Krieg und Frieden
Leo Tolstoi
"Ganz Moskau spricht nur von Krieg. Einer meiner beiden Brüder ist schon im Ausland, der andere bei der Garde, welche an die Grenze abmarschiert. Unser teurer Kaiser verläßt Petersburg und ist entschlossen, wie man glaubt, seine kostbare Person den Zufällen des Krieges auszusetzen, um das korsikanische Ungeheuer auszurotten. Dieser Krieg beraubt mich außer meiner Brüder auch einer meinem Herzen nahen Bekanntschaft." (Zitat S.
Erwähnungen (4)
„Ich habe Krieg und Frieden gelesen, weil ich hatte mega Panik. Und ich habe Krieg im Frieden gelesen und es war gerade Fürst André Baukonski, war in der Reserve und am Rande des Schlachtfelds und plötzlich flog eine Kanonenkugel und riss ihm die Hüfte weg und er fiel und sah den Mond.“
Marina Weisband erzählt von dem entscheidenden Moment, in dem sie zum Glauben fand: Am Abend vor ihrer Mathe-Abiprüfung las sie panisch 'Krieg und Frieden'. Die Szene, in der Fürst Andrej verwundet wird und den Mond betrachtet, löste bei ihr eine existenzielle Erkenntnis aus — dass ihr ein Platz in der Welt geschenkt wurde. Das Buch wurde so zum Katalysator ihres Glaubens.
„Und man sieht nie das Ganze. Das sind ja die tollen Schlachtbeschreibungen von Tolstoi in Krieg und Frieden. Dass es so unmöglich ist, das Ganze einer Schlacht zu sehen, war immer der Augenblick ja auch suffizient.“
Im Gespräch über Kleists Schlachtbeobachtung bei Aspern zieht Cammann einen literarischen Vergleich zu Tolstois Schlachtbeschreibungen in 'Krieg und Frieden'. Beide Autoren thematisieren die Unmöglichkeit, eine Schlacht in ihrer Gesamtheit zu erfassen.
„Beim Französischen haben wir das Phänomen des Lars beschreibt natürlich genau so und dokumentiert ist es in den wunderbaren Romanen von Tolstoi, wo die im Salon bei der Konversation vollkommen willkürlich mal Französisch und mal Russisch sprechen.“
Ijoma Mangold vergleicht das heutige Code-Switching zwischen Deutsch und Englisch mit dem historischen Phänomen in Tolstois Romanen, wo die russische Oberschicht im Salon willkürlich zwischen Französisch und Russisch wechselte. Er nutzt Tolstoi als literarischen Beleg dafür, dass das Phänomen der Sprachmischung mit dem kulturellen Hegemon nichts Neues ist.
„System 1 erlaubt uns auch, das fehlende Wort bei Krieg und Frieden einzusetzen oder bei ohne Fleiß kein.“
Sabine Rückert liest aus ihrem Artikel über Intuition und Bauchgefühl vor. Im Abschnitt über Daniel Kahnemanns System-1-Theorie wird Tolstois Romantitel als Beispiel für automatische Wortvervollständigung genannt – das Gehirn ergänzt den Titel intuitiv.
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