Kapital und Ideologie
Thomas Piketty
"WER ÜBER KAPITALISMUS REDEN WILL, KOMMT AN THOMAS PIKETTY NICHT VORBEI." HANDELSBLATT Mit dem Weltbestseller "Das Kapital im 21.Jahrhundert" hat Thomas Piketty eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit geschrieben. Jetzt legt er mit einem gewaltigen Werk nach: Kapital und Ideologie ist eine so noch niemals geschriebene Globalgeschichte der sozialen Ungleichheit und ihrer Ursachen, eine unnachsichtige Kritik der zeitgenössischen Politik und zugleich der kühne Entwurf eines neuen und gerechteren ...
Erwähnungen (3)
„Das Ganze hängt auch zusammen mit Peter Turkins, ich kenne den nicht, Begriff der Elitenüberproduktion, die den intraelitären Wettbewerb verschärft und schließlich Thomas Pikettys Unterscheidung zwischen linken Bremern und rechten Händlern.“
Im Kontext von Hanno Sauers Mail über Luxusmeinungen wird Pikettys berühmte Unterscheidung zwischen der 'Brahmin Left' (linke Akademiker-Elite) und der 'Merchant Right' (rechte Händler-Elite) erwähnt, die aus seinem Werk 'Kapital und Ideologie' stammt.
„Da bin ich auch wieder bei Thomas Piketty, der sagt, wir brauchen einen partizipativen Sozialismus. Betonung auf partizipativ, dass die Ärmeren mehr Möglichkeiten der Gesellschaftsgestaltung eingeräumt.“
Kemper greift Pikettys Konzept des partizipativen Sozialismus auf, um seine eigene Lösung für den Rechtsruck zu untermauern. Er verbindet Pikettys Forderung nach Umverteilung – insbesondere das Sozialerbe von 120.000 Euro für jeden 25-Jährigen, finanziert durch Erbschaftssteuer – mit der These, dass nur mehr Partizipation den Ärmeren eine Zukunftsperspektive gibt und so den Rechten den Nährboden entzieht.
„Und ich glaube, dann war auch für mich noch ein weiteres entscheidendes Buch, war da Thomas Piketty Kapital und Ideologie. Da spricht er explizit von einem partizipativen Sozialismus und baut auch, gerade weil es in diesem Buch dann nicht mehr rein um Wirtschaftsfragen geht, sondern auch um Fragen der Ideologie und da geht er auch viel, viel weiter und viel, viel tiefer auch noch auch in andere Disziplinen rein.“
Martyna Linartas beschreibt dieses Buch als weiteren entscheidenden Baustein ihres Wandels. Sie sieht in Pikettys eigener Entwicklung — vom Kapitalisten 2014 zum Verfechter eines partizipativen Sozialismus 2020 — eine Parallele zu ihrem eigenen intellektuellen Weg und fühlte sich dadurch bestärkt.
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