Mutter Courage und ihre Kinder
Bertolt Brecht
Bertolt Brechts Klassiker des epischen Theaters zeigt Mutter Courage, die während des Dreißigjährigen Krieges mit ihren Kindern umherzieht und vom Krieg lebt, indem sie die Armeen versorgt. Das Stück ist eine kritische Darstellung einer ambivalenten Figur, die am Krieg verdient, während sie ihre Kinder verliert – eine sozialkritische Meditation über die menschlichen Kosten von Krieg und wirtschaftliche Ausbeutung.
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„Ihr Vater hat Brecht gesehen noch am Theater. Ist das Quatsch oder habe ich das geträumt? Nein, nein, das habe ich gestern erzählt. Er hat Mutter Courage gesehen.“
Wegner erinnert sich, dass Nina Hoss' Vater Brechts Mutter Courage im Theater gesehen hat, und reflektiert über Brechts Idee, auch Arbeiter ins Theater zu bringen.
„Wenn man am Berlin Ensemble arbeitete, wo ja, wie Sie vielleicht wissen, ein Stück 200, 300, 400, 500 Mal gespielt hat, die Mutter Courage, weil immer Käufer kamen, die die Billetts gekauft haben.“
Biermann erwähnt 'Mutter Courage' als Beispiel dafür, wie das Berliner Ensemble Stücke hunderte Male aufführen konnte, was den Schauspielern und Regisseuren die Zeit gab, neue Besetzungen und Inszenierungen auszuprobieren — Kontext für sein Konzept der 'idealen Fehlbesetzung'.
„Also für alle, die nicht dabei waren, es gab Aufregung um die Selbstattribution Oma Courage. Und man sagte halt, als Selbstbezeichnung in Anklang an Brecht ist das natürlich besonders beziehungsreich und große Ärger.“
Jochen Wegner ordnet die Kontroverse um den Titel 'Oma Courage' ein, indem er auf den Bezug zu Brechts Theaterstück hinweist. In Brechts Werk ist Mutter Courage eine ambivalente Figur, die am Krieg verdient – genau diese Konnotation machte die Selbstbezeichnung der Politikerin so kontrovers. Wegner meint allerdings, dass sich der Begriff längst vom Brecht'schen Stoff entkoppelt habe.
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