I Am Not a Story
Galen Strawson
Galen Strawsons einflussreicher Essay aus 2015 widerspricht der verbreiteten Annahme, dass Menschen narrative Wesen sein müssen. Der analytische Philosoph und Literaturkritiker argumentiert, dass nicht alle Menschen ihr Leben als zusammenhängende Erzählung verstehen – sein eigenes Denken funktioniert fragmentarischer. Damit setzt er sich gegen therapeutische Praktiken durch, die jedem einreden, er müsse seine Lebensgeschichte erzählen, und zeigt Parallelen zu buddhistischen Konzepten von Gegenwärtigkeit.
Erwähnungen (1)
„Der ist von einem analytischen, interessanterweise von einem analytischen Philosophen und Literaturkritiker, Strawson, heißt der Strawson? Ja, Galen Strawson, ja. 2015 veröffentlicht und der sagt, um Gottes Willen, ich will kein narrativer Mensch sein, im Gegenteil, meine Art, über mein Leben nachzudenken, ist gewissermaßen so vom Fragment kommend.“
Mangold und Pauer diskutieren Strawsons Essay als Gegenstimme zur verbreiteten Annahme, dass Menschen narrative Wesen seien. Strawson argumentiert, dass sein Leben nicht als zusammenhängende Erzählung verstanden werden sollte, sondern als Fragment – und wendet sich damit gegen die therapeutische Praxis, jedem zu sagen, er müsse seine Geschichte erzählen. Pauer findet seinen Ton etwas schattenkämpferisch, erkennt aber die Nähe zu buddhistischen Konzepten des Neuanfangs in jedem Moment.
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