Alternative zu Bertha von Suttners 'Die Waffen nieder!' angeboten. Christine Westermann entscheidet sich gegen die Biene Maja.
Der Zauberberg
Thomas Mann
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:12:06 „Der ADAC Reiseatlas oder der Zauberberg? Jetzt bin ich sehr gespannt. Ich auch, der ADAC Reiseatlas.“
Im A-oder-B-Spiel stellt Jochen Wegner die bewusst absurde Wahl zwischen dem ADAC Reiseatlas und Thomas Manns 'Der Zauberberg'. Zur allgemeinen Belustigung wählt Christine Westermann den Reiseatlas – Jochen kommentiert: 'Ich wusste es.'
ADAC Reiseatlas
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:12:06 „Der ADAC Reiseatlas oder der Zauberberg? Jetzt bin ich sehr gespannt. Ich auch, der ADAC Reiseatlas. Ich wusste es.“
Christine Westermann überrascht mit ihrer Wahl des ADAC Reiseatlas gegenüber Thomas Manns 'Der Zauberberg' – ein humorvoller Moment, der ihre pragmatische Seite zeigt. Jochen Wegner hatte diese Antwort offenbar erwartet.
Dossier über Alice Schwarzer
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:24:40 „Und ich wusste, das stand im Dossier, dass sie eine Nichte hat, um die sie sich, also kümmert ist falsch, also mit der sie gerne Dinge unternimmt.“
Westermann berichtet von der Vorbereitung auf ihr Interview mit Alice Schwarzer. Sie hatte im Dossier – vermutlich dem ZEIT-Dossier oder einem Recherchepapier über Schwarzer – gelesen, dass diese eine Nichte hat, und wollte darüber ein persönliches Gespräch führen.
Unbekanntes Buch über Scheidungskinder
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:40:41 „Es gibt ja 148 Studien und Bücher über Scheidungskinder. Aber ich kann mich noch erinnern, in einem der Bücher, das ich mal gelesen habe, hat die Autorin, eine amerikanische Psychoanalytikerin, dieses Bild gefunden, dass man als Scheidungskind die Eltern auf der Bühne erlebt, wie auf einer Bühne beim Stolpern.“
Amend zitiert aus einem Buch einer amerikanischen Psychoanalytikerin über Scheidungskinder, in dem das Bild geprägt wird, dass Kinder ihre geschiedenen Eltern wie auf einer Bühne beim Stolpern beobachten. Er nutzt dieses Bild, um Westermanns Kindheitserfahrung mit ihrem alleinlebenden Vater einzuordnen.
Zwei Seiten
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:41:26 „Sie haben in dem Podcast zwei Seiten, über die wir vorhin schon mal gesprochen haben, sehr schön in einer der Folgen darüber gesprochen, Thema war Geschwister, dass Sie gemerkt haben, jetzt im Alter, wie unterschiedlich Sie und Ihre Schwestern sind.“
Christoph Amend verweist auf Westermanns eigenen Podcast 'Zwei Seiten', in dem sie in einer Folge über das Thema Geschwister gesprochen hat. Er nutzt die Referenz, um das Gespräch über Westermanns unterschiedliche Schwestern und deren verschiedene Väter zu vertiefen.
Kleine Kratzer
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 04:07:14 „Ich habe jetzt ein Buch gelesen, was ich wirklich großartig finde. Das heißt Kleine Kratzer, ist geschrieben von einer 96-jährigen Therapeutin. Und die schreibt über Sex im Alter. Und die schreibt Geschichten, Kurzgeschichten und das ist so komisch und das ist so auf den Punkt und es ist so auf eine gute Art derb.“
Westermann nutzt dieses Buch als Beispiel dafür, wie sie Bücher empfiehlt – persönlich, einladend und nicht fordernd. Sie betont, dass sie als 74-Jährige das Buch auch 20-Jährigen empfehlen würde, und hat im Stern darüber geschrieben.
Der Kanon
Marcel Reich-Ranicki
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:10:42 „Sie haben mal gesagt, Sie haben den Literaturkanon von Marcel Reich-Renitzki zu Hause stehen, aber Sie haben ihn nie gelesen. Warum haben Sie ihn nie gelesen?“
Amend konfrontiert Westermann damit, dass sie Reich-Ranickis Literaturkanon besitzt, aber nie gelesen hat. Westermann antwortet ehrlich, dass ihr immer andere Bücher dazwischengekommen seien – ein Eingeständnis, das ihre authentische Art der Buchkritik unterstreicht.
Der Zauberberg
Thomas Mann
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 04:12:07 „Also auch den Zauberberg jetzt lesen wollen für das letzte Buch, das hat ja schon auch eine Idee mit sozialer Scham zu tun.“
Christine Westermann gesteht, dass sie sich mit Thomas Mann schwer tut und der Wunsch, den Zauberberg zu lesen, auch mit sozialer Scham zusammenhängt.
