Die neue Unübersichtlichkeit
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In den zeitdiagnostischen Beiträgen und Interviews dieses Sammelbandes, dessen Titel rasch zu einem geflügelten Wort avancierte, nimmt Jürgen Habermas Stellung zu aktuellen Fragen, angefangen mit dem Vordringen des Neokonservatismus im geistigen und politischen Leben der USA und der Bundesrepublik, über die Krise des Wohlfahrtsstaates und der Erschöpfung utopischer Energien bis hin zum gegenwärtigen intellektuellen Klima in der Bundesrepublik.Der Band, der kurz nach seinem Erscheinen mit dem Ges...
Erwähnungen (2)
„Um das Habermas Wort zu nehmen, eine neue Unübersichtlichkeit findet heute bei Kriegen statt.“
Richard David Precht nutzt Habermas' berühmten Begriff, um die zunehmend unübersichtliche Lage moderner Kriegsführung zu beschreiben – asymmetrische Kriege, Bürgerkriege, hybride Konflikte, Terrorismus und Geheimdienstoperationen, die sich nicht mehr in klassische Kategorien einordnen lassen.
„Also bei mir war, glaube ich, ganz früh so ein Buch von ihm, das hieß Die neue Unübersichtlichkeit und 85 erschienen eigentlich.“
Radisch nennt das Buch als ihr persönliches Habermas-Schlüsselwerk. Beckers und Radisch diskutieren dann ausführlich die darin enthaltene Diagnose, dass in den 80er Jahren die 'utopischen Energien' aufgebraucht wurden und die Welt zu komplex geworden sei für große Visionen – eine These, die sie als heute aktueller denn je bewerten.
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