Die Jahre

Annie Ernaux · 2008

Annie Ernaux dokumentiert in ihrem Essay-Roman »Die Jahre« die französische Gesellschaft und Kultur vom Nachkrieg bis zur Gegenwart. Trotz großer biografischer Unterschiede zwischen Autorin und Leser öffnet das Werk eine überraschende Tür zum Verständnis der eigenen Lebensgeschichte. Das Buch verbindet kollektive Zeitgeschichte mit persönlicher Reflexion und wirkt damit universell nachvollziehbar.

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Die Jahre

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Erwähnungen (1)

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🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:41:22
„Also ich hatte manchmal so das Gefühl, ich lese Annie Ernaux fast. Sie ist eben auch, sie erzählt ihre Geschichte, aber ein bisschen ähnlich wie Peter Handke erzählt sie sie so, als ob es auch eine Allerweltsgeschichte sein könnte. Als ob sie die Geschichte einer Klasse erzählt, als ob sie die Geschichte eines Kollektivs.“

Radisch vergleicht Handkes Erzählweise mit Annie Ernaux: Beide schaffen es, eine Individualbiografie zugleich als Kollektivgeschichte einer ganzen Klasse zu erzählen. Soboczynski greift den Vergleich auf und ordnet Handkes Text als frühen Exponenten des autofiktionalen Trends ein, der heute mit Ernaux verbunden wird – nur besser als das Allermeiste, was derzeit erscheine.

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