Eine kurze Geschichte der Menschheit
Yuval Noah Harari
Der Millionenseller jetzt aktualisiert und mit neuem Nachwort Vor 100.000 Jahren lebte Homo Sapiens als unbedeutende Spezies in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents. Heute ist der Mensch Herr und Schrecken des Planeten. Wie konnte es dazu kommen? In seiner fulminanten Reise von den Menschenaffen bis zum Cyborg entwirft Yuval Noah Harari mit seinem international gefeierten Bestseller »Sapiens - Eine kurze Geschichte der Menschheit« das große Panorama unserer eigenen Geschichte – ...
Erwähnungen (11)
„Das habe ich auch wieder von Yuval Noah Harari, der beschreibt hier, und das ist jetzt sehr, sehr interessant. Darauf geht Yuval Noah Harari auch ein und beschreibt die Welt des Pharao als eine Welt der Konzerne. Also der Pharao ist ein Konzern, sagt er.“
Sabine Rückert liest eine lange Passage aus dem Buch vor, in der Harari erklärt, wie der Pharao als imaginäres Konstrukt – vergleichbar mit modernen Konzernen – zehntausende Arbeiter organisierte und so Pyramiden und Staudämme ohne moderne Technik errichten konnte. Sie nutzt das Zitat, um die Machtstrukturen im alten Ägypten zu veranschaulichen, die im Exodus-Text als Hintergrund der Sklaverei der Israeliten dienen.
„Wir hatten ja Harari, von dem du ja auch schon geschwärmt hast, auch bei uns im Podcast. Und dessen These ist ja auch, dass wir als Homo Sapiens deshalb plötzlich auch mit Menschenaffen, dass wir uns diese vom Leibe halten, emotional. Weil wir alle tief in uns drin wissen, dass der Homo sapiens vor 5000 Jahren alle anderen niedergemäht hat.“
Im Zusammenhang mit einer gescheiterten ZEIT-Titelgeschichte über Menschenrechte für Menschenaffen erwähnt Christoph Amend Yuval Noah Harari und dessen These über das Verhältnis des Homo sapiens zu anderen Menschenaffen. Harari war offenbar zuvor Gast im Podcast, und seine These wird hier als ergänzende Perspektive zum Thema Mensch-Tier-Verhältnis eingebracht.
„Deswegen ist der Yuval Harari in seinem Buch Eine kurze Geschichte der Menschheit immer so ein Freund der Jäger und Sammler und sagt, eigentlich hatten die es ganz gut, die hatten eine recht abwechslungsreiche Kost.“
Im Gespräch über Ian Morris' Energietheorie und die verschiedenen Gesellschaftsformen verweist Ijoma Mangold auf Hararis Perspektive, dass Jäger und Sammler trotz geringerem Energieumsatz ein angenehmeres Leben mit abwechslungsreicherer Ernährung und mehr Muße hatten als die späteren Ackerbaugesellschaften.
„Also ich würde jetzt zurückgehen, Harari, 6 Millionen Jahre. Stell dir vor, also am allernächsten stehen uns ja, du bist der Zoologe von uns beiden, Schimpansen.“
Lanz referenziert Harari beiläufig, als er die Zeitskala von sechs Millionen Jahren einführt, um über den gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Schimpansen zu sprechen. Die Erwähnung dient als gedanklicher Rahmen für die Diskussion über den Ursprung der Sprache.
„Du hast Yuval Harari und seine kurze Geschichte der Menschheit erwähnt. Und Yuval Harari erzählt ja vor allem die Menschheitsgeschichte als eine immer besserer Koordinationsleistungen von immer größeren Gruppen.“
Wird als thematische Parallele zu Henrich herangezogen – beide beschäftigen sich mit der Frage, wie große menschliche Gruppen koordiniert werden können.
