Tragödien (Tantaliden-Zyklus / Orestie-Stoff)
Euripides
Antike griechische Tragödien über den Fluch des Tantalus und die Orestie: Familientrauma und Schuld, die sich durch Generationen erstrecken – von Tantalus über Agamemnon bis zu Orest. Euripides dramatisiert die transgenerationale Weitergabe von Leid und Mord durch die Sagenfamilie.
Erwähnungen (1)
„Das sieht man auch in den griechischen Tragödien von Euripides oder so, dass da auch riesige Familiengeschichten aufgemacht werden, Tantalus bis zu Orest und diese ganzen Mördergeschichten, die durch die griechischen Sagen gehen. Und dann später eben in den Theaterstücken verarbeitet worden sind.“
Sabine Rückert diskutiert das Konzept des transgenerationalen Traumas – die Idee, dass Schuld und Leid über Generationen weitergegeben werden. Als literarischen Beleg verweist sie auf die griechischen Tragödien, in denen der Familienfluch von Tantalus über Agamemnon bis zu Orest durch die Generationen weitergereicht wird. Die Zuschreibung zu Euripides ist dabei unscharf ("oder so"), der Stoff wurde von mehreren antiken Dramatikern bearbeitet.
Ähnliche Medien
Medea
Euripides
Griechische Tragödie von Euripides über die verlassene Zauberin Medea, die ihre Kinder ermordet, um sich an ihrem untreuen Ehemann Jason zu rächen. Das Meisterwerk thematisiert Liebe, Betrug und die zerstörerische Kraft der Rache. Medea entkommt am Ende übernatürlich in einem Sonnenwagen – ein Symbol ihrer magischen Natur und Überlegenheit über die sterblichen Männer um sie herum.
Iphigenie auf Tauris
Euripides
Euripides' Tragödie über die Tochter Iphigenie, die zur Opferung vorgesehen ist. Das antike Werk behandelt das Motiv der Tochteropferung, das möglicherweise auch in biblischen Texten nachwirkt. Der Podcast diskutiert, ob biblische Autoren die griechische Tragödie kannten und wie dieses klassische Motiv in der Bibel eine eigene, ironische Wendung erfuhr.
Hamlet
William Shakespeare
Regisseur Johann Simons inszeniert Shakespeares Hamlet am Schauspielhaus Bochum mit der Schauspielerin Sandra Hüller in der Hauptrolle. Die Produktion gewinnt durch Hüllers internationale Bekanntheit nach ihrer Oscar-Nominierung zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Inszenierung tourt mittlerweile über Bochum hinaus und bildet einen Schwerpunkt des Regisseurs in der zeitgenössischen Shakespeare-Interpretation.
Terror
Ferdinand von Schirach
Theaterstück von Ferdinand von Schirach über ein ethisches Dilemma: Ein Kampfpilot muss entscheiden, ob er ein von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug abschießen soll, das über ein volles Fußballstadion fliegt. Das Stück verhandelt die moralische Frage von Triage-Entscheidungen und Verantwortung in Krisensituationen.