Die Leiden des jungen Werther

Johann Wolfgang von Goethe

Die Leiden des jungen Werther ist einer der wichtigsten Romane der deutschsprachigen Literatur und gilt neben Faust als Goethes Hauptwerk. Das autobiografisch inspirierte Werk aus dem 18. Jahrhundert erzählt die Geschichte einer unglücklichen Liebe und hatte große kulturelle Wirkung. In der Podcast-Episode wurde der Roman als Antwort auf die Quiz-Frage genannt, welche anderen Werke Goethe außer Faust geschrieben hat.

Die Leiden des jungen Werther

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Erwähnungen (12)

Alles gesagt?
🗣 Bas Kast referenziert bei ⏱ 03:04:42
„Und ich war dann oft so ein bisschen beleidigt und sauer reagiert und manchmal sogar gesagt, Goethe hat schon mit 20 oder 24 ein Buch über die Liebe geschrieben. Um mal ganz niedrig anzufangen.“

Bas Kast verteidigt sich gegen die Kritik, mit 30 ein Buch über die Liebe geschrieben zu haben, indem er auf Goethe verweist, der bereits mit Mitte 20 über die Liebe schrieb. Die selbstironische Übertreibung – sich mit Goethe zu vergleichen – sorgt für Gelächter in der Runde.

Alles gesagt?
🗣 Juli Zeh erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:38:10
„Also so Wertermäßig, also total heftig. Das ging wirklich bis zum Abitur.“

Juli Zeh vergleicht ihr jahrelanges unglückliches Verliebtsein als Teenagerin mit dem Leiden des jungen Werthers.

ZEIT Verbrechen
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:44:04
„Du hast den Wert da vorhin ja schon genannt. Wahrscheinlich der tödlichste Bestseller der Weltliteratur. Auf der einen Seite, weil er viele Menschen zum Selbstmord inspiriert hat. Auf der anderen Seite haben Generationen von Schülern aus dieser Lektüre etwas über den Menschen gelernt. Johann Wolfgang von Goethe. Die Leiden des jungen Werther.“

Andreas Sentker zieht eine Parallele zwischen dem Werther-Effekt und dem Nachahmungseffekt bei Terroranschlägen. Goethes Roman löste nach Erscheinen eine Suizidwelle aus – genau wie heute mediale Berichterstattung über Attentate Folgetaten inspirieren kann. Das Buch dient als historisches Beispiel für die Doppelschneidigkeit öffentlicher Darstellung von Gewalt.

Alles gesagt?
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:15:57
„Der junge Werder mit den Selbstmorden.“

Als historisches Beispiel für Literatur, die das Leben ganzer Generationen verändert hat

Alles gesagt?
🗣 Armin Maiwald referenziert bei ⏱ 00:54:50
„Was kennen Sie da von Goethe? Was haben Sie von Lessing gelesen? Was kennen Sie von Schiller? Haben Sie das gelesen? Die Leiden des jungen Werthers? Oder was weiß ich? Faust, haben Sie das schon gemacht?“

Der neue Klassenlehrer Dr. Richard Müller konfrontiert die Schüler bei seinem Antritt mit einer Bestandsaufnahme ihrer literarischen Bildung. Die Leiden des jungen Werthers wird als eines der Werke genannt, die zum Pflichtprogramm gehören – die Schüler hatten davon noch nie etwas gehört.

