Barmer Theologische Erklärung
Karl Barth
Die Barmer Theologische Erklärung ist ein Bekenntnisdokument der Bekennenden Kirche von 1934, in dem Theologen wie Karl Barth und Dietrich Bonhoeffer gegen die nationalsozialistische Gleichschaltung der Kirche Stellung bezogen. Sie formuliert theologische Positionen, die sich dem Nationalsozialismus widersetzten und bewahrt damit ein Beispiel für kirchlichen Widerstand gegen totalitäre Ideologie. Das Dokument zeigt, wie eine Minderheit in verdichteter theologischer Form Position gegen den zeitgenössischen Mainstream verteidigt hat.
Erwähnungen (1)
„Und dann Leute wie Dietrich Bonhoeffer oder Karl Barth dann die sogenannte bekennende Kirche gebildet haben. Dieser kleine Rest, der an dem, was sie für wahrerkannt haben und den Verrat der Anpassung an die nationalsozialistische Ideologie dann gegeißelt haben, zum Beispiel in den Barmer Erklärungen.“
Johanna Haberer zieht eine historische Parallele zwischen dem Widerstand der Makkabäer gegen die hellenistische Vereinnahmung und dem Widerstand der Bekennenden Kirche gegen die nationalsozialistische Gleichschaltung. Die Barmer Erklärung wird als Beispiel für verdichtete Theologie im Widerstand genannt – ein konkretes Dokument, in dem ein kleiner Rest gegen den Mainstream Position bezog.
Ähnliche Medien
A Room of One's Own
Virginia Woolf
"But, you may say, we asked you to speak about women and fiction—what has that got to do with a room of one's own? I will try to explain." So begins what is widely regarded as the foundation text of feminist literary criticism, Virginia Woolf's A Room of One's Own. Probably Woolf's most readable and entertaining book, it was based on papers delivered at Newnham and Girton Colleges—the two women's colleges at Cambridge University.
Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation
Ernst-Wolfgang Böckenförde
Böckenfördes klassisches Werk zur Säkularisation des Staates analysiert die Paradoxie, dass der freiheitliche Rechtsstaat auf Werte angewiesen ist, die er selbst nicht erzwingen kann. Das berühmte Böckenförde-Diktum verdeutlicht, warum Demokratie auf kulturellen und moralischen Grundlagen beruht, die außerhalb ihrer eigenen institutionellen Reichweite liegen und daher besonders schutzbedürftig sind.
Zum ewigen Frieden
Immanuel Kant
Kant wendet seine Moralphilosophie auf die Politik an, um sich der Frage zu nähern, wie dauerhafter Frieden zwischen den Nationen möglich sein kann. Die Vernunft müsste als nicht-interessenbasierte Handlungsmaxime über allem stehen. Kant sieht im Frieden keinen natürlichen Zustand des Menschengeschlechts, folglich muss er immer wieder neu angestrebt und erhalten werden. Ein globales Interesse, welchem alle anderen Interessen nachzustehen haben. Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)
Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn
Friedrich Nietzsche
"In irgend einem abgelegenen Winkel des Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der "Weltgeschichte": aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mußten sterben.