Episoden von Lanz & Precht

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Lanz & Precht

Die grosse Qual nach der Wahl

Markus Lanz & Richard David Precht

Ein Rückblick auf den Wahlabend der Bundestagswahl, der keinen echten Gewinner hervorbrachte — nur verschiedene Abstufungen blauer Augen. Besonders Robert Habecks emotionale Achterbahn wird nachgezeichnet: erst das Aus, dann die kurze Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung durch ein mögliches BSW-Scheitern, und schließlich um Mitternacht die endgültige Gewissheit bei 4,97 Prozent. Die Episode kreist um die Brutalität politischer Karrieren, die sich binnen Sekunden entscheiden, und die Erleichterung, dass Deutschland diesmal mit einer Zwei-Parteien-Koalition davonkommt.

Lanz & Precht

Europa - wo bleibt deine Vision

Markus Lanz & Richard David Precht

In der letzten Folge vor der Bundestagswahl kreist das Gespräch um das taktische Dilemma der Wähler: Grün wählen, obwohl Söder eine Koalition ausschließt? FDP wählen, obwohl unklar ist, ob sie die Fünf-Prozent-Hürde schafft? Viele Menschen wählen diesmal erstmals gegen ihre eigentliche Überzeugung — aus Angst, ihre Stimme zu verschenken. Daneben nehmen sie die Selbstinszenierung der Kandidaten aufs Korn, von Triellen bis zu Schmuse-TV-Formaten, bei denen Robert Habeck zu Hause kocht.

Lanz & Precht

Trumps Deal-Diplomatie und Frieden in der Ukraine

Markus Lanz & Richard David Precht

Ausgangspunkt ist ein schonungsloser Satz von Christoph Heusgen: Die USA werden Europa diktieren, welche Rolle es im Ukraine-Konflikt zu spielen hat. Precht hält einen schnellen Deal zwischen Trump und Putin für unwahrscheinlich — Russland komme militärisch voran und habe keinen Grund, auf seine Siegesoptionen zu verzichten. Europas zugedachte Rolle sei bereits klar: eine knapp 2000 Kilometer lange Grenze mit über 100.000 Soldaten sichern, ohne bei den Verhandlungen am Tisch zu sitzen.

Lanz & Precht

Zwischen Gruenen und AfD - Wohin steuert der Konservativismus

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode kreist um die Frage, was Konservativismus heute noch bedeutet — ausgelöst durch Friedrich Merz' Bruch seines Ehrenworts, niemals mit der AfD zu stimmen. Dabei wird ein beunruhigendes Muster sichtbar: Die AfD zielt längst nicht mehr auf die Grünen, sondern auf die Zerstörung der CDU selbst — genau wie in Italien, Österreich und den USA konservative Parteien von rechtsautoritären Kräften verdrängt wurden. Robert Habeck wiederum versucht, die entstandene Merkel-Lücke für sich zu nutzen, indem er konservativ als anständig und verlässlich umdeutet.

Lanz & Precht

Friedrich Merz - zu hoch gepokert

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode dreht sich um Friedrich Merz' riskantes Manöver, mit Stimmen der AfD eine Migrationsverschärfung durchs Parlament zu bringen — ein Tabubruch, der das Land aufwühlt. Precht zieht Parallelen zu Dänemarks Mette Frederiksen, warnt aber, dass Wähler im Zweifel das Original wählen statt die Kopie, wie zuletzt in Österreich. Lanz bringt die emotionale Dimension ein: die Messerattacke von Aschaffenburg und den Vater eines Opfers aus Brockstedt, der in seiner Sendung zu Gast war.

Lanz & Precht

Trump Musk und TikTok - Ende des Westens

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Rückkehr Trumps ins Weiße Haus markiert laut dieser Folge nicht einfach eine neue Amtszeit, sondern das Ende des Westens als politische Einheit. Deutschland habe 80 Jahre lang seinen Kompass nach Washington ausgerichtet — und stehe nun ohne Plan B da, unfähig, sich als eigenständiger Pol in einer multipolaren Weltordnung zu begreifen. Ökonom Rüdiger Bachmann liefert per Nachricht die Steilvorlage: Verstehen Europas Politiker wirklich, was auf sie zukommt?

Lanz & Precht

Kanonen oder Butter

Markus Lanz & Richard David Precht

Eine Episode über die bleierne Stimmung vor der Bundestagswahl: Beide stellen fest, dass so viele Menschen wie nie zuvor ratlos fragen, wen sie überhaupt wählen sollen — keine Euphorie, keine Vision, alle Kanzlerkandidaten im Beliebtheits-Minusbereich. Statt echtem Politikwechsel erwarten sie nur Altbausanierung an überholten Wirtschaftsmodellen, während die wirklich drängenden Fragen — Rente, Gesundheitssystem, Europas Ausrichtung — unbeantwortet bleiben.

Lanz & Precht

Ueber Respekt und Null-Loyalitaet

Markus Lanz & Richard David Precht

Von Trumps Griff nach Grönland über Europas fehlende Verteidigungsfähigkeit bis zur Silvesternacht in Berlin: Die Episode kreist um den Soziologen Ivan Krastevs These der "Null-Loyalität" — einer Gesellschaft, in der Menschen mühelos Länder, Familien und Parteien wechseln und kaum noch bereit wären, für etwas einzustehen. Daraus entspinnt sich ein Streitgespräch über Respektverlust im Alltag, von Angriffen auf Polizei und Lehrkräfte bis zur Verrohung im Straßenverkehr, und die Frage, ob die gewachsene Sensibilität im Diskurs paradoxerweise den Rechtspopulisten in die Hände spielt.

Lanz & Precht

Blick in die Sterne

Markus Lanz & Richard David Precht

Zum Jahresauftakt 2025 sprechen die beiden über das Älterwerden, die Dankbarkeit, die sich mit den Jahren einstellt, und die leise Melancholie der eigenen Endlichkeit. Von dort aus weitet sich der Blick ins Kosmische: Eine Nacht unter dem überwältigenden Sternenhimmel im Bryce Canyon in Utah wird zum Sinnbild dafür, wie klein und zugleich aufgehoben man sich als Teil des Universums fühlen kann.

Lanz & Precht

Kurioses und Uebersehenes - Randnotizen des Jahres 2024

Markus Lanz & Richard David Precht

In ihrer traditionellen Jahresend-Folge widmen sich die beiden den kuriosen Randnotizen des Jahres 2024 — Geschichten abseits der großen Schlagzeilen. Den Auftakt macht das berühmte Chicagoer Rattenloch, ein Schlagloch in Rattenform, das zur Pilgerstätte wurde und sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel bekam. Precht erinnert sich an seine Zeit bei der Chicago Tribune 1997, als die Straßen genauso marode, aber noch kein Internet da war, um einen solchen Kult auszulösen.