Alles gesagt?
🗣 Ferdinand von Schirach referenziert bei ⏱ 01:23:21
„Der Werte soll ja auch Nachahmer gehabt haben und Leute, die sich dann mit Blau und Gelbe umgebreitet haben“

Von Schirach diskutiert den sogenannten Werther-Effekt und Goethes eigene Reflexion darüber, wie er aus der Realität Poesie machte

Was liest du gerade?
🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:15:08
„Also das ist, will damit nur einfach sagen, es ist nicht vollständig irre oder ausgedacht. Heute ist alles ein bisschen seltsam. Da kommt uns auch der junge Werther von Goethe seltsam vor.“

Adam Soboczynski verteidigt Marquez' Nachlass-Roman gegen Iris' Kritik, indem er argumentiert, dass ältere Literatur aus einem anderen historischen Kontext stamme und uns heute zwangsläufig fremd vorkomme – so wie auch Goethes Werther heutigen Lesern seltsam erscheine.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:45:41
„Dann gibt es einen sehr, sehr langen Teil über die Qual, also diese Liebesqual, die wir ja sonst irgendwie, was weiß ich, vom jungen Werther oder von all dem Geschmachte nur auf andere hinkennen, aber er vergeht durch das eigene Gesicht.“

Nina Pauer zieht den Vergleich zwischen Narziss' Selbstliebe und der klassischen Liebesqual, wie sie aus Goethes Werther bekannt ist. Der Punkt ist, dass die schmachtende Sehnsucht, die man sonst nur als Verliebtheit in andere kennt, bei Narziss auf das eigene Spiegelbild gerichtet ist.

Hotel Matze
🗣 Michael Köhlmeier referenziert bei ⏱ 00:17:00
„Eine Liebe, die nicht den Tod enthält, ist keine wahre Liebe. Das ist natürlich etwas, was einen jungen Menschen unglaublich toll empfindet. Seit Werther ist das etwas ganz Edles.“

Im Gespräch über die Frage 'Was darf Liebe?' reflektiert Köhlmeier über das romantische Ideal der todesmutigen Liebe, das seit Goethes 'Werther' als etwas Edles gilt. Er nutzt das Werk als kulturellen Referenzpunkt für eine jugendliche, übersteigerte Liebesvorstellung, die er aus heutiger Sicht differenzierter sieht.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:56:14
„Und diesen Umbruchs, krisenhaften Umbruchscharakter, genau dieses, ist dann egal, ob es die Leibniz, Jungwerther oder Epiprist oder Mann ohne Eigenschaften ist. Überall immer mit einem krisenhaften Umgang.“

Mangold reflektiert über sein Literaturstudium und stellt fest, dass in der Sekundärliteratur jedes bedeutende Werk als Produkt einer krisenhaften Umbruchszeit dargestellt wird. Er nennt Goethes 'Werther' als eines von mehreren Beispielen, um seine Skepsis gegenüber dem allgegenwärtigen Krisendiskurs zu untermauern.

Was liest du gerade?
🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:38:19
„Also was ist es? Es ist der Nobelpreiskandidat Johann Wolfgang von Goethe. Und das ist eines, nicht sein absoluter Erstling, aber ein sehr frühes Werk. Die Leiden des jungen Werte. Ein Buch, in dem unendlich viel geweint wird.“

In der Klassiker-Rubrik des Podcasts besprechen Iris Radisch und Adam Soboczynski Goethes Briefroman von 1774. Radisch hat das Buch vielfach gelesen und entdeckt bei der erneuten Lektüre eine bisher übersehene Distanzierung Goethes von seiner Hauptfigur. Beide diskutieren, ob der Roman bereits satirische Züge gegenüber dem Empfindsamkeitskult der Zeit enthält, und betonen seine Bedeutung als Befreiungsbuch der aufkommenden bürgerlichen Gesellschaft.

Fest & Flauschig
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:26:54
„War eine Frage bei Wer stiehlt mir die Show? Letzte Sendung. Nenne ein Werk außer Faust von Goethe. Die Leiden des Jungen, wer hat das echte?“

Olli Schulz erzählt von einer Quizfrage bei 'Wer stiehlt mir die Show?', bei der ein Werk von Goethe außer Faust genannt werden sollte. Er erwähnt 'Die Leiden des jungen Werther' als eine der Antworten, während ihm selbst zuerst der Erlkönig eingefallen sei.

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