Episoden von Lanz & Precht
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Ausgabe Zweiundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Anlässlich des 60. ZDF-Jubiläums tauchen die beiden in ihre Kindheitserinnerungen an das Fernsehen der 1960er ein. Richard David Precht erzählt, wie seine linken Eltern den Fernseher als Verdummungsmedium verbannten und amerikanische Kinderserien wegen des Vietnamkriegs tabu waren — geschaut wurde heimlich bei den Nachbarn, wo der Fernseher noch feierlich aufgeschlossen wurde wie eine Kinoleinwand.
Ausgabe Einundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
In dieser Folge nehmen sich die beiden das Phänomen der allgegenwärtigen Beleidigtsein-Kultur vor: Warum reicht heute ein einziger Satz, um jemanden auf die Barrikaden zu bringen — und warum gilt es inzwischen als gesellschaftlich akzeptiert, beleidigt zu sein, statt souverän zu kontern? Dabei erzählt Lanz, wie verblüfft sein Publikum reagiert, wenn er verrät, dass nach hitzigen Sendungen alle noch entspannt zusammensitzen — weil Streit und persönliche Kränkung für Profis zwei völlig verschiedene Dinge sind.
Ausgabe Achtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Eine ungewöhnlich persönliche Folge: Richard David Precht erzählt von seiner Kindheit in einem turbulenten Fünf-Kinder-Haushalt, in dem Wärme knapp und Reibung allgegenwärtig war — und wie er sich als Junge in innere Welten flüchtete, von einem überfüllten Aquarium über obsessive Briefmarken-Ordnungssysteme bis hin zu selbst erfundenen Hörspielen über die normannische Invasion von 1066. Lanz, der selbst in einer stillen Bergkindheit aufwuchs, hört fasziniert zu, wie sein Co-Host beschreibt, dass er sich die Stille erst suchen musste, die für Lanz einfach vor der Haustür lag.
Ausgabe Neunundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Markus Lanz konfrontiert Richard David Precht mit einem seiner eigenen Texte über die Parallelen zwischen Spätmittelalter und Gegenwart — zwischen Heilsversprechen und Untergangsängsten. Precht erzählt, wie er seit seiner Jugend gegen den Geschichtsfatalismus seines Vaters ankämpft, und beide ziehen den Bogen zu Barbara Tuchmans These, dass die Menschheit auf allen Gebieten Fortschritte gemacht hat — nur nicht in der Politik. Am Ende mündet das Gespräch in die Frage, ob die heutigen Messiasse nicht Larry Page, Elon Musk und Mark Zuckerberg heißen.
Ausgabe Achtundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Richard David Precht berichtet von der Konferenzwoche an der Leuphana-Universität Lüneburg, wo er unter anderem mit Hamburgs Kultur- und Mediensenator Carsten Brost über den Zustand der Demokratie diskutierte — Gesamtnote: zwei minus. Während Deutschlands Institutionen im internationalen Vergleich hervorragend funktionieren, sieht Precht beim Bildungssystem und der medialen Selbstkritik erheblichen Nachholbedarf, besonders bei der Aufarbeitung der Corona-Berichterstattung.
Ausgabe Siebenundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Richard David Precht probt mit seinen Studenten der Musikhochschule Hans Eisler Aufführungen zu Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften — für ihn das bedeutendste Werk der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts und seine persönliche Bibel. Er erklärt, warum ihn Musils einzigartige Verbindung von Ingenieurswesen und Philosophie seit dem Studium fasziniert, und liefert eine charmante Kurzanleitung, wie man auf Partys so tun kann, als hätte man den 1.000-Seiten-Roman tatsächlich gelesen.
Ausgabe Sechsundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode dreht sich um die vieldiskutierte Szene vom Parteitag der chinesischen KP im Oktober 2022, als der ehemalige Staatspräsident Hu Jintao aus dem Saal geführt wurde. Anhand der Videoaufnahmen wird minutiös analysiert, wie westliche Medien die Szene interpretierten — von „abgeführt
Ausgabe Fuenfundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode dreht sich um den Hype um Künstliche Intelligenz und ChatGPT, den Lanz und Precht mit historischen Technologie-Revolutionen vergleichen: Edisons Glühbirne brauchte 40 Jahre, bis die Elektrifizierung wirklich durchschlug, und der Neue Markt um 2000 ließ alle an schnellen Reichtum glauben — bis die Blase platzte und das Internet erst danach seine wahre Macht entfaltete. Mit Anekdoten über EMTV, die Haffa-Brüder und Thomas Middelhoffs verpasste Chance mit Jeff Bezos zeichnen sie das Muster nach, das sich bei jeder großen Innovation wiederholt.
Ausgabe Vierundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Zum Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine ziehen Lanz und Precht eine ernüchternde Bilanz: Trotz hunderttausender Toter und Verletzter seien die tatsächlichen Opferzahlen auf beiden Seiten kaum verlässlich — Militärhistoriker Sönke Neitzel zufolge sei selbst die NATO über den Zustand der ukrainischen Armee schlecht informiert. Neben dem 24. Februar rückt ein zweites Schlüsseldatum in den Fokus: der 4. Februar 2022, als Putin und Xi Jinping bei den Olympischen Spielen in Peking ihre grenzenlose Freundschaft besiegelten — ein Moment, dessen Tragweite für den Kriegsverlauf noch immer unterschätzt werde.
Ausgabe Dreiundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Ein Lob auf den Lokaljournalismus: Ausgehend von der Entdeckung des Nordkuriers entspinnt sich ein Gespräch über die überraschende Stärke regionaler Zeitungen und eine neue Generation engagierter Lokaljournalisten. Dann wird es persönlich — ein Artikel im Nordkurier hatte Prechts Schwärmerei über Brandenburg zur angeblichen Geißelung verdreht, woraufhin CDU-Fraktionschef Jan Redmann ihn ungehört als unerträglichen Klugscheißer beschimpfte.