SZ-Podcast Das Thema 13.01.2025 Sudan: Reise in eine menschengemachte Katastrophe - Politik
Bericht über den Sudan
Anne Perras
Seit fast zwei Jahren herrscht im Sudan ein blutiger Machtkampf zwischen General Abdel-Fattah al-Burhan und der Miliz RSF unter Mohamed Hamdan Daglo, die in einem festgefahrenen Patt ein großes Leid anrichten. Menschenrechtsorganisationen werfen beiden Seiten ethnische Vertreibungen und Massenvergewaltigungen vor, während der Konflikt das Land in eine humanitäre Katastrophe gestürzt hat: Zehntausende sind getötet, über elf Millionen sind vertrieben, und etwa 25 Millionen Sudanesen hungern. Der ehemalige SZ-Afrika-Korrespondent Arne Perras bereiste Ende 2024 die schwer zugänglichen Nubaberge und dokumentiert dort die Arbeit von Hilfsorganisationen wie Cap Anamur, die angesichts der Blockaden und Gewalt mit enormen Herausforderungen kämpfen.
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„Und diese ganze Brutalisierung im Sudan hinzunehmen, das jetzt einfach so passieren zu lassen, bedeutet, so schreibt es auch Anne Perras, dass diese Todeszonen weiter wachsen werden. Und das hat dann ganz schnell auch was mit uns zu tun.“
Lanz zitiert die Journalistin Anne Perras (Süddeutsche Zeitung), die über die wachsenden 'Todeszonen' im Sudan und deren Auswirkungen auf Europa schreibt – insbesondere neue Fluchtbewegungen. Die Referenz dient als journalistische Bekräftigung der These, dass Europas Wegschauen beim Sudan-Krieg langfristig auch europäische Konsequenzen haben wird.
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