Die Schuldfrage
Karl Jaspers
Die Schuldfrage gilt als Jaspers' bedeutendste politische Schrift. Ihre Neuausgabe im Rahmen der Karl-Jaspers-Gesamtausgabe präsentiert den Text letzter Hand erstmals in Verbindung mit der ausführlichen, später gekürzten Einleitung zur Erstausgabe. Komplettiert wird der Band durch einschlägige kleinere Veröffentlichungen: von der vielzitierten «Antwort an Sigrid Undset» (1945) über Jaspers' Interviews zum Eichmann-Prozess 1961 bis zu einem Porträt über Julius Leber (1968), das Jaspers ursprüngli...
Erwähnungen (2)
„Ich meine, es gibt von Jasper die Schuldfrage, ein sehr gutes, kluges Buch zu der Sache, weil er sagt, es gibt die individuelle Schuld. Es gibt natürlich auch die Schuld durch Zulassen, aber es gibt keine Gesamtschuld für ein Volk.“
Im Gespräch über europäische und deutsche Identität kommt Wickert auf die Frage der deutschen Schuld für das Dritte Reich zu sprechen. Er empfiehlt Jaspers' Buch als kluge Differenzierung zwischen individueller Schuld, Schuld durch Zulassen und einer vermeintlichen Gesamtschuld eines Volkes, die Jaspers ablehnt.
„Karl Jaspers, der sich sehr für die Nürnberger Prozesse interessierte, weil er selber schwer an seiner geringen Schuld trug. Jaspers war mit einer Jüdin verheiratet und hätte die Amerikaner zu diesem Zeitpunkt Heidelberg nicht relativ schnell befreit, der Deportationsbefehl lag schon vor.“
Precht schildert ausführlich Jaspers' persönliche Geschichte – die Ehe mit einer Jüdin, die knappe Rettung vor der Deportation, die Zyankali-Kapsel – und seine philosophische Auseinandersetzung mit individueller versus kollektiver Schuld. Jaspers' zentrale These, dass Kollektivschuld dazu dient, individuelle Schuld zu verdecken, wird zum Kernargument der Diskussion. Obwohl der Titel nicht explizit genannt wird, referiert Precht hier klar Jaspers' Hauptwerk zur Schuldfrage.
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