Alles gesagt? – Olga Grjasnowa, verstehen Sie die Russen
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Olga Grjasnowa, verstehen Sie die Russen

Alles gesagt? / 06. April 2022 / 66 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa spricht über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs, über ihre jüdische Identität als kulturelle Zugehörigkeit ohne Gläubigkeit und über die absurden Erfahrungen als Eingewanderte in Deutschland — etwa den Moment, als ihre Staatsbürgerschaft versehentlich aus dem Computer gelöscht wurde. Dabei bewegt sie sich mühelos zwischen politischer Analyse, persönlichen Anekdoten und der Frage, was Mehrsprachigkeit mit einem Menschen macht.

„Ich habe meinen Pass verloren. Also ich habe den nicht verloren. Ich habe den bei einem One-Night-Stand einfach da gelassen. Und dann hieß es, sie müssen jetzt beweisen, dass sie deutsch sind. Sie haben einfach die Staatsbürgerschaft aus dem Computer gelöscht. Aus Versehen.“
🗣 Olga Grjasnowa

Erwähnte Medien (66)

Der verlorene Sohn
Buch

Der verlorene Sohn

Olga Grjasnowa

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:06:52 „Das aktuelle Buch, es gibt zwei, also der aktuelle Roman ist, glaube ich, Der verlorene Sohn, wenn ich mich nicht irre. Und es gibt aber ein neueres Sachbuch, beide in der Pandemie erschienen, Die Macht der Mehrsprachigkeit.“

Jochen Wegner stellt die Gästin Olga Grjasnowa vor und nennt ihre beiden aktuellen Veröffentlichungen. Der Roman wird als ihr aktuelles belletristisches Werk eingeordnet, das während der Pandemie erschienen ist.

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Die Macht der Mehrsprachigkeit
Buch

Die Macht der Mehrsprachigkeit

Olga Grjasnowa

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:06:59 „Der aktuelle Roman ist, glaube ich, Der verlorene Sohn, wenn ich mich nicht irre. Und es gibt aber ein neueres Sachbuch, beide in der Pandemie erschienen, Die Macht der Mehrsprachigkeit.“

Bei der Vorstellung der Gästin hebt Jochen Wegner hervor, dass Olga Grjasnowa neben ihren Romanen nun auch Sachbuchautorin ist. Das Buch über Mehrsprachigkeit wird als ihr neuestes Werk vorgestellt.

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Der Russe ist einer, der Birken liebt
Buch

Der Russe ist einer, der Birken liebt

Olga Grjasnowa

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:09:49 „Und das Verrückte ist, dass quasi deine Abschlussarbeit auch dein erster Roman geworden ist, der auch gleich irgendwie acht Milliarden Mal verkauft wurde. Das habe ich jetzt erfunden.“

Jochen Wegner erzählt begeistert, dass Grjasnowas Abschlussarbeit am Literaturinstitut Leipzig zugleich ihr Debütroman wurde, der ein enormer Erfolg war. Er betont, dass mehrere 'Literaturpäpste' das Buch als fantastisch bezeichneten. Der Titel wird nicht explizit genannt, ist aber eindeutig ihr Debüt 'Der Russe ist einer, der Birken liebt'.

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Sonnenallee
Film

Sonnenallee

Leander Haußmann · 1999

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:12:33 „Man muss dazu sagen, für alle, die nicht in Berlin wohnen, ich kannte zum Beispiel, mir war die Sonnenallee, ich glaube aus dem Film bekannt, aber die wahre Sonnenallee, die interessante Sonnenallee, könnt ihr das mal erklären?“

Als das Gespräch auf den Wohnort der Grjasnowas in der Berliner Sonnenallee kommt, erwähnt Jochen Wegner, dass er die Straße vor allem aus dem gleichnamigen Film kannte. Er kontrastiert die filmische Darstellung mit der heutigen, diversen Realität der Straße.

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Nachtbären
Buch

Nachtbären

Elina Penner

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:30:53 „Ich habe gerade einen Roman gelesen von einer... Elena Penner. Genau, Elena Penner. Fantastischer Roman.“

Roman über eine Mennonitin, der im Kontext des Gesprächs über Russlanddeutsche erwähnt wird

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Harry Potter
Buch

Harry Potter

J.K. Rowling

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:32:31 „Audio-Kommentar. Christoph Ahmen greift in seine... Bei Harry Potter gibt es ja auch diese unendlich großen Taschen, wo das Buch drin ist.“

Als Christoph Amend das Buch 'Nachtbären' aus seiner Tasche zieht, macht Wegner einen humorvollen Vergleich mit den magisch vergrößerten Taschen aus Harry Potter. Es ist eine beiläufige, humorvolle Referenz ohne inhaltlichen Bezug zum Gesprächsthema.

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Nachtbären
Buch

Nachtbären

Elina Penner

🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:42 „Und ihre Muttersprache heißt eben Plautditsch. Plautditsch. Und in dem Roman Nachtbären, so heißt er, wird Plautditsch auch immer wieder eingestreut. Also wenn man sich für Sprache interessiert, ich hatte überhaupt keine Ahnung.“

Christoph Amend und Olga Grjasnowa sprechen über Russlanddeutsche und die mennonitische Gemeinde in Russland. Amend hat den Roman gerade gelesen und holt ihn sogar aus seiner Tasche hervor. Er empfiehlt das Buch enthusiastisch als 'fantastischen Roman', der die Geschichte einer Mennonitin erzählt, die ihren Ehemann ermordet hat, und der die Sprache Plautditsch einstreut.

