Confessiones (Bekenntnisse)
Augustinus von Hippo
In "Die Bekenntnisse" (Confessiones) gewährt Aurelius Augustinus einen tiefen Einblick in seine spirituelle und intellektuelle Reise. Der literarische Stil ist autobiografisch und zugleich philosophisch, geprägt von einer bewegenden Rhetorik, die theologische Gedanken und persönliche Reflexionen vereint. Augustinus schildert seine Suche nach Wahrheit und Sinn, begonnen in einer von Sinnlichkeit geprägten Jugend und mündend in eine radikale Bekehrung zum Christentum.
Erwähnungen (4)
„Augustinus, Kirchenvater im 5. Jahrhundert, ein Muttersöhnchen, dessen Mutter Monika ist gestorben, noch auf italienischem Boden, auf dem Rückweg nach Afrika. Und dort hat sie dann den Satz niederlegen lassen, begrabt meinem Leib, wo ich will, ich werde euch wiedersehen und euch wieder begegnen, irgendwo ich werde euch finden.“
Johanna Haberer erzählt die Geschichte von Augustinus' Mutter Monika, die aus den Bekenntnissen stammt, um zu zeigen, dass schon in der christlichen Tradition die Fixierung auf ein bestimmtes Grab relativiert wurde. Persönliche Verbindung: Ihre eigene Mutter habe genau diesen Satz auf ihre Todesanzeige schreiben lassen.
„Ich meine, der Augustinus hat ja das Böse am Menschen zu erblicken geglaubt, als er Zwillinge beobachtete, wie der eine Zwilling an der Brust der Mutter hing und der andere zuschauen musste. Und dieser böse Blick, den dieses Baby hatte, da sagt er, das muss irgend so was Böses an Eifersucht und Neid, das muss in uns wohnen.“
Johanna Haberer greift Augustinus' berühmte Beobachtung aus den Bekenntnissen auf, in der er die Erbsünde an der Eifersucht eines Säuglings festmacht. Sie nutzt die Stelle als Gegenfolie zur These der 'ersten Natur' aus dem Tagebuch der Menschheit: Was Augustinus als Beweis für das Böse im Menschen deutet, lässt sich auch positiv als angeborener Gerechtigkeitssinn lesen.
„Diese Autobiografie, die Confessiones heißt es, also die Bekenntnisse des Augustinus, die sind ein einziges Gebet.“
Johanna ordnet das zuvor vorgelesene Augustinus-Gebet als Teil seiner Autobiografie ein, die als erstes Werk der Selbsterzählung gilt
„In diesem Moment kommt dieser berühmte Bekehrungsmoment von Augustinus. Ein Engel erscheint ihm und sagt, nimm und lies. Und damit ist die Bibel gemeint und er schlägt die Bibel auf.“
Mangold erzählt die berühmte Bekehrungsszene des Augustinus nach — die 'Tolle lege'-Episode, die in den Confessiones geschildert wird. Er referiert sie im Kontext des ZDF-Films, aber die Geschichte selbst stammt aus Augustinus' autobiographischem Hauptwerk.
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