Der Mythos des Sisyphos
Albert Camus
Camus greift den Mythos der Sisyphos auf, der von den Göttern dazu verdammt wurde, unablässig einen Felsblock einen Berg hinaufzurollen, nur um ihn immer wieder hinabstürzen zu sehen.
Erwähnungen (12)
„Camus' Frage, Selbstmord ja oder nein, ist die einzige Frage, über die es sich zu streiten lohnt. Alles andere sind Nebensächlichkeiten. Selbstmord ja oder nein, ist die Frage nach dem Sinn des Lebens und die beantwortet die Politik nicht.“
Sabine Rückert liest aus dem Politischen Fragebogen von Norbert Blüm vor, der auf die Frage nach unlösbaren politischen Problemen Camus' berühmte Eröffnungsfrage aus 'Der Mythos des Sisyphos' zitiert – ob das Leben es wert sei, gelebt zu werden.
„Sie kennen das mit Sisyphus, das war ein Zitat, das ich gerade gemacht habe. Man muss sich Sisyphus als glücklichen Menschen vorstellen.“
Ganz am Ende des Gesprächs, auf die Frage, ob er glücklich sei, antwortet Habeck mit Ja und zitiert dann Camus' berühmten Schlusssatz aus 'Der Mythos des Sisyphos'. Die Anspielung verdichtet Habecks Selbstbild als Politiker, der trotz der Sisyphusarbeit im Amt Erfüllung darin findet – ein bewusst literarischer Schlussakkord des Abends.
„Der beschreibt ja in seinem großen Essay über Sisyphus, den Mythos des Sisyphus, da schreibt er über die Weisheit“
Camus' philosophischer Essay wird als Parallele zum nihilistischen Grundton des Kohelet herangezogen, um die Absurdität der Existenz zu illustrieren
„Es geht immer wieder auch um diese Sisyphus-Arbeit, aber eben, wie Albert Camus sagt, man muss sich Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen. Wenn man sich ganz mit Inbrunst hineinbegibt in das Abziehen der Pilzhaut, dann kann man glücklich werden.“
Mangold verknüpft die monotone Pilzschälarbeit in The Bear mit Camus' berühmtem Schlusssatz aus 'Der Mythos des Sisyphos'. Die Szene wird als Illustration gelesen, dass repetitive Arbeit durch Hingabe und Fokussierung zur Erfüllung führen kann.
„Homo Faber oder der Mythos des Sisyphus? Der Mythos des Sisyphus.“
Im Schnellfragerunde-Spiel 'A oder B' wählt Robert Habeck den Mythos des Sisyphus von Camus gegenüber Homo Faber. Die Wahl deutet auf seine philosophische Prägung hin, die er auch an anderer Stelle im Gespräch betont.
„Camus hat immer gesagt, er kennt niemanden, der ins Meer geschwommen ist, weil er tot sein wollte. Weiß ich nicht. Aber schwimmen würde ich nicht.“
Charles Schumann spricht über das Lebensende und den Tod. Er zitiert eine Camus zugeschriebene Aussage über den Suizid durch Ertrinken, die auf dessen philosophisches Hauptwerk über den Selbstmord verweist. Schumann reflektiert dabei über seinen eigenen Umgang mit dem Älterwerden.
„Der Sisyphus von Camus ja auch erschienen ist. Ja, das ist genau die Zeit. Also das spielt natürlich alles rein. Und er sagt ein bisschen, wie Camus eben auch sagt, einen falschen Trost lassen wir uns aber nicht andrehen.“
Radisch vergleicht Dagermans existenzialistisches Denken mit Camus' 'Mythos des Sisyphos', der zur gleichen Zeit entstand und ähnliche Fragen der Absurdität und des Trostes aufwirft.
„Anfang der 50er Jahre, das ist ja auch die Zeit, in der die Existenzialisten von der Bodenlosigkeit der Existenz, also das ist die Zeit, in der der Sisyphus von Camus ja auch erschienen ist. Ja, das ist genau die Zeit.“
Camus' philosophisches Hauptwerk wird als zeitliche und geistige Parallele zu Dagermans Essay herangezogen. Beide Autoren teilen die Haltung, sich keinen falschen Trost andrehen zu lassen und die Ungeborgenheit der Existenz lieber auszuhalten.
„Da bin ich wieder bei Süsselfoss. Es kann sein, dass ich es nicht war, wo der Stein oben war. Aber ich breche doch die Kette nicht ab. Ich bin doch nicht der, der jetzt sich zurückzieht oder zu den Kulturpessimisten wird.“
Friedman greift das Sisyphos-Bild auf, um seine unermüdliche Haltung im Kampf für die Demokratie zu beschreiben. Auch wenn der Stein nicht oben bleibt – etwa bei einem möglichen AfD-Ministerpräsidenten –, weigert er sich, die Kette des Engagements abzubrechen. Das 'Trotzdem' wird zum Leitmotiv seiner Biografie.
„Wir haben es mit einem Kern in der Bibel zu tun, der absurd ist. Das ist fast wie bei Albert Camus.“
Sabine Rückert beschreibt den Kern des Neuen Testaments als absurd – ein unsichtbarer Gott, der seinen Sohn ermorden lässt – und vergleicht diese Absurdität mit Camus. Der Verweis auf Camus' Absurditätsphilosophie ist implizit; ein konkretes Werk wird nicht genannt, aber die Assoziation mit seinem philosophischen Hauptwerk liegt nahe.
„Also auch diese Portalsfigur des absurden Lebensgefühls, also der Sisyphus bei Camus, Mythos des Sisyphus. Da heißt es ja am Ende auch mal, wir müssen uns ihn als glücklichen Menschen vorstellen.“
Iris zitiert Camus' berühmten Schlusssatz, um ihre These zu untermauern, dass die existenzialistische Distanz zum Leben kein Unglückszustand sei. Sie widerspricht damit Adams Einschätzung, der das Neben-dem-Leben-Stehen als etwas Negatives empfindet.
„Sisyphos. Das ist der Sisyphos. Er ist eben, wie Camus sagt, wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen. Und genau so, das ist alles, das ist die Konditio Humana.“
Markus Gabriel greift Camus' berühmten Schlusssatz aus 'Der Mythos des Sisyphos' auf, um seine eigene Haltung zum nie endenden Arbeitspensum zu beschreiben. Trotz der Illusion, jemals fertig zu werden, müsse man 'brutal trotzdem weitermachen' – genau wie Sisyphos seinen Stein.
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