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Battle Hymn of the Tiger Mother
Buch

Battle Hymn of the Tiger Mother

Amy Chua

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:41:20 „Ich habe das Buch gelesen. Ich habe mich kaputt gelacht.“

Wird im Kontext strenger Mütter und sowjetischer Bildungsideale diskutiert

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📖
Buch

Die Kampfkunst der Tigermutter

Amy Chua

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:45:35 „Also wer das Buch nicht gelesen hat, es gibt einen ikonischen Umstand. Ich glaube, sie schreibt, dass sie damit droht, die Kuscheltiere der Kinder zu verbrennen, wenn die nicht genug üben. Also es war so eine super strenge Erziehung, um die Kinder sozusagen zu erbieten. Das war ein Weltbestseller vor ein paar Jahren.“

Im Gespräch über das sowjetische Bildungsideal und strenge Erziehungsmethoden kommt das Buch 'Tiger Mom' von Amy Chua zur Sprache. Sowohl Wegner als auch Grjasnowa haben es gelesen. Grjasnowa kritisiert Chuas Ansatz als lächerlich, weil sie ihre Kinder zu Genies erklärte, ohne deren tatsächliche Begabung zu prüfen — im Gegensatz zum sowjetischen System, das Talent zuerst sorgfältig evaluierte.

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Essay über Familie
Essay

Essay über Familie

Olga Grjasnowa

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:02:29 „Du hast mal irgendein Essay geschrieben, ich kriege das nicht mehr richtig zusammen, ich glaube über Familie in Neon, es war irgend sowas, es war irgend so ein Essay, ja, und ich meine, es war so unterteilt in Kapitel und dann zu jedem gab es einen ausführlichen Gedanken, der über viele Spalten, dann gibt es Liebe und da hast du nur geschrieben, über Liebe wird zu viel gesprochen.“

Jochen Wegner erinnert sich vage an einen Essay von Olga Grjasnowa, der vermutlich im Magazin Neon erschienen ist und sich mit verschiedenen Themen wie Familie und Liebe befasste. Er erinnert sich besonders an die lakonische Passage über Liebe. Grjasnowa selbst kann sich zunächst nicht einmal daran erinnern, diesen Text geschrieben zu haben.

Zum Artikel bei Uni-due.de
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Buch

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Marcel Proust

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:53:41 „auf der Suche nach der verlorenen Zeit oder so, als extrem in meinem Kopf als etwas, was sozusagen hauptsächlich aus keine Handlung besteht, sondern aus der Beschreibung eines Zustands über sehr viele Seiten, ein ganz tolles Werk“

Als Beispiel für Literatur ohne starke politische These oder Handlung angeführt

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Buch

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Marcel Proust

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:54:26 „Aber wenn ich jetzt überlege, auf der Suche nach der verlorenen Zeit oder so, als extrem in meinem Kopf, als etwas, was sozusagen hauptsächlich aus Ich glaube, das gibt es eigentlich alles.“

Jochen Wegner bringt Prousts Hauptwerk als Gegenbeispiel in die Diskussion über Migrationsliteratur ein – als Werk, das primär aus der Imagination und nicht aus einem migrantischen Erlebnis entstanden ist. Der Gedanke bleibt im Gespräch etwas unvollendet, dient aber als Referenzpunkt für die These, dass große Literatur nicht zwingend autobiografisch sein muss.

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Das achte Leben (Für Brilka)
Buch

Das achte Leben (Für Brilka)

Nino Haratischwili

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 01:55:10 „Also zum Beispiel das Achterleben von Brilke von Nina Radaschvili hat auch durchaus eine starke politische These, nur wurde sie vielleicht hier nicht so wahrgenommen wie woanders. Ich glaube, so war es zumindest im deutschsprachigen Raum, im europäischen Raum, eigentlich so das erste Buch tatsächlich, das dediziert aus der georgischen Perspektive geschrieben worden ist, nicht aus der sowjetischen oder russischen.“

Im Gespräch über Migrationsliteratur und andere Perspektiven nennt Olga Grjasnowa diesen Roman als Beispiel für ein Buch, das erstmals dezidiert die georgische statt der sowjetischen oder russischen Perspektive zeigte. Sie betont die politische These des Buches, die im deutschsprachigen Raum möglicherweise nicht so stark wahrgenommen wurde wie anderswo. Der Titel und Autorinnenname sind im Transkript durch WhisperX verzerrt.

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Werke von Alisa Ganieva
Buch

Werke von Alisa Ganieva

Alisa Ganieva

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 01:56:20 „Wie zum Beispiel Alice Garnier. Aber Alice Garnier, die ist im Kalkusus geboren und eigentlich ihre Muttersprache ist Avarisch, aber ich lehne mich so weit aus dem Fenster zu sagen, dass ihr Russisch viel besser ist als ihr Avarisch und sie schreibt auf Russisch.“

Im Gespräch über den Begriff Migrationsliteratur und dessen Anwendung im russischen Kontext nennt Olga Grjasnowa Alisa Ganieva als Beispiel einer russischsprachigen Schriftstellerin aus dem Kaukasus, deren Werk nie als Migrationsliteratur galt.

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📖
Buch

Die Melonenschale

Rada Biller

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:59:30 „Maxim Belles Mutter, Radebelle, hat auch ein ziemlich schönes Buch geschrieben. Die Melonenstallen, die kommen ja auch aus Baku“

Wird als eines der wenigen deutschsprachigen Bücher über Baku erwähnt

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Die Melonen
Buch

Die Melonen

Rada Biller

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:00:10 „Maxim Bille ist Mutter. Radha Bille hat auch ein ziemlich schönes Buch geschrieben. Ja. Die Melonenstallen, die kommen ja auch aus Baku, wie ich.“

Im Gespräch über Maxim Biller erwähnt Olga Grjasnowa, dass dessen Mutter Rada Biller ebenfalls ein Buch geschrieben hat. Sie hebt die Verbindung hervor, dass die Familie Biller wie sie selbst aus Baku stammt. Auf Jochen Wegners Nachfrage sagt sie, ihr habe besonders die Erinnerungsperspektive gefallen – es sei damals das einzige Buch über Baku auf Deutsch gewesen. Der Titel ist im Transkript durch WhisperX verzerrt.

