CV of Failures
Johannes Haushofer
Johannes Haushofer, Wirtschaftsprofessor in Princeton, veröffentlichte seinen "CV of Failures" – einen Lebenslauf seiner Misserfolge. Der Artikel zeigt die Paradoxie auf: Nur jemand in einer privilegierten Position kann es sich leisten, öffentlich zu scheitern, während echte Misserfolge für andere existenzielle Folgen haben.
Erwähnungen (1)
„Irgendein Wirtschaftswissenschaftler, Johannes Haushofer heißt er glaube ich, hat irgendwann gesagt, ich mache das jetzt mal schonungslos ehrlich und veröffentliche einen CV of Failures, also einen Lebenslauf, in dem alles erwähnt ist, woran ich gescheitert bin. Aber natürlich ist das auch ein Kontersignal, denn in Wirklichkeit war der gute Mann Wirtschaftsprofessor in Princeton.“
Hanno Sauer verwendet Haushofers viral gegangenen Lebenslauf des Scheiterns als Paradebeispiel für Kontersignale und Stigma-Bragging. Er argumentiert, dass sich nur jemand mit einer so komfortablen Position wie ein Princeton-Professor leisten kann, öffentlich über Misserfolge zu sprechen – wer wirklich gescheitert ist, könnte sich diese Schwäche nicht eingestehen.
Ähnliche Medien
A Room of One's Own
Virginia Woolf
"But, you may say, we asked you to speak about women and fiction—what has that got to do with a room of one's own? I will try to explain." So begins what is widely regarded as the foundation text of feminist literary criticism, Virginia Woolf's A Room of One's Own. Probably Woolf's most readable and entertaining book, it was based on papers delivered at Newnham and Girton Colleges—the two women's colleges at Cambridge University.
Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation
Ernst-Wolfgang Böckenförde
Böckenfördes klassisches Werk zur Säkularisation des Staates analysiert die Paradoxie, dass der freiheitliche Rechtsstaat auf Werte angewiesen ist, die er selbst nicht erzwingen kann. Das berühmte Böckenförde-Diktum verdeutlicht, warum Demokratie auf kulturellen und moralischen Grundlagen beruht, die außerhalb ihrer eigenen institutionellen Reichweite liegen und daher besonders schutzbedürftig sind.
Zum ewigen Frieden
Immanuel Kant
Kant wendet seine Moralphilosophie auf die Politik an, um sich der Frage zu nähern, wie dauerhafter Frieden zwischen den Nationen möglich sein kann. Die Vernunft müsste als nicht-interessenbasierte Handlungsmaxime über allem stehen. Kant sieht im Frieden keinen natürlichen Zustand des Menschengeschlechts, folglich muss er immer wieder neu angestrebt und erhalten werden. Ein globales Interesse, welchem alle anderen Interessen nachzustehen haben. Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)
Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn
Friedrich Nietzsche
"In irgend einem abgelegenen Winkel des Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der "Weltgeschichte": aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mußten sterben.