Episoden
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ueber Israel und den Gazastreifen
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode reagiert auf den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober: Tausende Raketen, durchbrochene Grenzzäune, Massaker an Zivilisten und verschleppte Geiseln. Während Lanz die militärischen Details und das massive Versagen der israelischen Aufklärung rekonstruiert, ringt Precht mit einer tiefen Resignation angesichts der scheinbar endlosen Gewaltspirale im Nahen Osten.
Warum wir im Westen so reich sind
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Im Zentrum steht Joseph Henrichs Buch „Die seltsamsten Menschen der Welt
Was man liebt, das spaltet man nicht
Roman Pletter & Gäste
Roman Pletter und Mariam Lau sitzen nach ihrem Bühnengesräch mit Ricarda Lang noch im Gasteig und tauschen ihre Eindrücke aus: Die Grünen-Vorsitzende habe den hitzigen bayerischen Wahlkampf — inklusive Demo gegen rechts kurz zuvor — mit einer bemerkenswerten Kombination aus Kämpfergeist und Unbeleidigbarkeit durchgehalten. Mariam Lau verortet diese Haltung in einer grünen Tradition, die sie auf Robert Habeck zurückführt und mit Wolf Biermanns Lied auf den Punkt bringt.
Christine Westermann, was sollen wir lesen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Christine Westermann erzählt aus ihrem alles andere als linearen Leben: von der Erkenntnis in der Therapie, dass sie der Illusion einer Familie anhing, über die Tatsache, dass sie nur dritte oder vierte Wahl für Zimmer frei war, bis zur Kunst, sich auf der Bühne zum Idioten zu machen und dafür mehr Applaus zu bekommen als die Profis. Die Hosts gestehen, dass ihr gesamtes Podcast-Format — das Essen, die Spiele, das Singen — von Westermanns Sendung abgeschaut ist.
Ein Ende im Chaos
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Die Schwestern schließen das erste Buch der Makkabäer ab und streifen dabei eine spannende Frage: War es der Tyrann Antiochus IV., der den Juden ihren Glauben nahm — oder waren es liberale Juden selbst, die ihn zum Eingreifen einluden? Das zweite Makkabäer-Buch erzählt nämlich von einem innerjüdischen Parteienstreit zwischen Frommen und Griechenfreunden, der die Katastrophe erst auslöste. Ein klassisches Henne-Ei-Problem der Religionsgeschichte.
Nachbetrachtung zur Ukraine
Markus Lanz & Richard David Precht
Markus Lanz berichtet unmittelbar nach seiner Rückkehr aus der Ukraine von den Realitäten des Kriegsalltags: vernagelte Hotelfenster in Mykolajiw, nächtliche Luftalarme im Minutentakt und die ständige Angst vor Schrapnellen. Besonders eindrücklich schildert er, wie die Zivilbevölkerung gelernt hat, in Korridoren zu schlafen — mindestens zwei Wände zwischen sich und der Außenwelt — weil es schlicht nicht genug Bunker gibt.
Das Mädchen mit der blauen Matratze
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Ein junger deutscher Student aus Berlin-Kreuzberg wird an der Columbia University beschuldigt, eine Kommilitonin vergewaltigt zu haben — jene Studentin, die mit einer blauen Matratze über den Campus zieht und damit weltweit Schlagzeilen macht. Reporter Rudi Nowotny reist nach New York, nachdem der Vater des Beschuldigten die ZEIT kontaktiert hat, und stößt auf eine Geschichte, die in den Medien bis dahin nur aus einer Perspektive erzählt wurde.
Bericht aus der Ukraine
Markus Lanz & Richard David Precht
Markus Lanz meldet sich live aus einem Hotelzimmer in Kiew, wo er auf den nächtlichen Luftalarm wartet. Er beschreibt seine Reportagereise quer durch die Ukraine — von der polnischen Grenze mit ihrer amerikanischen Airbase bis in die Hauptstadt — und schildert, wie sehr ihn die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen berührt, die trotz anderthalb Jahren Ausnahmezustand immer noch ein Lächeln übrig haben und sich aufrichtig für Deutschlands Hilfe bedanken.
Sind Romane besser als Klimakleber
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Warum behaupten so viele, es gebe keine gute Literatur zum Klimawandel — und warum stimmt das nicht? Anhand von T. C. Boyles Roman "Blue Skies" wird diskutiert, wie Kunst das Klimathema verhandeln kann, ohne in Betroffenheitsprosa abzugleiten. Der Bogen spannt sich von der Frage, warum der Klimaroman so schwer zu schreiben ist, bis zu den Aktionen der Letzten Generation und der grundsätzlichen Frage: Was ist eigentlich die richtige Kommunikation fürs Klima?
Judas, genannt der Hammer
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Die Episode erzählt die Geschichte des Judas Makkabäus, Sohn des Matathias, der den jüdischen Aufstand gegen die griechische Übermacht anführte — lange bevor der Name Judas einen schlechten Klang bekam. Mit einer Handvoll schlecht versorgter Kämpfer besiegte er erst den Statthalter Apollonius, dann den syrischen Befehlshaber Zeron, angetrieben von der Überzeugung, dass der Sieg nicht von der Truppenstärke abhängt, sondern vom Himmel kommt. Die David-gegen-Goliath-Parallele wird bis in die Gegenwart gezogen — etwa zur Ukraine gegen Russland.