Die skeptische Generation
Helmut Schelsky
Der Soziologe Helmut Schelsky prägte den Begriff der „skeptischen Generation" für Menschen, die im Krieg geboren oder unmittelbar danach aufgewachsen sind. Der Artikel untersucht, wie diese Generationserfahrung geprägt wurde durch das Leben in Trümmern und Mangel. Das Konzept hilft zu verstehen, warum viele dieser Generation zunächst skeptisch blieben, bevor sie später durch Bewegungen wie die Frauenbewegung politisch wach wurden.
Erwähnungen (2)
„Und ich glaube, der Soziologe Schelsky hat Ihre Generation, also die Menschen, die im Krieg geboren sind und unmittelbar nach dem Krieg aufgewachsen sind, mal die skeptische Generation genannt. Trifft das zu?“
Christoph Amend bringt Schelskys soziologischen Begriff ins Gespräch, um Puschs Generationserfahrung als 1944 Geborene einzuordnen. Pusch räumt ein, dass der Begriff auf viele ihrer Generation zutreffe, sie selbst aber erst durch die Frauenbewegung politisch wach geworden sei.
„Deine Generation ist ja das, was man früher mal, vor vielen Jahrzehnten, die skeptische Generation genannt hat. Also Menschen, die den Nationalsozialismus eigentlich nicht aktiv miterlebt haben, aber entweder im Krieg, während des Zweiten Weltkriegs geboren wurden oder kurz danach.“
Christoph Amend greift den soziologischen Begriff der 'skeptischen Generation' auf, der auf Helmut Schelskys gleichnamiges Werk von 1957 zurückgeht, um Charles Schumanns Generationszugehörigkeit einzuordnen. Er nutzt den Begriff als Rahmen, um Schumanns Lebensgefühl zwischen Nachkriegszeit und jungem Wirtschaftswunder zu verstehen.
Ähnliche Medien
Die nivellierte Mittelstandsgesellschaft
Helmut Schelsky
Helmut Schelskys Konzept der nivellierten Mittelstandsgesellschaft beschreibt eine Gesellschaftsform, in der die Mittelschicht die breiteste Bevölkerungsschicht bildet. Der Soziologe prägte diesen Begriff in den 1960er Jahren, um die Chancengleichheit und breite Wohlstandsverteilung der deutschen Nachkriegsgesellschaft zu charakterisieren. Das Modell gilt als zentrale Errungenschaft der Sozialdemokratie und prägt bis heute die Debatte über Klassenstruktur und Wohlfahrtsstaat.
Die Bibel
Martin Luther (Übersetzung)
Die Bibel als Klassiker der Weltliteratur und religiöses Fundament – ein Werk, das in westlichen Kulturen ständig zitiert wird, vielen Menschen aber weitgehend unbekannt bleibt. Jan Böhmermann nennt sie als eine seiner größten Wissenslücken und beschreibt das Unbehagen, nicht mitreden zu können, wenn andere Bibelreferenzen einbauen. Eine Anleitung zum Nachschlagen für alle, die ihre Kulturkompetenz erweitern möchten.
Harry Potter
J.K. Rowling
Harry Potter is leaving Privet Drive for the last time. But as he climbs into the sidecar of Hagrid’s motorbike and they take to the skies, he knows Lord Voldemort and the Death Eaters will not be far behind. The protective charm that has kept him safe until now is broken. But the Dark Lord is breathing fear into everything he loves.
Faust
Johann Wolfgang von Goethe
Goethes »Faust. Der Tragödie erster Teil« mit 200 Wort- und Sacherklärungen für ein besseres Textverständnis Goethes »Faust« ist schlichtweg das Menschheitsdrama. Es ist das Drama des nach Erkenntnis strebenden Menschen, der an seine eigenen Grenzen stößt. In seinem Existenzhunger überschreitet Faust diese Grenze und geht einen Pakt mit dem Teufel ein. Goethes Faust-Dichtung ist eines der wort- und motivgewaltigsten Dramen der deutschen Literatur.