Das Deutsche Krokodil
Ijoma Mangold
Ijoma Alexander Mangold lautet sein vollständiger Name; er hat dunkle Haut, dunkle Locken. In den siebziger Jahren wächst er in Heidelberg auf. Seine Mutter stammt aus Schlesien, sein Vater ist aus Nigeria nach Deutschland gekommen, um sich zum Facharzt für Kinderchirurgie ausbilden zu lassen. Weil es so verabredet war, geht er nach kurzer Zeit nach Afrika zurück und gründet dort eine neue Familie. Erst zweiundzwanzig Jahre später meldet er sich wieder und bringt Unruhe in die Verhältnisse.
Erwähnungen (5)
„Um dein Buch zu zitieren, ich lese gerade Ijeomas Buch, deswegen muss ich das zwischendurch leider immer einwerfen, weil ich die Sätze im Kopf habe. Du sagst an einer Stelle mal darüber, wenn man sich selber Misogynen nennen würde, dann wäre man zumindest was sehr Verqueres und Seltsames.“
Lars Weisbrod erwähnt, dass er gerade Ijoma Mangolds Buch liest und zitiert daraus eine Passage über die sprachlogische Unmöglichkeit, sich selbst bestimmte Vorwürfe zuzuschreiben. Das Buch wird nicht beim Titel genannt, sondern nur als 'Ijeomas Buch' referenziert. Es dient als intellektueller Bezugspunkt im Gespräch über Cancel Culture und Selbstbezeichnungen.
„ich hatte mal auch schon wieder vier, fünf Jahre her ein Memoir geschrieben, das Deutsche Krokodil. Und da habe ich mich mit dieser Frage der Verdrängung, des Verdrängten und des Traumas auch auseinandergesetzt“
Mangold liest eine längere Passage aus seinem eigenen Memoir vor, in der er den Trauma-Begriff und die Sehnsucht nach Unversehrtheit kritisch hinterfragt
„Nein, blöd, in deinem ganzen Buch, in deiner ganzen Biografie. Nein, ja hier im Podcast nicht so, aber deine Biografie handelt ja nur von dir und deiner Familie.“
Im Gespräch über die Ethik autobiografischen Schreibens wendet Weisbrod die Frage direkt an Mangold: Dessen Biografie handle ja nur von ihm und seiner Familie. Der implizit gemeinte Titel ist Mangolds autobiografisches Buch, in dem er seine Kindheit und Familiengeschichte verarbeitet.
„Ich war vor zwei Wochen zu einer Lesung in einem ganz süßen kleinen Städtchen Bad Hersfeld eingeladen. Und da ging es um das deutsche Krokodil. Es war eine schöne Veranstaltung, weil dieses ganze Bad Hersfeld dieses Buch gelesen hat.“
Mangold erzählt eine Anekdote von einer Lesung seines eigenen Buches in Bad Hersfeld, bei der er am Ende spontan fürs Streiten warb und überraschenden Zustimmungsapplaus erhielt — als Beleg dafür, wie groß der Wunsch nach besserer Streitkultur in der Bevölkerung ist.
„Ich war mit acht oder neun Jahren im Deutschen Krokodil, habe ich die Szene auch beschrieben, weil sie mir so nachdrücklich sich in die Erinnerung eingebrannt hat.“
Mangold verweist auf seine eigene Autobiografie, in der er eine Kindheitserinnerung an eine Sturmflut auf Langeneß beschrieben hat. Die Anekdote dient ihm als persönlicher Zugang zum Film 'Jonan', der ebenfalls auf der Hallig spielt.
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