Defekte Debatten
Julia Reuschenbach, Korbinian Frenzel
Ein wissenschaftlich fundierter, praxiserfahrener Debattenbeitrag über den Zustand der Debatte, ein Buch das Alarm schlägt, das die Feinde und Gefahren für Demokratie, Meinungsbildung und Zusammenleben benennt und konkrete Verbesserungsvorschläge unterbreitet, damit wir endlich wieder besser streiten. Zu laut, zu viel, zu dumm, niemand hört mehr zu, niemand ist mehr beweglich oder offen oder im Geringsten wohlwollend.
Erwähnungen (1)
„Ich habe neulich einen Aufsatz gelesen von Julia Reuschenbach und Korbinian Frenzel unter der Überschrift defekte Debatten. Da haben die Vorschläge gemacht, zehn konkrete Vorschläge für einen neuen Umgang beispielsweise mit politischen Umfragen.“
Lanz zieht den Aufsatz als Beleg dafür heran, dass die Sonntagsfrage und ständige Wahlumfragen die politische Debatte verengen. Die Autoren schlagen vor, kurz vor Wahlen keine Umfragen mehr zu veröffentlichen, um taktisches Wählerverhalten und die Boulevardisierung der Politik einzudämmen. Precht stimmt begeistert zu.
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A Room of One's Own
Virginia Woolf
"But, you may say, we asked you to speak about women and fiction—what has that got to do with a room of one's own? I will try to explain." So begins what is widely regarded as the foundation text of feminist literary criticism, Virginia Woolf's A Room of One's Own. Probably Woolf's most readable and entertaining book, it was based on papers delivered at Newnham and Girton Colleges—the two women's colleges at Cambridge University.
Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation
Ernst-Wolfgang Böckenförde
Böckenfördes klassisches Werk zur Säkularisation des Staates analysiert die Paradoxie, dass der freiheitliche Rechtsstaat auf Werte angewiesen ist, die er selbst nicht erzwingen kann. Das berühmte Böckenförde-Diktum verdeutlicht, warum Demokratie auf kulturellen und moralischen Grundlagen beruht, die außerhalb ihrer eigenen institutionellen Reichweite liegen und daher besonders schutzbedürftig sind.
Zum ewigen Frieden
Immanuel Kant
Kant wendet seine Moralphilosophie auf die Politik an, um sich der Frage zu nähern, wie dauerhafter Frieden zwischen den Nationen möglich sein kann. Die Vernunft müsste als nicht-interessenbasierte Handlungsmaxime über allem stehen. Kant sieht im Frieden keinen natürlichen Zustand des Menschengeschlechts, folglich muss er immer wieder neu angestrebt und erhalten werden. Ein globales Interesse, welchem alle anderen Interessen nachzustehen haben. Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)