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Shiva Baby
Film

Shiva Baby

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 02:03:58 „Happy Shiva oder irgendwas in der Art. Das lief bei Mubo letztens. Die Leute sitzen Shiva und eine Hauptfigur hat gegen Geld mit einem Geschlafenen jetzt auch bei dieser selben Shiva auftaucht.“

Olga Grjasnowa nennt eine jüdische Komödie als Beispiel dafür, wie im Judentum die matrilineare Abstammung verhandelt wird. Sie beschreibt eine Handlung, in der die nichtjüdische Ehefrau einer Figur trotz Konversion nicht als jüdisch akzeptiert wird, weil der jüdische Vater religionsrechtlich irrelevant ist. Der Titel ist im Transkript verzerrt wiedergegeben, vermutlich handelt es sich um den Film 'Shiva Baby' auf Mubi.

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Unbenannter Spiegel-Beitrag über erfundene jüdische Identität
Artikel

Unbenannter Spiegel-Beitrag über erfundene jüdische Identität

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:10:00 „Es gab mal den Fall einer Autorin, die auch für Zeit Online geschrieben hat, der mir wirklich bis heute nachhängt und der wahnsinnig traurig war, weil die Frau am Schluss sich das Leben genommen hat. Und das später durch einen Beitrag im Spiegel sehr präzise beschrieben wurde.“

Jochen Wegner erzählt als persönliche Disclosure von einer Autorin, die für Zeit Online schrieb und eine jüdische Identität erfunden hatte. Der Fall wurde später durch einen Spiegel-Beitrag aufgedeckt und präzise beschrieben. Wegner beschäftigt die Geschichte bis heute, insbesondere die Frage, ob die Redaktion sich versündigt hat.

Zum Artikel bei Spiegel
Anne Frank
Buch

Anne Frank

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 02:27:56 „da gab es auch ein Buch bei Anne Frank. Und meine Tochter kam dann irgendwie nach Hause, sie hat nichts verstanden“

Kinderbuch über Anne Frank aus einer Bilderbuch-Reihe, das Olgas Tochter gelesen hat und das sie überforderte

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Rosa Parks
Buch

Rosa Parks

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:27:56 „Wie heißt die genau? Weiß ich nicht, wie die heißt, aber die Rosa Parks. Für Kinder.“

Teil einer Kinderbuch-Reihe über berühmte Persönlichkeiten, ursprünglich aus dem Spanischen

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Anne Frank (aus der Suhrkamp-Kinderreihe)
Buch

Anne Frank (aus der Suhrkamp-Kinderreihe)

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 02:28:43 „Aber da gab es auch ein Buch bei Anne Frank. Und meine Tochter kam dann irgendwie nach Hause zurück, sie hat nichts verstanden, aber die war sich ganz sicher, dass sie ein Buch war, von Adolf Hitler gelesen hat. Das hat sie auch sehr laut nacherzählt, der was gegen Jungen hatte.“

Olga Grjasnowa erzählt eine Anekdote über ihre damals vierjährige Tochter, die bei einer Übernachtung das Anne-Frank-Buch aus der Kinderbuchreihe vorgelesen bekam. Die Tochter verstand die Geschichte nicht richtig und erzählte laut nach, sie habe ein Buch über Adolf Hitler gelesen, der etwas gegen Jungen hatte – weil sie Juden und Jungen nicht unterscheiden konnte. Grjasnowa nutzt die Episode, um die Schwierigkeit zu illustrieren, Kindern den Holocaust altersgerecht zu erklären.

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Unbenannter letzter Roman
Buch

Unbenannter letzter Roman

Olga Grjasnowa

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 02:32:00 „Ich war gerade mit dem, also ich habe den letzten Roman abgegeben und ich dachte, ich kann mich so eine Woche vor dem Fernseher sitzen. Und dann fangen wir mit dem Lektorat an und nach zwei Tagen kam der Lockdown.“

Olga Grjasnowa erzählt, dass sie kurz vor dem ersten Corona-Lockdown ihren letzten Roman abgegeben hatte und sich auf eine Ruhepause freute. Dann kam der Lockdown und mit zwei kleinen Kindern zu Hause war das Lektorat kaum möglich. Sie räumt ein, dass man die Unkonzentriertheit dem Buch anmerke, und habe in der Taschenbuchausgabe nachträglich einige Stellen korrigiert.

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Tartine
Buch

Tartine

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 02:42:10 „Aber ich habe ein Kochbuch, was immer funktioniert. Ich glaube, das heißt Tartine. Das ist ein amerikanisches Kochbuch. Und da klappt alles.“

Im Gespräch über Desserts und Kochen empfiehlt Olga Grjasnowa das amerikanische Kochbuch Tartine als ihr absolutes Lieblingskochbuch. Obwohl sie sich selbst als unbegabte Köchin und Bäckerin bezeichnet, funktioniere mit diesem Buch jedes Rezept – von der Quiche bis zu Desserts –, wenn man sich sklavisch an die Anweisungen halte.

