Ich danke Gott und freue mich
Matthias Claudius
Matthias Claudius' Gedicht „Ich danke Gott, und freue mich" ist ein Danklied, das die Dankbarkeit für einfache Segnungen des Lebens ausdrückt: das Dasein selbst, die Schönheit der Natur (Sonne, Berge, Meere, Sterne) und die menschliche Gesellschaft. Der Sprecher dankt Gott bewusst dafür, nicht zum König oder reichen Mann aufgestiegen zu sein, da Ehre und Wohlstand das Herz verderben und vielen wackereren Menschen zum Nachteil gereicht sind. Während Geld zwar viele Dinge ermöglicht, kann es die wertvollsten Güter—Gesundheit, Schlaf und innerer Frieden—nicht kaufen. Das Gedicht schließt mit dem Vertrauen, dass Gott dem lyrischen Ich täglich das Notwendigste zum Leben schenken wird, wie er es auch den Spatzen auf dem Dach gibt.
Erwähnungen (2)
„Aber ich habe hier ein anderes Gedicht von ihm, das mich auch hier an unsere Kleingläubigen erinnert und an die Lilien und die Vögel unter dem Himmel. Das geht so. Ich danke Gott und freue mich, wie's Kind zur Weihnachtsgabe“
Sabine trägt das vollständige Gedicht vor, das thematisch zur Bergpredigt passt – Dankbarkeit für das Einfache und die Warnung vor den Gefahren von Reichtum und Ehre
„Ich danke Gott und freue mich, wie's Kind zur Weihnachtsgabe, dass ich ich bin und dass ich dich schön menschlich antlitz habe. Dass ich die Sonne, Berg und Meer und Laub und Gras kann sehen und abends unterm Sternenherr im lieben Monde gehen.“
Sabine Rückert trägt dieses Gedicht von Matthias Claudius vollständig vor, weil es thematisch perfekt zur Bergpredigt-Passage über die Lilien auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel passt. Das Gedicht drückt Dankbarkeit für das Einfache aus und die Erkenntnis, dass Reichtum und Ehre das Herz verderben können — genau die Botschaft, die Jesus in der besprochenen Bibelstelle vermittelt.
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