Reportage über Familien von Vermissten in Deutschland
Wolfgang Bauer
In Deutschland verschwinden täglich Menschen spurlos – Wolfgang Bauers Reportage konzentriert sich auf den Fall der 25-jährigen Sabine Sickert aus Eisenach, die vor zehn Wochen verschwand und seitdem kein Lebenszeichen von sich gibt. Das Bundeskriminalamt verwaltet täglich zwischen 5500 und 6100 Vermisste, doch trotz moderner Infrastruktur, Handynetze und Datenbanken fallen Menschen ins Unergründliche. Am Beispiel von Sabines Familie wird deutlich, wie soziale Isolation und familiäre Konflikte – ein Streit mit der Mutter über deren großen Hund, eine kurzfristig aufgegebene Arbeit, eine zerbrochene Beziehung – zum Verschwinden beitragen. Der Artikel offenbart, dass die Gesellschaft und selbst nahestehende Menschen oft nicht aktiv suchen, sondern sich ihrer eigenen Verletzungen und Verstörtheit überlassen bleiben.
Erwähnungen (1)
„Also ich weiß von Angehörigen von Vermissten in Deutschland. Ich hatte mal eine Reportage darüber gemacht, über Familien, die Jahre, manchmal Jahrzehnte lang nach Vermissten Angehörigen suchen und viele von denen sind dann irgendwann zum Wahrsager gegangen.“
Im Gespräch über den Einsatz von Wahrsagern und Parapsychologen bei Kriminalermittlungen erwähnt Wolfgang Bauer beiläufig eine eigene frühere Reportage über Familien, die jahrelang nach vermissten Angehörigen suchen. Er zieht eine Parallele zur russischen Polizei, die offiziell ein parapsychologisches Institut beauftragte.
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