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Das Schwarze Buch
Buch

Das Schwarze Buch

Wassili Grossman

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 02:58:18 „das schwarze Buch von David Grossmann, selbst da gibt es interessante Vergleiche“

Dokumentation des Holocaust in der Sowjetunion, war in Russland lange verboten; wird als Gegenpol zu Alexijewitschs Heldengeschichten angeführt

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Die letzten Zeugen
Buch

Die letzten Zeugen

Swetlana Alexijewitsch

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 02:59:49 „Es gibt ein wunderbares Buch von Svetlana Alexievich, wenn ich jetzt den Namen wüsste, wir haben damit sehr geholfen, wo es tatsächlich um die Kinder im Zweiten Weltkrieg geht, oder im Großen Vaterländischen Krieg. Und da ist es mir auch ziemlich interessant, das sind fast alles Heldengeschichten.“

Olga Grjasnowa vergleicht die sowjetische und die jüdische Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg. Sie beschreibt Alexijewitschs Buch über Kinder im Krieg als Sammlung von Heldengeschichten, in denen überdurchschnittlich viele Eltern bei den Partisanen gekämpft hätten – ein einseitiges Bild, das sie mit dem ganz anderen Blick in Grossmans Schwarzem Buch kontrastiert.

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Das Schwarze Buch
Buch

Das Schwarze Buch

Wassili Grossman

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 03:00:35 „Aber das ist das schwarze Buch, was er zwar mit anderen Autorinnen auch geschrieben hat, und zwar in der Sowjetunion verboten. Und das ist gar nicht das ganze, das karurische Bild.“

Olga Grjasnowa spricht über die Auslöschung jüdischer Erfahrungen aus der sowjetischen Kriegserinnerung. Sie verweist auf das in der Sowjetunion verbotene Schwarze Buch – eine Dokumentation des Holocaust auf sowjetischem Gebiet, verfasst von Wassili Grossman und Ilja Ehrenburg –, das ein ganz anderes Bild zeichne als die heroisierten sowjetischen Erzählungen. Olga verwechselt dabei den Nachnamen mit dem israelischen Autor David Grossman.

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The Great
Serie

The Great

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:05:39 „es gibt eine fantastische englische Serie, wie heißt die noch gleich? The Great, oder? Ja, fantastisch.“

Serie über Katharina die Große, empfohlen im Kontext des Gesprächs über deutsche Prinzessinnen am russischen Zarenhof

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The Great
Serie

The Great

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:06:17 „Da geht es eben genau um die Geschichte. Katharina kommt nach Russland an den Hof des Zaren und merkt relativ schnell, dass sie erstens den Zaren loswerden will, weil der ein sehr Prolet, ein großer Prolet ist und zweitens selber die Macht übernehmen will. Und es ist hilarisch. Also wirklich sehr lustig, kann ich nur empfehlen. Das ist wirklich fantastisch.“

Im Gespräch über die historischen Verbindungen zwischen Deutschland und dem russischen Zarenhof – insbesondere die aus Darmstadt importierten Prinzessinnen – empfiehlt Christoph Amend begeistert die englische Serie 'The Great' über Katharina die Große. Er lobt sie als sehr lustig und fantastisch, Olga Grjasnowa bestätigt die Empfehlung.

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Text über ukrainische Identität in der Taz
Artikel

Text über ukrainische Identität in der Taz

Lana Lux

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:15:01 „von Lana Lux gab es in der Taz einen sehr schönen Text darüber, wie es eigentlich ist, wenn man tatsächlich als Jude in einem Land aufwächst, wo sie tatsächlich auf einmal Ukrainisch lernen mussten“

Essay über die Erfahrung als Jüdin in der Ukraine, die plötzlich Ukrainisch lernen musste

Zum Artikel bei taz
Artikel über jüdische Identität im Ukraine-Konflikt
Artikel

Artikel über jüdische Identität im Ukraine-Konflikt

Lenny Lux

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:16:26 „Und dann gab es zum Ukraine-Konflikt von Lenny Lux gab es in der Taz einen sehr schönen Text darüber, wie es eigentlich ist, wenn man tatsächlich als Jude in einem Land aufwächst, wo sie tatsächlich auf einmal Ukrainisch lernen mussten, wo sie überhaupt kein Verhältnis zu der Sprache hatten. Das ist ein wunderbarer Text.“

Olga Grjasnowa zitiert zunächst den Satz 'Juden haben keine Wurzeln, Juden haben Beine' und verweist dann auf einen Text von Lenny Lux in der taz, der die Erfahrung beschreibt, als Jude in der Ukraine plötzlich Ukrainisch lernen zu müssen. Sie bezeichnet ihn ausdrücklich als 'wunderbaren Text'.

Zum Artikel bei taz
📰
Artikel

Artikel über die Schule in Berlin

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 03:20:27 „Ich glaube, das war in der Zeit. In der Zeit gab es irgendwann mal einen Bericht über die Schule, die direkt neben unserem Haus ist.“

Ein Artikel über eine Brennpunktschule, bei der einem Kind sechs Jahre lang nicht auffiel, dass es nicht lesen konnte

Zum Artikel bei taz
Artikel über Brennpunktschule im Lockdown
Artikel

Artikel über Brennpunktschule im Lockdown

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 03:24:16 „Ich glaube, das war in der Zeit. In der Zeit gab es irgendwann mal einen Bericht über die Schule, die direkt neben unserem Haus ist. Dass die Schule im Lockdown, also es ist eine Brennpunktschule, wie großartig sie funktioniert. Und dass jetzt die Lehrerinnen endlich genug Zeit haben, sich um jeden einzelnen Schüler und Schülerin zu kümmern.“

Olga Grjasnowa erzählt von einem Bericht in der ZEIT über eine Brennpunktschule neben ihrem Haus, die im Lockdown besser funktionierte. Der Artikel beschrieb, wie einer Lehrerin erst im Lockdown auffiel, dass ein Kind in der sechsten Klasse nicht lesen konnte – für Grjasnowa ein Beispiel für das Versagen des deutschen Schulsystems.