„Also es gibt so eine zumindest lose Familienähnlichkeit zu so Harari oder auch dem von mir geliebten Buch von, nachgelassenen Buch von David Graeber und Wayne Groh, Anfänger in Neue Geschichte der Menschheit.“
Lars Weisbrod ordnet Joseph Henrichs Buch in das Genre der Big History ein und nennt Hararis Sapiens als verwandtes Werk. Später wird Hararis These der Koordination großer Gruppen durch Religion als Anknüpfungspunkt für Henrichs Argumentation herangezogen.
„Von Yuval Harari, ne? Ja, genau. Und den habe ich auch gerade gedacht, der dann das als Evolution oder als Gewinn beschreibt, dass irgendwann die Gruppe so groß wurde“
Hararis These über die Entstehung großer Gemeinschaften durch gemeinsame Ideen wird im Kontext gesellschaftlicher Synchronisierung diskutiert
„Das ist ja der Grundgedanke von Yuval Harari, der sagt, die Entwicklung von Zivilisation läuft immer darüber, dass man eine Narration entwickelt, die in der Lage ist, große Gruppen zu koordinieren. Da spielt diese sogenannte Dunbar's Number, die Dunbar-Zahl, eine große Rolle.“
Ijoma Mangold greift auf Hararis Kernthese zurück, um zu erklären, warum Gesellschaften ein konstruiertes Wir brauchen: Über die Dunbar-Zahl von 150 Personen hinaus funktioniert Vergemeinschaftung nur über gemeinsame Erzählungen — Religionen, Nationen, Mythen. Lars Weisbrod kontert, das sei ein naturalistischer Fehlschluss und Harari verkaufe damit zwar viele Bücher, beschreibe aber nur deskriptiv, warum Leute glauben zusammenzugehören.
„Also das ist auch die These oder die Pointe des Buches, mit dem Yuval Harari seinerzeit berühmt wurde, eine kurze Geschichte der Menschheit, wo er im Grunde auch darauf hinauskommt, auch aus durchaus dietetischen Gründen, warum die Sammlernjäger glücklicher waren als die Menschen in der Sesshaftwerdung.“
Im Gespräch über die Steinstadt-Gesellschaft in Krachts Roman 'R', die als hochentwickelte Jäger-und-Sammler-Kultur ohne Ackerbau lebt, zieht Ijoma Mangold eine Parallele zu Hararis These, dass Jäger und Sammler eine abwechslungsreichere Diät und egalitärere Gesellschaftsformen hatten als sesshafte Ackerbauern.
„Und diese Begrifflichkeit von der großen Erzählung, die kommt ja eigentlich von dem Historiker und Autor, Publizisten Harari. Der hat ja der Religion sozusagen den Zug gesprochen oder die Religion beschrieben als die kulturelle Leistung, die die große integrative Erzählung für Menschen, Gruppen, Völker oder eben auch Menschheiten geleistet haben.“
Johanna Haberer verweist auf Hararis Konzept der 'großen Erzählung', das er auf Religionen anwendet. Sie beschreibt seine ambivalente Haltung: Einerseits habe die biblische Erzählung das Volk Israel zusammengehalten, andererseits plädiere Harari dafür, problematische Teile wie territoriale Ansprüche zu verwerfen. Der genaue Buchtitel wird nicht genannt, aber es handelt sich erkennbar um Hararis Hauptwerk.
„Ich glaube, bei dem Yuval Harari, da wird das irgendwie ganz gut beschrieben mit diesem Landwirtschaft und dann das Einzäunen und Abtrennen von Gebieten.“
Im Gespräch über Konkurrenzdenken und den Drang, sich das Land anderer anzueignen, verweist der Gast auf Hararis Darstellung der Agrarrevolution als Beginn des Mangelgefühls. Matze Hielscher bestätigt die Referenz mit den Worten 'Die Geschichte der Menschheit ist jetzt, glaube ich, drin'. Das Buch dient als intellektueller Bezugspunkt für die These, dass Landbesitz und Einzäunung den Ursprung von Ungleichheit und Angst markieren.
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