The Sopranos
David Chase
Der Mafiaboss Tony Soprano aus New Jersey hat mit persönlichen und beruflichen Problemen zu kämpfen, die sich auf seine psychische Verfassung auswirken und ihn dazu bringen, sich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben.
Erwähnungen (11)
„Ich glaube, das ist auf jeden Fall auf diesem Gandolfini-Sopranos-Level, dass da ein Schauspieler und ein Drehbuch und eine geniale Rolle irgendwie zusammengefunden haben.“
Nina Pauer vergleicht die Leistung von Sarah Jessica Parker als Carrie Bradshaw mit James Gandolfinis ikonischer Darstellung in den Sopranos. Beide Serien stehen für sie auf dem gleichen Niveau, was die Verschmelzung von Schauspielkunst und Drehbuch betrifft – ein Vergleich, der Sex and the City künstlerisch aufwertet.
„Es gibt diese ganz wichtige Stelle in dieser, ja, für die Gegenwart so wichtigen Serie Sopranos. Ganz am Anfang, wo Tony Soprano sagt, er hat keine Lust, über seine Gefühle zu reden. Und die Gesellschaft will immer, dass Männer, die haben den Männern erzählt, dass sie über ihre Gefühle reden müssen. And now they won't shut up anymore.“
Lars Weisbrod zitiert eine Szene aus den Sopranos, um das Phänomen des männlichen Laber-Podcasts zu illustrieren. Tony Sopranos Unwillen, über Gefühle zu reden, dient als Ausgangspunkt für die These, dass Männer, einmal zum Reden ermutigt, nicht mehr aufhören – und das Zeitalter der männlichen Laber-Podcasts eingeläutet haben.
„Und ich weiß, du hast die Sopranos nie gesehen. Ja klar, die Sopranos nie gesehen, ja klar. Ist ja eine meiner absoluten Lieblingsserien. Weil die viel mehr ist als so eine Mafia-Serie. Es ist eine Familiengeschichte.“
Olli spricht ausführlich über die Serie als eine der größten Erzählungen im Serienformat und über James Gandolfinis Darstellung des Tony Soprano.
„Ist ja eine meiner absoluten Lieblingsserien. Weil die viel mehr ist als so eine Mafia-Serie. Es ist eine Familiengeschichte. Es ist so viel drin. Es hat eine Tiefe, was daran liegt, dass der David Chase, der die Serie geschrieben hat, schon über 50 war, eine Menge Lebenserfahrung hatte und viel mehr gemacht hat als nur so eine profane Mafia-Serie. Es ist meiner Meinung nach die größte Erzählung, die jemals in einer Serie stattgefunden hat.“
Olli Schulz erzählt von seinem Rom-Besuch und kommt auf James Gandolfini zu sprechen, der dort verstorben ist. Er schwärmt ausführlich von der Serie als weit mehr als eine Mafia-Geschichte – für ihn ist es die größte Erzählung, die je in einer Serie stattgefunden hat. Die Erwähnung führt zu einer längeren persönlichen Geschichte, in der Olli das Restaurant besucht, in dem Gandolfini sein letztes Essen hatte.
„Weil diese erfolgreichen Bücher natürlich auch auf den Tischen der Serienproduzenten des Streaming-Fernsehens landen, die ja nicht mehr so daran interessiert sind, wie früher noch die neuen Sopranos zu machen, sondern jetzt auch gerne Quote, Quote, Quote, Quote haben wollen.“
Lars Weisbrod nutzt die Sopranos als Referenzpunkt für eine vergangene Ära des Qualitätsfernsehens. Er argumentiert, dass Streaming-Produzenten heute weniger an anspruchsvollen Serien wie den Sopranos interessiert sind und stattdessen auf Booktalk-Erfolge als leichteren Zugang zu Quote setzen.
„Also der alte Tony Sopranos Satz, I don't eat where I shit, dass man getrennte Bereiche braucht für unterschiedliche Sensibilitäten und für unterschiedliche körperliche Zustände usw., wird von dieser Maschine und vor allem von ihrem sozialen Gebrauch massiv unterminiert.“
Nina Pauer argumentiert, dass der Personal Computer als gleichzeitiges Arbeits- und Kulturgerät eine der zerstörerischsten Entwicklungen für die Popmusik war. Sie zitiert Tony Sopranos Satz als Metapher dafür, dass man getrennte Sphären für Arbeit und kulturellen Genuss brauche – genau diese Trennung habe der Computer aufgelöst.
„Gerade natürlich auch Sachen wie HBO, Sopranos und ich weiß nicht, was so die ersten Sachen waren, die ich sah, wo ich dachte, oh, The Wire und Breaking Bad und diese ganzen Geschichten.“
Der Sprecher beschreibt den Wandel der Serienlandschaft, der auch für Schauspieler neue Möglichkeiten eröffnete. Die Sopranos werden als eines der HBO-Formate genannt, die das Fernsehen als ernstzunehmende Kunstform etablierten.
„Wie Toni Soprano. Ja, wie Toni. Ey, sehr gutes Bild. Super, Jan. Hast du überhaupt die Sopranos gesehen? Na klar. Geil. Ich hab sogar einen Rewatch versucht in den Ferien, aber hat nicht so ganz geklappt. Ich werd jetzt auch bald einen Rewatch machen. Ich lieb das. Ich hab schon zweimal durchgesehen. Ich liebe die Sopranos.“
Als Olli über seine Erfahrungen mit Psychotherapie spricht – dass er zweimal abgebrochen hat, bevor er den richtigen Therapeuten fand – zieht Jan den Vergleich zu Tony Soprano. Olli greift das begeistert auf und schwärmt von der Serie, die er bereits zweimal komplett gesehen hat und bald erneut schauen will.
„The Wire oder Die Sopranos? Sopranos. Sopranos oder True Detective? Sopranos.“
Die Sopranos gewinnt bei Remnick gleich zwei Duelle im A-oder-B-Spiel – sowohl gegen The Wire als auch gegen True Detective. Die Serie ist offenbar Remnicks absolute Lieblingsserie.
„Und dann gab es diese Serien, die sich damit beschäftigt haben, Breaking Bad, dann so in dem Zeitraum vorher schon die Sopranos. Und auch da ging es irgendwie darum, ob das jetzt Männer, das waren die Männerrollenangebote.“
Die Sopranos werden zusammen mit Breaking Bad als Serien genannt, die sich mit der Krise der Männlichkeit auseinandersetzten. Sie stehen für die Männerrollenangebote einer Ära, in der Hipster und Nerd die dominanten kulturellen Figuren waren.
„Ich wollte auf diese HBO-Serie, David Chase in so Sopranos, zweiteilige Serie über die Arbeit des Machers der Sopranos und über das ganze, der ganze Cast kommt nochmal zu Wort. Reden über James Gandolfini, der vor ungefähr zehn Jahren gestorben ist, der Hauptdarsteller.“
Die Sopranos werden als Referenz erwähnt im Zusammenhang mit einer Doku über die Serie und ihren Macher David Chase. Olli Schulz wollte diese HBO-Doku sehen, konnte aber wegen seiner Sky-Sperre nicht darauf zugreifen.
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