Zum Artikel bei ZEIT Online
Artikel über Privatschulen
Artikel

Artikel über Privatschulen

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 03:25:51 „Es gab bei The Atlantic einen Bericht darüber, Privatschulen sind mein Lieblingsthema.“

Im Gespräch über Bildungspolitik erwähnt Olga Grjasnowa einen Bericht im Atlantic über Privatschulen, bevor sie ausführlich die Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Privatschulen beschreibt. Der genaue Artikeltitel bleibt unklar.

Zum Artikel bei Theatlantic.com
Talmud
Buch

Talmud

🗣 Christoph Amend zitiert daraus bei ⏱ 03:40:41 „Du hast mal aus dem Talmud zitiert, weil es um Sprache ging und um Kommunikation untereinander. Und das Zitat geht so, vier Sprachen sind es wert, dass man sie auf der Welt gebraucht. Griechisch für den Gesang, Latein für den Krieg, Syrisch für die Klage und Hebräisch für die gewöhnliche Rede.“

Im Kontext eines Gesprächs über Mehrsprachigkeit und die Bedeutung verschiedener Sprachen zitiert Christoph Amend eine Passage aus dem Talmud, die Olga Grjasnowa offenbar früher einmal verwendet hat. Das Zitat dient als Ausgangspunkt für eine Diskussion über kulturell unterschiedliche Bewertungen von Sprachen.

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Ali und Nino
Buch

Ali und Nino

Kurban Said

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 03:40:54 „Das ist, glaube ich, von Kurban Said, wo er irgendein altes persisches Sprichwort entweder zitiert hat oder sich einfach ausgedacht hat. Wo es, glaube ich, auch darum geht, persisch ist die Sprache der Liebe, arabisch ist für die Religion.“

Olga Grjasnowa ergänzt das Talmud-Zitat mit einem ähnlichen Sprichwort, das sie dem Autor Kurban Said zuschreibt – dem unter Pseudonym schreibenden Verfasser von 'Ali und Nino'. Sie erinnert sich nicht an den genauen Wortlaut, aber an die Idee, dass verschiedene Kulturen unterschiedlichen Sprachen unterschiedliche Funktionen zuweisen.

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Inventing Anna
Serie

Inventing Anna

Shonda Rhimes

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:48:44 „Also Anna Sorokin, in der Sowjetunion oder in Russland zumindest noch geboren, dann mit ihren Eltern als junges Mädchen nach Deutschland gekommen, in die deutsche Provinz, die jetzt in Amerika eine Berühmtheit geworden ist durch die Netflix-Serie Inventing Anna. Die Serie selber ist gar nicht so fantastisch, finde ich, aber ist gut. Das Unglaubliche ist eigentlich die Geschichte.“

Christoph Amend bringt die Geschichte von Anna Sorokin/Delvey ins Gespräch, die sich in der New Yorker Society als deutsche Erbin ausgab und Banker um Geld betrog. Die Netflix-Serie wird als Aufhänger genutzt, wobei beide Gesprächspartner die reale Geschichte faszinierender finden als die Serie selbst. Olga Grjasnowa äußert sogar Sympathie für die Hochstaplerin.

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Buch über Patti Smith
Buch

Buch über Patti Smith

Helene Hegemann

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:54:48 „Ich würde schon fast sagen, das Buch von Helene Hegemann über Patti Smith... das ist einfach ein wahnsinnig gutes Buch“

Wird als Beispiel für großartige Literatur empfohlen, die eigentlich mehr über die Autorin als über Patti Smith erzählt

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Jage zwei Tiger
Buch

Jage zwei Tiger

Helene Hegemann

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:55:40 „Vor allem Jagdweiziger ist genial“

Als herausragendes Werk von Helene Hegemann gelobt

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Herkunft
Buch

Herkunft

Saša Stanišić

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:56:11 „Sascha Stanisic. Vor allem ehrlich gesagt, Panda Band. Hätte ich jetzt geraten. Wegen des Kinderbuchs.“

Stanišić wird als geschätzter Autorenkollege genannt, sein Kinderbuch besonders hervorgehoben

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Patti Smith (Buch über Patti Smith)
Buch

Patti Smith (Buch über Patti Smith)

Helene Hegemann

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:56:15 „Ich würde schon fast sagen, das Buch von Helene Hegemann über Patti Smith. Das ist einfach ein wahnsinnig gutes Buch, wo es eigentlich gar nicht so viel um Patti Smith per se geht, sondern vielmehr um Helene Hegemann. Aber das Buch ist einfach großartig.“

Auf die Frage, was das Tolle an Patti Smith sei, antwortet Olga Grjasnowa überraschend mit einem Buch von Helene Hegemann. Sie schwärmt davon, dass es weniger ein Buch über Patti Smith als vielmehr über Hegemann selbst sei, und empfiehlt es begeistert.

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Panda Band
Buch

Panda Band

Saša Stanišić

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:57:18 „Also Panda Band ist wirklich, wirklich, wirklich fantastisch.“

Im Gespräch über geschätzte Autorinnen und Autoren erwähnt Olga Grjasnowa Saša Stanišić und sein Kinderbuch Panda Band. Sie betont, dass es nicht nur das Kinderbuch ist, das sie an ihm schätzt, hebt es aber als wirklich fantastisch hervor.

