Arabella
Arabella Kiesbauer
Die tschechische Märchenserie Arabela ist ein Klassiker der europäischen Kinderkultur, deren Name im Podcast zu einer humorvollen Verwechslung führte. Die Erwähnung wurde zunächst mit Arabella Kiesbauers Talkshow assoziiert, worauf sich schnell ein Missverständnis aufklärte. Diese Episode veranschaulicht anschaulich, wie unterschiedliche Generationen völlig verschiedene kulturelle Referenzen haben, auch wenn der Name zunächst identisch wirkt.
Erwähnungen (5)
„Viele Leute nennen ja auch Arabella Kiesbauer. Die hatte ja ganz lange eine Talk-Sendung. Die hat jetzt nicht so viel für mich persönlich gemacht, muss ich sagen. Aber ich habe sie oft gesehen und das macht wahrscheinlich auch schon einen Unterschied.“
Alice Hasters spricht über schwarze Vorbilder und Repräsentation im deutschen Fernsehen. Sie nennt verschiedene schwarze Moderatorinnen, die für sie als Kind sichtbar waren, darunter Arabella Kiesbauer mit ihrer langjährigen Talkshow.
„Ja. Aber man muss vielleicht den Nachgeborenen erklären, die Daily Talkshow, die Arabella Kiesbauer Talkshow der 90er Jahre, da waren irgendwelche Leute. Also es war jetzt nicht, dass man gesagt hat, das ist ein Journalist, der kennt sich mit dem aus oder ein Semi-Promi oder so. Keine Expertise.“
Ijoma Mangold und Nina Pauer diskutieren ausführlich die Nachmittags-Talkshows der 90er als kulturelles Phänomen. Arabella Kiesbauer wird als Paradebeispiel herangezogen: Menschen ohne Expertise diskutierten lebensweltliche Themen rein meinungsbasiert – für Mangold eine direkte Vorstufe der heutigen Twitter-Diskussionskultur.
„Das beginnt so irgendwie in unserer Jugend, meine etwas früher, da beginnt es so mit Arabella Kiesbauer und Bärbel Schäfer, wo man zum ersten Mal dann eben sehr gerne, man nannte das damals ja auch das Unterschichtsfernsehen.“
Ijoma Mangold zeichnet die Geschichte des Trash-TV nach und nennt die 90er-Jahre-Talkshows als Ursprung des Genres, das sich über die Castingshows bis hin zu Queer Eye weiterentwickelt hat.
„Mir kommt TikTok und TikTok-Trends wirklich vor, als sei das einfach nur so ein Wiederaufguss von so alten Arabella Kiesbauer Daily Talkshows von Ende der 90er, wo auch gesagt wird, Muttersöhnchen, wer liebt seine Mutter am meisten? Und dann wurde so sinnlos darüber gestritten und geschimpft.“
Lars Weisbrod vergleicht den TikTok-Trend 'Boymom', bei dem Mütter ihre besondere Liebe zu ihren Söhnen feiern, mit den Daily Talkshows der 90er-Jahre. Er sieht in den oberflächlichen TikTok-Debatten eine Wiederholung der damaligen Talkshow-Konflikte.
„Das kenne ich nicht. Ich habe Arabella Kiesbauer sofort gedacht.“
Als Jagoda Marinić die tschechische Märchenserie Arabela erwähnt, denkt Matze Hielscher sofort an die Nachmittags-Talkshow von Arabella Kiesbauer. Jagoda verneint sofort – sie meinte die Märchenserie, nicht die Talkshow. Eine kurze Verwechslung, die den Generationsunterschied der Referenzen zeigt.
Ähnliche Medien
Arabella (Talkshow)
Arabella Kiesbauer
Arabella Kiesbauer prägte mit ihrer gleichnamigen Talkshow in den 1990er Jahren das deutsche Fernsehen und diente vielen als wichtige Identifikationsfigur. Die Sendung dokumentiert eine Episode, in der die damals 17-jährige Haruna Oelker auftrat und ihre erste persönliche Begegnung mit der bewunderten Moderatorin hatte. Der Auftritt illustriert die Bedeutung schwarzer Künstler im deutschen Fernsehen der 90er Jahre und Oelkers Umgang mit ständigen Vergleichen zu Kiesbauer.
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Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Einige Folgen wurden vom ORF außerhalb der offiziellen Tatort-Reihe ohne die ARD produziert und in der Erstausstrahlung nur in Österreich in der Erstausstrahlung gesendet.
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