Fragebogen
Max Frisch
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:12:27 „Sind Sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert?“
Jochen Wegner zitiert aus Max Frischs Fragebogen, woraufhin Christine Westermann das Werk begeistert als Empfehlung bestätigt.
Tender Bar
J.R. Moehringer
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 04:18:45 „Mir fällt jetzt gerade Tender Bar ein von Möhringer, was ich großartig finde. Und ich habe neulich die Verfilmung gesehen und die war richtig gut, die war ganz anders als das Buch. Aber das ist sowas, wo ich so denke, das ist was, was ich auch in zehn Jahren jederzeit wieder empfehlen kann.“
Westermann nennt Tender Bar als eines der Bücher, die ihr nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind. Sie schätzt es als großartig geschriebene Vatergeschichte – ein Junge ohne Vater, der stattdessen von seinem Onkel Charlie aufgezogen wird. Das Buch berührt sie persönlich, weil sie selbst früh ihren Vater verloren hat.
Tender Bar (Film)
Ben Affleck
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 04:18:50 „Und ich habe neulich die Verfilmung gesehen und die war richtig gut, die war ganz anders als das Buch. Aber das ist sowas, wo ich so denke, das ist was, was ich auch in zehn Jahren jederzeit wieder empfehlen kann.“
Christine Westermann erwähnt die Verfilmung von Tender Bar mit Ben Affleck als positiv, aber anders als das Buch.
Lektionen
Ian McEwan
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 04:19:49 „Ich habe jetzt Lektionen gelesen, beziehungsweise nicht gelesen. Wir sind in die Ferien gefahren nach Andalusien und zwar mit dem Auto, mit dem Cabrio. Und da haben wir uns Hörbücher ausgesucht und da habe ich unter anderem, haben wir in McYung gehört, Lektionen. Super gesprochen.“
Westermann erzählt, dass sie McEwans Roman Lektionen als Hörbuch auf einer Autofahrt nach Andalusien gehört hat. Sie erinnert sich an den enormen Umfang (vier CDs mit gefühlt je sechs Stunden), ist aber ambivalent – sie kann sich nicht klar erinnern, ob sie das Buch wirklich schätzt oder nicht.
Marmalade Diaries
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 04:21:32 „Ich habe mir jetzt eins ausgeguckt, das heißt Marmalade Diaries. Und das hat ein Typ geschrieben, das ist eine wahre Geschichte, ich habe es noch nicht gelesen, aber der zu einer alten Frau zieht, aus welchen Gründen auch immer, und die kocht Orangenmarmelade. Und das ist so gut, also ich habe die ersten drei Seiten gelesen, habe das Buch weggelegt und habe gesagt, das bespreche ich.“
Westermann beschreibt ihren Auswahlprozess für Buchbesprechungen und nennt Marmalade Diaries als aktuelles Beispiel. Nach nur drei Seiten war sie überzeugt – die wahre Geschichte eines Mannes, der bei einer alten Frau einzieht, die Orangenmarmelade kocht, hat sie sofort gepackt.
Paradise Garden
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 04:21:51 „Dann habe ich Paradise Garden, das ist jetzt auch auf der Longlist, da würde ich auch noch mal eine Flasche Aldi Champagner wetten. Das ist wirklich ein tolles Buch.“
Westermann empfiehlt Paradise Garden enthusiastisch, das auf der Longlist des Buchpreises steht. Sie wettet allerdings, dass es nicht auf die Shortlist kommt, weil es zu populär sei – ein Beispiel für ihre Kritik an der Trennung zwischen anspruchsvoller und zugänglicher Literatur.
In Zeiten des abnehmenden Lichts
Eugen Ruge
🗣 Christine Westermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:22:56 „Ich habe, als ich in der Jury saß, haben wir Eugen Ruge prämiert. Wir haben uns auf Ruge geeinigt und das war ein Buch, was sicherlich nicht leicht zu lesen war, aber ich jederzeit mit vollem Herzen empfehlen könnte.“
Westermann erinnert sich an ihre Zeit in der Buchpreis-Jury, als Eugen Ruges Roman prämiert wurde. Sie nutzt es als Gegenbeispiel zu dem Vorwurf, sie bevorzuge nur leichte Literatur – auch anspruchsvolle Bücher kann sie mit vollem Herzen empfehlen.
In Liebe, Eure Hilde
Eugen Ruge
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:23:12 „als ich in der Jury saß, haben wir Eugen Ruge prämiert“
Christine Westermann erinnert sich an ihre Zeit als Buchpreis-Jurorin, als der Preis an Eugen Ruge ging.
Blutbuch
Kim de l'Horizon
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:27:08 „die Person, die letzten Jahr beide Buchpreise gewonnen hat ... Blutbuch.“
Jochen Wegner erwähnt den Buchpreisgewinner als Beispiel für artifiziellere Literatur am anderen Ende des Spektrums von Lesbarkeit.
