Buch

Widerstand und Ergebung

Dietrich Bonhoeffer

Bonhoeffers Briefe und Aufzeichnungen sind ein privates Dokument von größter zeitgeschichtlicher Bedeutung. Das Buch enthält die an den Theologen, Freund und späteren Biografen Eberhard Bethge gerichteten Briefe. Nach der Lektüre dieses Buches ist ein Christentum nicht mehr möglich, das sich nicht zu engagieren weiß.

Widerstand und Ergebung

Erwähnungen (4)

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:15:26
„In der christlichen Vorstellung von Segen ist damit nicht immer das Wohlergehen verbunden, sondern du kannst auch Segen im Leiden erleben. Du kannst auch aus dem, wie der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer sagt, dass Gott auch aus dem Schlimmsten Gutes wachsen lassen kann.“

Johanna Haberer vergleicht den alttestamentlichen Segen, der materielles Wohlergehen verheißt, mit dem christlichen Segensverständnis. Sie zitiert Bonhoeffers Überzeugung, dass auch im Leiden Segen erfahren werden kann, und verweist auf seinen Märtyrertod als Beispiel.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:28:39
„Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott. Wer ich auch bin, du kennst mich, dein bin ich, oh Gott. Das schreibt er in Widerstand und Ergebung, das schreibt er im Gefängnis der Nazis 1944.“

Johanna Haberer trägt Bonhoeffers Gedicht «Wer bin ich?» aus dem Buch «Widerstand und Ergebung» vor, das er 1944 im Nazi-Gefängnis schrieb. Sie stellt eine direkte Parallele zu Nawalny her: Beide ringen als Gefangene mit Verzweiflung und finden Kraft in ihrem Glauben, um dem Regime zu widerstehen.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer zitiert daraus bei ⏱ 00:43:51
„Und das würde ich gerne mit einem sehr frommen Text als gutes Wort zum Schluss beenden. Diese ganze Blutorgie, ein Glaubensbekenntnis, das Dietrich Bonhoeffer geschrieben hat, der im Widerstand gegen Hitler sein Leben verloren hat.“

Johanna Haberer schließt die Episode mit einem Glaubensbekenntnis von Dietrich Bonhoeffer ab, das aus seinen Gefängnisbriefen stammt (gesammelt in 'Widerstand und Ergebung'). Sie kontrastiert Bonhoeffers Haltung – Gott könne aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen – mit der gefährlichen deuteronomistischen Geschichtstheologie, die zuvor diskutiert wurde. Bonhoeffer biete eine andere Form von Geschichtstheologie, die auf menschliches Handeln setze.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:36:14
„Der hat einen irren Satz dazu mal geschrieben. Also offensichtlich war das damals schon Thema. Der beginnt mit, es ist klüger, pessimistisch zu sein. Denn dann sind die Enttäuschungen alle vergessen. Optimismus ist bei den Klugen verpönt. Weil Optimismus in seinem Wesen keine Ansicht über eine gegenwärtige Situation ist, sondern eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren.“

Lanz zitiert ausführlich aus Bonhoeffers Gefängnisschriften, um zu zeigen, dass die Spannung zwischen Pessimismus und Optimismus kein neues Phänomen ist. Bonhoeffer, der im KZ Flossenbürg hingerichtet wurde, definierte Optimismus nicht als naive Zuversicht, sondern als Charakterstärke – eine Kraft, die 'die Zukunft niemals dem Gegner überlässt'. Der Werktitel wird nicht explizit genannt, das Zitat stammt aus 'Widerstand und Ergebung'.

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