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Werke von Sascha Filipenko
Buch

Werke von Sascha Filipenko

Sascha Filipenko

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 03:57:21 „Und dann natürlich Nino Radaschvili und Sascha Filipenko. Wenn möglich auf Russisch.“

Olga Grjasnowa empfiehlt zeitgenössische Autoren, die sie besonders schätzt. Filipenko wird neben Nino Haratischwili und Saša Stanišić als wichtiger Autor genannt, den man idealerweise auf Russisch lesen sollte.

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Anna Karenina
Buch

Anna Karenina

Leo Tolstoi

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 03:58:04 „Ich habe, glaube ich, eine Karine viermal gelesen. Ich war jedes Mal ein völlig anderes Buch. Also wirklich in jeder Phase habe ich irgendwas völlig anderes gelesen und daraus gefunden.“

Olga Grjasnowa spricht über Tolstoi als Fundament moderner Literatur und illustriert das an Anna Karenina, das sie viermal gelesen hat. Sie beschreibt, wie sich ihre Wahrnehmung des Romans zwischen 15 und 35 Jahren grundlegend verändert hat – von klarer Parteinahme zu einem Verständnis für alle Figuren und deren Ausweglosigkeit.

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Der Russe ist einer, der Birken liebt (Verfilmung)
Film

Der Russe ist einer, der Birken liebt (Verfilmung)

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 04:02:04 „Was ist eigentlich mit diesem Film? Der kommt jetzt. Im Sommer kommt der wohl. Hast du den schon gesehen? Ja.“

Die Verfilmung von Olga Grjasnowas Debütroman wird als bevorstehend besprochen. Olga hat den Film bereits gesehen, darf aber vor der Premiere noch nicht darüber sprechen. Sie beschreibt das Ergebnis als 'sehr anders' als das Buch.

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Die Känguru-Comics
Buch

Die Känguru-Comics

Marc-Uwe Kling

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:03:36 „Wir haben die Känguru-Comics, die werden ja von ihm geschrieben und von Bernd gezeichnet. Da habe ich mitbekommen, man hat so Autoren-Calls, er schnitt irgendwann in irgendeinem Lockdown die nächste Känguru-Version und hat das jetzt selber in die Hand genommen.“

Jochen Wegner spricht über Marc-Uwe Kling als bestverdienenden Bestsellerautor, den sie im Studio hatten, und erwähnt die Känguru-Comics, die bei der ZEIT erscheinen. Er zeigt sich beeindruckt, dass Kling als Autor auch die Regie für die Filmversion selbst übernommen hat.

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Becoming
Buch

Becoming

Michelle Obama

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:08:37 „Ich weiß noch, bei den Obamas ging, das war jetzt zufällig, ich fällt mir gerade ein, größter Vorschuss des Planeten oder so war, glaube ich, unter anderem für das Buch, also für Barracks Buch. Und ich glaube, ich bin mir nicht sicher, welches Buch mehr Vorschuss gekriegt hat. Ich glaube, IAS hat mehr Vorschuss.“

Im Gespräch über Vorschüsse im Verlagswesen erwähnt Jochen Wegner die Buchverträge der Obamas als Beispiel für die höchsten Vorschüsse der Verlagsgeschichte. Er erinnert sich, dass Michelles Buch möglicherweise den höheren Vorschuss bekam und dass beide den Vorschuss relativ schnell eingespielt haben.

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Ein verheißenes Land
Buch

Ein verheißenes Land

Barack Obama

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:08:37 „Ich weiß noch, bei den Obamas ging, das war jetzt zufällig, ich fällt mir gerade ein, größter Vorschuss des Planeten oder so war, glaube ich, unter anderem für das Buch, also für Barracks Buch.“

Jochen Wegner erwähnt Barack Obamas Buch als Teil des rekordverdächtigen Buchvertrags der Obamas, um zu illustrieren, dass manche Vorschüsse tatsächlich eingespielt werden – im Gegensatz zum Normalfall im Verlagsgeschäft.

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Die Leiden des jungen Werther
Buch

Die Leiden des jungen Werther

Johann Wolfgang von Goethe

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:15:57 „Der junge Werder mit den Selbstmorden.“

Als historisches Beispiel für Literatur, die das Leben ganzer Generationen verändert hat

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The Catcher in the Rye
Buch

The Catcher in the Rye

J.D. Salinger

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:15:57 „alle, die den Fänger im Roggen gelesen haben... Catcher in the Rye ist vielleicht ein bisschen näher. Das hat wahnsinnig viele Leute... das Leben wirklich massiv verändert hat“

Als Beispiel für ein Buch, das nachweislich Lebenswege verändert hat

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Die Leiden des jungen Werther
Buch

Die Leiden des jungen Werther

Johann Wolfgang von Goethe

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:16:10 „Aber es gab doch immer wieder Werke, die ganze Generationen in irgendwelche Richtungen getrieben haben, oder? Also alle, die den Fänger im Roggen gelesen haben. Der junge Werther.“

Jochen Wegner widerspricht Olga Grjasnowas These, dass Literatur das Leben nicht verändern könne. Er nennt Goethes Werther als historisches Beispiel für ein Werk, das eine ganze Generation beeinflusst hat – Olga Grjasnowa ergänzt den Bezug zu den Selbstmorden, die dem Buch zugeschrieben werden.

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Der Fänger im Roggen
Buch

Der Fänger im Roggen

J. D. Salinger

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:16:10 „Aber es gab doch immer wieder Werke, die ganze Generationen in irgendwelche Richtungen getrieben haben, oder? Also alle, die den Fänger im Roggen gelesen haben. Der junge Werther.“

In der Diskussion darüber, ob Literatur Leben verändern kann, nennt Jochen Wegner den Fänger im Roggen als eines von mehreren Werken, die ganze Generationen geprägt haben. Er argumentiert damit gegen Olga Grjasnowas skeptische Haltung zur Wirkmacht von Literatur.

