Two Treatises of Government (Zwei Abhandlungen über die Regierung)

John Locke

Philosophische Abhandlung über die Grundlagen legitimer Herrschaft. Locke argumentiert, dass Menschen unveräußerliche Rechte auf Leben und Freiheit haben und nicht nur das Recht, sondern die Pflicht besitzen, sich gegen Bedrohungen dieser Rechte zu wehren. Das Werk begründet die Legitimitätstheorie moderner Rechtsstaaten und Widerstandsrecht gegen tyrannische Herrscher.

Two Treatises of Government (Zwei Abhandlungen über die Regierung)

Erwähnungen (5)

Alles gesagt?
🗣 Rezo referenziert bei ⏱ 02:25:28
„Also es gab ja, war das John Locke oder so, der von irgendwie dem Lebensrecht und der Lebenspflicht oder irgendwie sowas, also jedenfalls, dass du sozusagen nicht nur das Recht hast, dein Leben zu schützen, sondern die Pflicht hast, wenn jemand dich töten will, dass du dann auch die Pflicht hast, dass du das in irgendeiner Form abwehrst.“

Rezo versucht sich an ein philosophisches Konzept zu erinnern, das er John Locke zuordnet – die Idee, dass man nicht nur das Recht, sondern die Pflicht hat, sein Leben zu verteidigen. Er nutzt diesen Gedanken als Ausgangspunkt für ein Gedankenexperiment über die Legitimität von Widerstand gegen Klimazerstörung: Wenn Kohlekraftwerke nachweislich Hunderte Millionen Menschen bedrohen, hat man dann die Pflicht zum Handeln?

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:10:56
„Ich habe mich ja viel mit John Locke beschäftigt. Bei dem war das letzte Mal die Rede. Also der große Vater des Liberalismus. Und der war dafür, dass Steuern möglichst ganz, ganz gering sein sollten. Und sie waren im England Anfang des 18. Jahrhunderts so bei 2-3%.“

Precht verweist auf seine Beschäftigung mit John Locke und dessen liberale Steuerphilosophie. Lockes Position zu minimalem Staat und geringer Besteuerung ist zentral in seinen 'Two Treatises of Government' (1689) formuliert, die als Gründungstext des Liberalismus gelten.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:37:44
„Und Locke hat Two, Three Ties About Government geschrieben, also Vorstellungen, wie müsste eigentlich eine gute Regierung aussehen, die liberalen Grundsätzen genügt. Und das ist eigentlich immer weiter ausgearbeitet worden und ausgearbeitet und verfeinert.“

Precht zeichnet die Entwicklung des Liberalismus von John Lockes Paläoliberalismus hin zur sozialen Marktwirtschaft nach. Er nennt Lockes Hauptwerk als Grundlagentext, in dem liberale Regierungsprinzipien formuliert werden, betont aber zugleich die Schattenseiten: Locke rechtfertigte Kolonialismus und Sklaverei.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:55:37
„So begründet der große englische Philosoph John Locke die Ungerechtigkeit, die durch das Geld entstanden ist. Er sagt, die Menschen lebten ursprünglich in einem Naturzustand, da hatte jeder das Gleiche und das war auch gerecht so. Und dann musste man, um weiterzukommen, tauschen.“

Precht referiert Lockes Argumentation aus den 'Two Treatises of Government', wonach die Menschen ursprünglich in einem gerechten Naturzustand lebten und das Geld einführten, um das Problem verderblicher Tauschwaren zu lösen. Lanz ergänzt, dass Locke damit die bestehende Ungleichheit im England des späten 17. Jahrhunderts legitimierte — wer heute arm ist, dessen Vorfahren hätten dem Geldvertrag eben zugestimmt.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:20:50
„Wie John Locke damals sagte, ich hatte das ja schon mal in einer anderen Folge zitiert, ihren Boden, die Indianer haben den Boden ja nicht beackert und sich damit gegen Gott versündigt, der ja will, dass man sich die Erde untertan macht.“

Precht erklärt die ideologische Rechtfertigung der amerikanischen Landnahme gegenüber der indigenen Bevölkerung. Er paraphrasiert John Lockes Eigentumstheorie, wonach nur derjenige Anrecht auf Land habe, der es beackere – ein zentrales Argument aus Lockes Second Treatise of Government, das historisch zur Legitimation der Vertreibung der Ureinwohner herangezogen wurde.

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