Das Recht des Opfers auf die Bestrafung des Täters – als Problem
Jan Philipp Reemtsma
Dead Man Walking – Sein letzter Gang ist ein US-amerikanisch-britischer Spielfilm aus dem Jahr 1995, der sich mit dem Thema Todesstrafe auseinandersetzt. Das mit einem Budget von elf Millionen US-Dollar unter Regie von Tim Robbins entstandene Drama kam am 11. April 1996 in deutsche Kinos. Der Film basiert auf authentischen Begebenheiten, die die Ordensschwester Helen Prejean in ihrem Buch Dead Man Walking – Sein letzter Gang schildert.
Erwähnungen (1)
„Jan Philipp Reemsma hat tatsächlich jeden Prozestag verfolgt und es gibt von ihm einen Aufsatz, der heißt, das Recht des Opfers auf die Bestrafung des Täters, Gedankenstrich, als Problem.“
Andreas Sentker erwähnt diesen Aufsatz im Zusammenhang mit Reemtsmas Haltung zum Strafprozess gegen Thomas Drach. Rückert erläutert daraufhin, wie Reemtsma sich mit dem Thema Rache auseinandersetzte und warum er den Strafprozess als notwendig für die ‚Resozialisierung des Opfers' betrachtete – nicht als Rache, sondern als gesellschaftliche Anerkennung, dass ihm Unrecht geschehen ist.
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