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Catch-22
Buch

Catch-22

Joseph Heller

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:16:22 „Ja, ich wollte es jetzt nicht sagen, aber Catch and Arise vielleicht ein bisschen näher. Das hat wahnsinnig viele Leute.“

Jochen Wegner erwähnt Catch-22 (im Transkript als 'Catch and Arise' verschrieben) als ein Werk, das viele Menschen stark beeinflusst hat, im Kontext der Diskussion über die lebensverändernde Wirkung von Literatur.

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On the Road
Buch

On the Road

Jack Kerouac

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:16:29 „Ja, ich wollte es jetzt nicht sagen, aber Catch and Arise vielleicht ein bisschen näher. Das hat wahnsinnig viele Leute. On the road. Es gibt eine Million Berichte darüber, wie das Leben wirklich massiv verändert hat, den Lebenslauf verändert hat.“

Jochen Wegner führt On the Road als weiteres Beispiel für ein literarisches Werk an, das das Leben vieler Menschen nachweislich verändert hat. Er nutzt es als Argument in der Debatte mit Olga Grjasnowa über die transformative Kraft von Literatur.

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Rezension in der FAZ
Artikel

Rezension in der FAZ

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 04:23:01 „Es gab ja eine in der Fazette, wo der Rezident völlig recht hatte, da habe ich jetzt einfach gewünscht, dass jetzt vor der Veröffentlichung gewusst. Zu welchem Buch? Zu dem letzten Roman. Ich dachte so, Mist, stimmt.“

Im Gespräch über den Umgang mit Literaturkritik erzählt Olga Grjasnowa von einer Rezension in der FAZ zu ihrem letzten Roman, bei der der Rezensent ihrer Meinung nach völlig recht hatte. Sie bedauert, die Kritikpunkte nicht vor der Veröffentlichung gekannt zu haben, da sie die Fehler dann noch hätte korrigieren können.

Zum Artikel bei FAZ
Das Literarische Quartett
Serie

Das Literarische Quartett

Marcel Reich-Ranicki

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 04:31:01 „Und wo es halt nicht zum Beispiel über einen literarischen Quartett darum geht. Ich finde das Buch ja so und so. Sondern wenn es tatsächlich um fundierte Literaturkritik geht, geht es halt nach ästhetischen Kriterien.“

Im Gespräch über den Zustand der Literaturkritik nennt Olga Grjasnowa das Literarische Quartett als Beispiel für eine Sendung, die ihrer Meinung nach keine fundierte Literaturkritik bietet – es gehe dort eher um persönliche Geschmacksurteile als um ästhetische Kriterien. Jochen Wegner hakt nach und merkt an, dass bereits zwei Vertreter des Quartetts im Podcast zu Gast waren.

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Druckfrisch
Serie

Druckfrisch

Dennis Scheck

🗣 Olga Grjasnowa empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:31:37 „Ich glaube, Druckfrische ist manchmal gar nicht so schlecht. Das ist sehr pointiert, sehr poppig, aber die Vorbereitung ist oft ziemlich gut. Also wo tatsächlich die Leute sich mit dem Werk auseinandersetzen, sehr explizit.“

Auf die Frage, welches Literaturformat im Fernsehen gut sei, empfiehlt Olga Grjasnowa die ARD-Sendung 'Druckfrisch' von Dennis Scheck. Sie lobt die gründliche Vorbereitung der Sendung, auch wenn das Format sehr pointiert und poppig sei – im Gegensatz zum Literarischen Quartett setze man sich dort tatsächlich mit den Werken auseinander.

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Artikel über Olga Grjasnowas Mann in der taz
Artikel

Artikel über Olga Grjasnowas Mann in der taz

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:35:55 „Ich habe vorhin über deinen Mann ja mehrmals gesprochen, haben gelesen in der Taz, und das wollte ich dir mal fragen, was das eigentlich bedeutet, ob das stimmte, da stand in einem Artikel über ihn, dass er einer der ersten Oppositionellen in Syrien war.“

Christoph Amend bezieht sich auf einen Artikel in der taz über Olga Grjasnowas Mann, in dem dieser als einer der ersten Oppositionellen in Syrien beschrieben wird. Der Artikel dient als Gesprächsanlass, um über seine Geschichte und das Theaterstück 'Against' zu sprechen.

Zum Artikel bei taz
Gott ist nicht schüchtern
Buch

Gott ist nicht schüchtern

Olga Grjasnowa

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 04:36:03 „bei diesem Buch, Gott ist nicht schüchtern, hat mich immer interessiert“

Olgas Roman, für den sie sich mit der Revolution in der arabischen Welt beschäftigte

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🎭
Theater

Against

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 04:36:20 „Und der hat ein Theaterstück aufgeführt, wo der Sicherheitsdienst zwar drin war, aber das Theaterstück hieß Against. Und wo danach, also es war eins der ersten Theaterstücke, die sehr explizit gegen das Regime waren.“

Olga Grjasnowa erzählt, dass ihr Mann in Syrien – noch bevor es dort Proteste gab, aber bereits während des Arabischen Frühlings in Ägypten und Tunesien – das Theaterstück 'Against' aufführte. Es war eines der ersten explizit regimekritischen Theaterstücke in Syrien, aufgeführt sogar in Anwesenheit des Sicherheitsdienstes.

