Wir sind dann wohl die Angehörigen
Johann Scheerer · 2018
Johann Scheerer erzählt auf berührende und mitreißende Weise von den 33 Tagen um Ostern 1996, als sich sein Vater Jan Philipp Reemtsma in den Händen von Entführern befand, das Zuhause zu einer polizeilichen Einsatzzentrale wurde und kaum Hoffnung bestand, ihn lebend wiederzusehen. »Es waren zwei Geldübergaben gescheitert und mein Vater vermutlich tot.
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„Die Geschichte, was im Hause Reems mal los war, das kann man dem Buch Wir sind dann wohl die Angehörigen entnehmen, das sein Sohn 20 Jahre später geschrieben hat. Und das Verrückte an diesem Buch ist eben, dass es sowohl ziemlich akribisch, also man denkt sich manchmal hat der Tagebuch geführt, ziemlich akribisch berichtet, was alles genau vorgefallen ist von Tag zu Tag sozusagen.“
Sabine Rückert beschreibt das zweite zentrale Buch der Episode: Johann Scheerer, der Sohn von Jan Philipp Reemtsma, erzählt die Entführung seines Vaters aus der Perspektive eines 13-Jährigen. Rückert betont, dass die 'Umklammerung des Falls durch zwei Bücher' – das des Vaters und das des Sohnes – den Fall so ungewöhnlich und exemplarisch macht. Sie hat Scheerer auch persönlich für das aktuelle Kriminalmagazin interviewt.
„Mich hat das übrigens erinnert, teilweise in dem, der Sohn von Jan Philipps Reemsma hat ja ein Buch nochmal geschrieben, ein zweites, das ist eins über die Entführung. Wir sind dann wohl die Angehörigen, aber noch ein anderes unheimlich nah und da geht es um das Aufwachsen hier in den Hamburger Elbvororten mit dieser dauerhaften Präsenz der Bodyguards.“
Nina Pauer zieht eine Parallele zwischen Harrys Aufwachsen unter ständiger Bewachung und Johann Scheerers Büchern über das Aufwachsen als Sohn des entführten Jan Philipp Reemtsma. Die Omnipräsenz von Bodyguards in der Jugend — wo man frei sein will — verbindet beide Erfahrungen.
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