Ich komme nicht aus der Dunkelheit raus
Annie Ernaux
Annie Ernaux erzählt von ihrer Mutter und dem aussichtslosen Kampf gegen die Alzheimer-Erkrankung, von einer großen Liebe und der Zerstörungskraft des Vergessens. Und sie verewigt so, im Moment ihres Verschwindens, den Menschen, der ihr das Leben geschenkt hat. Die Mutter verliert das Gedächtnis – mehr und mehr scheinen ihr die Familie, die Welt, das Leben abhandenzukommen.
Erwähnungen (1)
„Es handelt sich um die Autorin Annie Ernaux, Nobelpreisträgerin aus Berlin. Und der Titel ist sehr poetisch, sehr hübsch, aber hat etwas Dramatisches zum Inhalt. Ich komme nicht aus der Dunkelheit raus, heißt er. Das Buch ist in Wahrheit schon 1997, jedenfalls in Frankreich, auf Französisch erschienen, wurde jetzt übersetzt von Sonja Fink.“
Das Buch wird als zweite Hauptbesprechung der Episode vorgestellt. Es handelt sich um Aufzeichnungen über die demenzkranke Mutter von Annie Ernaux – ein Protokoll des Sterbens, das durch seine sachliche, unsentimentale Schreibweise besticht. Trotz seines Status als ‚Nebenwerk' wird es als hochinteressant und anrührend empfohlen, besonders wegen der Traumsequenzen und der paradoxen Nähe zwischen Mutter und Tochter.
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