Pietà
Michelangelo
Marmorskulptur von Michelangelo (1498-1499), zeigt die trauernde Maria, die ihren toten Sohn Jesus hält. Ein Renaissance-Meisterwerk der Schmerz und tiefe mütterliche Trauer verkörpert. Im Podcast dient es als Vergleich für die erstarnte Trauer einer Mutter beim Prozess um den Mord an ihrem Sohn.
Erwähnungen (1)
„Ich weiß nicht, ob du die berühmte Pietà kennst. Natürlich. Diese wunderbare, trauernde Mutter, die sich über ihren toten Sohn neigt. Und so saß die auch da.“
Sabine Rückert beschreibt die Mutter des Opfers Ümit, die während des Prozesses im Gerichtssaal saß. Sie vergleicht deren Haltung – gebeugt, schwarz gekleidet, mit leerem Blick – mit Michelangelos berühmter Skulptur der trauernden Maria, die ihren toten Sohn hält. Der Vergleich verdeutlicht die tiefe Trauer und Erstarrung der Mutter.
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