Buch

Politik

Aristoteles

Die Politik (altgriechisch Πολιτικά Politiká „die politischen Dinge“) ist die wichtigste staatsphilosophische Schrift des Aristoteles. Das in acht Bücher aufgeteilte Werk behandelt hauptsächlich verschiedene real existierende und abstrakte Verfassungen. In diesem Werk stellt Aristoteles vier Thesen auf, die „jahrhundertelang widerspruchslos anerkannt“ wurden.

Politik

Erwähnungen (6)

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:47:46
„Aristoteles hat gesagt, wenn die Webschiffe irgendwann sich von alleine bewegen oder wenn sich das Schwert auf dem Amboss des Hephaistos, des Gottes, der Schmiede, von alleine schmiedet, wenn das alles sozusagen, wenn das mal ist, dann brauchte es keine Sklaven mehr in der Gesellschaft, dann bräuchte es keine Unterteilung mehr in Herren und Sklaven. Dann wären alle Menschen gleich und frei.“

Precht greift auf Aristoteles zurück, um zu zeigen, dass der Traum von Automatisierung und Befreiung von harter Arbeit uralt ist. Er paraphrasiert die berühmte Stelle aus Aristoteles' 'Politik', in der dieser argumentiert, dass Sklaven überflüssig wären, wenn Werkzeuge sich von selbst bewegen könnten. Precht nutzt dieses antike Gedankenexperiment, um seine These zu untermauern, dass zunehmende Automatisierung kein Horrorszenario, sondern ein alter Menschheitstraum ist.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:05:17
„Also es geht ganz ursprünglich auf Aristoteles zurück. Da fängt das schon an, wo er die Polis beschreibt und die Teilhabe.“

Im Gespräch über die philosophischen Grundlagen des Freiheitsbegriffs verweist Precht auf Aristoteles als Ursprung der Unterscheidung von Freiheitsbegriffen, insbesondere seine Beschreibung der Polis und der politischen Teilhabe, bevor Kant und Isaiah Berlin diese Konzepte weiterentwickelten.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:15:03
„Vorne auf der ersten Seite ist ein Zitat von Aristoteles, ein wunderschönes Zitat, in dem er sagt, wenn irgendwann Maschinen die ganze menschliche Arbeit leisten, dann braucht es keine Sklaven mehr in dieser Gesellschaft, keine Ausgebeuteten mehr. Man muss sich das vorstellen. Vierten Jahrhundert vor Christus geschrieben.“

Das Aristoteles-Zitat über Maschinen und Sklaven stammt aus dessen 'Politik'. Precht hat es als Motto auf die erste Seite seines Buches 'Freiheit für alle' gestellt und nutzt die Anekdote der empörten Rezensentin, um zu zeigen, wie identitätspolitische Maßstäbe historische Denker pauschal disqualifizieren.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:35:42
„Das Interessante ist, dass sich das natürlich die alten Griechen schon überlegt haben. Aristoteles hat gesagt, die effizienteste Regierungsform ist eine Monarchie, also eine Autokratie, wie China, eine Diktatur. Aber sie ist auch gleichzeitig diejenige, die am ehesten in den Wahnsinn und ins Verbrecherische und so weiter abdriftet.“

Precht greift auf Aristoteles' Analyse der Regierungsformen zurück, um das Dilemma zwischen Effizienz und Stabilität zu illustrieren. Er paraphrasiert die aristotelische These, dass Autokratien zwar am effizientesten, aber auch am instabilsten seien, während Demokratien das Gegenteil darstellten – und wendet dies direkt auf den Vergleich zwischen China und westlichen Demokratien an.

Alles gesagt?
🗣 Herfried Münkler referenziert bei ⏱ 04:10:32
„Das konnte Hegels Rechtsphilosophie sein, das konnte Machiavellis' Diskursi sein, das konnte Aristoteles' Politik sein und so weiter und so weiter.“

Aristoteles' Politik wird als drittes Beispiel für Werke genannt, die Münkler in seinen Seminaren vollständig durcharbeitete. Der Kontext ist seine Klage über den Verlust der Fähigkeit, langen Gedankengängen zu folgen – eine Kompetenz, die er als zentral für politische Urteilsfähigkeit betrachtet.

Alles gesagt?
🗣 Winfried Kretschmann zitiert daraus bei ⏱ 03:27:40
„Er hat noch ein zweites eingeimpft, das ist die Unterscheidung zwischen Mittel und Zweck. Ganz fundamentale Unterscheidung. Wenn ich habe einen Zweck oder ein Ziel und dafür brauche ich Mittel, um es zu erreichen. Das hat der Aristoteles wie kein anderer genial auseinandersortiert. Und das ist ein politischer Denker gewesen.“

Kretschmann führt Aristoteles' Unterscheidung zwischen Mittel und Zweck als zweiten zentralen Grundsatz seiner Politik an. Er kritisiert, dass die Grünen dazu neigen, sich nicht nur auf Ziele, sondern auch auf die Wege dorthin festzulegen — was sie daran hindere, Volkspartei zu sein.

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