Blutbuch
Kim de l'Horizon
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:29:00 „Ich habe das wahnsinnig gerne gelesen und es hat mich auch reingezogen, aber es ist natürlich ein unfassbar artifizielles, konstruiertes Buch. Erst mal auf Deutsch aus der Sicht eines, ich glaube eines kleinen Kindes, so beginnt das. Dann ist es in verschiedene Lebensphasen, dann wird es plötzlich in Englisch weitergeführt.“
Jochen Wegner erwähnt Kim de l'Horizon und das preisgekrönte 'Blutbuch' als Gegenbeispiel zur leicht zugänglichen Literatur, die Christine Westermann bevorzugt. Er beschreibt es als artifiziell und konstruiert, aber mit einem besonderen Flow. Christoph Amend ergänzt, dass Kim de l'Horizon im letzten Jahr beide Buchpreise gewonnen hat. Westermann kennt weder Autor noch Buch, was sie selbst als beschämend empfindet.
Für mich soll's rote Rosen regnen
Hildegard Knef
🗣 Christine Westermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:48:04 „Es gibt kein Lebensbuch, aber das ist ein Lebenslied. Ich will... Ich möchte, ich soll und ich kann mich nicht fügen und ich will immer noch. Ich glaube, das möchte ich auf meiner Beerdigung können. Ohne Witz.“
Jochen Wegner und Christoph Amend singen Christine Westermann das Lied als Hommage an Zimmer frei vor. Westermann ist tief bewegt und bezeichnet es als ihr 'Lebenslied', das sie sich sogar auf ihrer Beerdigung wünscht. Der Text über das Nicht-Fügen-Können und das Immer-noch-Wollen spiegelt für sie ihr ganzes Leben wider.
Der geschenkte Gaul
Hildegard Knef
🗣 Christine Westermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:48:16 „Ich glaube, so war sie. Also ich habe den Geschenkten Gaul gelesen. Tolles Buch. Und das habe ich gelesen, als es rauskam. In den 70ern schon? Ja, 1961 kam es raus. Ganz früh.“
Im Zusammenhang mit dem Lied 'Für mich soll's rote Rosen regnen' spricht Christine Westermann über Hildegard Knefs Autobiografie. Sie hat das Buch bereits bei Erscheinen 1961 gelesen und bezeichnet es als 'tolles Buch'. Es zeigt ihre frühe Verbundenheit mit Hildegard Knef als Künstlerin.
Das Leben eben
🗣 Christine Westermann referenziert bei ⏱ 04:53:07 „Ich habe eine Sendung gemacht, die hieß Das Leben eben. Und es waren vier Gäste und wir saßen in so einem Setting, wie man an einem Küchentisch sitzt. Und das war eine großartige Sendung, weil man einfach übers Leben gesprochen hat.“
Christine Westermann erzählt von ihrer eigenen TV-Sendung 'Das Leben eben', einer Gesprächssendung am Küchentisch mit Memory-Spielmechanik zur Themenfindung. Trotz guter Einschaltquoten und sogar einer Diplomarbeit über die Sendung wurde sie von fünf männlichen Entscheidern abgesetzt – ein Erlebnis, das Westermann als Scheitern am Patriarchat beschreibt.
Kaiserwalzer
Johann Strauss II
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:09:57 „Und Silvester, also eine Weile war mir ganz wichtig, dass Jahreswende mit Kaiserwalzer oder Blauen Donau anfängt. Und ich erinnere mich, dass wir in Mallorca in irgendeiner Bar waren und alle draußen und das Feuerwerk. Und Jochen hat mit mir den Walzer und das war wie ein Symbol dafür, dass das Jahr auch gut wird.“
Christine Westermann erzählt von ihrem Silvester-Ritual mit ihrem Mann Jochen: Die Jahreswende muss mit einem Walzer beginnen. Der Kaiserwalzer steht dabei für ein persönliches Glückssymbol — wenn sie das neue Jahr tanzend einleiten, wird es gut.
An der schönen blauen Donau
Johann Strauss II
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:09:57 „Und Silvester, also eine Weile war mir ganz wichtig, dass Jahreswende mit Kaiserwalzer oder Blauen Donau anfängt. Und ich erinnere mich, dass wir in Mallorca in irgendeiner Bar waren und alle draußen und das Feuerwerk.“
Im selben Zusammenhang wie der Kaiserwalzer nennt Westermann den Donauwalzer als Alternative für ihr Silvester-Tanzritual. Beide Stücke stehen für denselben emotionalen Moment: das Jahr tanzend mit ihrem Mann zu beginnen.
Kaiserwalzer / An der schönen blauen Donau
Johann Strauss
🗣 Christine Westermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:11:04 „eine Weile war mir ganz wichtig, dass Jahreswende mit Kaiserwalzer oder Blauen Donau anfängt“
Christine Westermann erzählt von Silvester-Traditionen mit ihrem Mann, zu denen sie Walzer tanzen.