Gin am rauschenden Meer und Esel auf der Hausweide
Iris Radisch, Adam Soboczynski
Zwei Sommerbücher von Frauen stehen im Mittelpunkt: Anna Katharina Fröhlichs Novelle "Die Yacht" entführt in die schillernde Welt der Superreichen an der sizilianischen Küste, wo zwischen Villen, Dienerschaft und einer mysteriösen Yacht auch große Fragen nach Kunst und Wirklichkeit verhandelt werden. Daneben steht Sarah Kirschs postum erschienenes Tagebuch "Der Sommer fängt doch so an" aus dem Wendejahr 1990, das bei Steidl aus dem Nachlass veröffentlicht wurde.
„Es geht auch immer wieder um so etwas wie Kunsttheorie. Was ist Ästhetik? Was ist das Bild? Was ist das Abbild der Wirklichkeit?“
Erwähnte Medien (3)
Der Sommer fängt doch so an
Sarah Kirsch
🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:00:56 „Sarah Kirsch. Der Sommer fängt doch so an. Das ist der Titel. Und es ist ein Tagebuch, was sie in der Tat im Sommer geschrieben hat, aber schon im Sommer 1990. Sie ist ja auch schon 2013 gestorben, aber aus dem Nachlass ist dieses Tagebuch jetzt bei Steidl erschienen.“
Iris Radisch stellt das Buch als ihre Sommerlektüre vor. Es handelt sich um ein posthum erschienenes Tagebuch der DDR-Dichterin Sarah Kirsch aus dem Sommer 1990, geschrieben in ihrem Schulhaus in Tielenhemme in Schleswig-Holstein. Radisch beschreibt es als ein Dokument der Weltflucht und zugleich der politischen Aufregung über die Wendezeit.
Die Yacht
Anna-Katharina Fröhlich
🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:01:04 „Und das zweite Buch ist von Anna Katharina Fröhlich und heißt einfach Die Yacht. Eine Sommernovelle und ist in der Friedenauer Presse erschienen.“
Die Yacht wird als zweite Sommerlektüre der Episode vorgestellt. Adam Soboczynski bespricht die Novelle ausführlich: Eine Engländerin namens Martha Oberon trifft in Italien auf den Lebenskünstler Salvatore Spinelli und gerät in die Welt der Superreichen auf Sizilien. Beide Hosts diskutieren das Buch als heiter-reaktionäre Feier einer untergegangenen ästhetischen Welt.
Was bleibt
Christa Wolf
🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:08:15 „Sie regt sich wahnsinnig auf über die sogenannte Christa-Wolf-Debatte, die damals tobte, nachdem Christa Wolfs Buch Was bleibt erschienen war und in den Feuilletons dies sehr kritisch behandelt wurde.“
Wird im Kontext von Sarah Kirschs Tagebuch erwähnt – Kirsch war empört über die Debatte um dieses Buch und die Rolle Christa Wolfs in der DDR