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Gott ist nicht schüchtern
Buch

Gott ist nicht schüchtern

Olga Grjasnowa

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 04:36:54 „Ich wusste, dass es halt vielleicht die Revolution der arabischen Welt möglich ist, aber definitiv noch nicht in Aserbaidschan. Weil wir in den Anfang der 90er auch so tief in uns steckt, dass was glaube ich noch nicht so weit ist.“

Olga Grjasnowa spricht über ihren Roman 'Gott ist nicht schüchtern', der sich mit der arabischen Revolution und der Frage beschäftigt, wann Menschen beginnen, gegen ein Regime aufzubegehren. Sie verbindet das Thema mit der Geschichte ihres Mannes, der als einer der ersten Oppositionellen in Syrien ein Theaterstück gegen das Regime aufführte.

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Werke von Paul Auster
Buch

Werke von Paul Auster

Paul Auster

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:42:52 „Also wir hatten auch mal mit einem anderen, jetzt fällt es mir an, einen großen Autor gesprochen in diesem Podcast, Paul Auster, dessen Lebensmotiv ja eigentlich der Zufall ist. Vielleicht komme ich deswegen nochmal drauf, der sozusagen das ja überhöht wiederum.“

Jochen Wegner bringt Paul Auster ins Gespräch, weil dessen literarisches Lebensmotiv – der Zufall – perfekt zur gerade erzählten Geschichte von Olga Grjasnowas Mann passt, der durch eine Fünf-Minuten-Verspätung am Flughafen in Deutschland gestrandet ist. Olga Grjasnowa greift Austers These später auf und zitiert sinngemäß, dass man in einem Roman nur einmal einen Zufall einbauen könne, sonst werde es unglaubwürdig.

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Essay

Essay über Lisa Eckhart

Olga Grjasnowa

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 05:00:54 „Du hast auch mehrere Essays veröffentlicht, in einem geht es auch um Lisa Eckhardt, über die wir hier schon mal das ein oder andere Mal gesprochen haben, das würde mich sehr interessieren. Du hast dich sehr leidenschaftlich dazu auch geäußert, ich glaube in einem englischen Text, in einem Essay.“

Jochen Wegner leitet die Diskussion über Antisemitismus und Lisa Eckhart ein, indem er auf Olga Grjasnowas publizistische Arbeit verweist. Sie hat mehrere Essays veröffentlicht, darunter einen auf Englisch, in dem sie sich leidenschaftlich kritisch mit Lisa Eckharts Comedy-Auftritten auseinandersetzt. Im Anschluss erzählt Grjasnowa, dass sie aus dem PEN-Zentrum ausgetreten ist.

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🎤
Rede

Auftritt von Elke Heidenreich über Wörter in Kinderbüchern

Elke Heidenreich

🗣 Olga Grjasnowa erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:11:32 „Ich glaube, es gab ja diesen drüben Auftritt von der Elke Heidenreich, wo sie sich darüber aufregt, dass man manche Wörter abändern muss.“

Im Gespräch über die Grenzen akzeptabler Sprache und die Debatte um diskriminierende Begriffe in Kinderbüchern erwähnt Olga Grjasnowa einen öffentlichen Auftritt von Elke Heidenreich, in dem diese sich dagegen aussprach, bestimmte Wörter in Büchern zu ändern. Grjasnowa nutzt das Beispiel, um zu zeigen, dass selbst einfache sprachliche Anpassungen in Deutschland immer noch hart umkämpft sind.

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Autocracy, Inc.
Buch

Autocracy, Inc.

Anne Applebaum

🗣 Olga Grjasnowa referenziert bei ⏱ 05:21:00 „Das hat auch ein Applebaum ziemlich gut beschrieben. Also welches System gewinnt gerade, das chinesisch-türkisch-russische oder das westliche?“

Im Gespräch über die geopolitische Systemfrage – Autokratie versus westliche Demokratie – verweist Olga Grjasnowa auf Anne Applebaum, die diese Dynamik gut beschrieben habe. Das konkrete Werk wird nicht genannt, bezieht sich aber sehr wahrscheinlich auf Applebaums Analyse autokratischer Netzwerke, wie sie in ihren Büchern über den Niedergang der Demokratie dargelegt wird.

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4 3 2 1
Buch

4 3 2 1

Paul Auster

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 05:43:24 „Oder halt wieder den Syntax mit den unterschiedlichen Leben, dass er nicht mehr so oder so laufen kann. Ja, 4-3-2-1, der Roman von Paul Auster.“

Als Olga Grjasnowa darüber spekuliert, wie ihr Leben verlaufen wäre, hätte sie nicht nach Deutschland emigriert, greift Christoph Amend die Idee paralleler Lebensentwürfe auf und nennt Paul Austers Roman '4 3 2 1', in dem ein Protagonist vier verschiedene Lebenswege durchlebt. Der Roman dient als literarische Referenz für das Gedankenexperiment alternativer Biografien.

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Vom Beruf des Schriftstellers
Buch

Vom Beruf des Schriftstellers

Haruki Murakami

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 05:47:46 „Zeitgenössisch Murakami. Schreibt er jetzt auf Englisch? Es gibt ein Buch, wo er über das Schreiben schreibt und ich meine, da schreibt er, ich bin mir nicht sicher, ob das noch stimmt, weil ich bilde mir an, er würde jetzt Japanisch schreiben, aber da erklärt er, dass er auf Englisch schreibt, um einen einfacheren Sound zu bekommen.“

Im Gespräch über Schriftsteller, die ihre Schreibsprache gewechselt haben, erwähnt Jochen Wegner ein Buch von Haruki Murakami, in dem dieser über seinen Schreibprozess reflektiert und erklärt, warum er auf Englisch schreibt – um einen einfacheren, klareren Ausdruck zu finden. Der genaue Titel wird nicht genannt; es handelt sich vermutlich um 'Vom Beruf des Schriftstellers' (Shokugyō to shite no shōsetsuka).

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