Der Fall Burda (2/3): Wenn ich von einem Hochhaus falle, bin ich nicht selbst gesprungen
Sabine Rückert, Andreas Sentker
Im zweiten Teil der Geschichte über die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Franz H. Burda ist die Beschuldigerin Sabine Eva Schmidt untergetaucht — bedroht durch Social Media, ein Kopfgeld und Nachrichten wie „Hast du dir schon eine Urne ausgesucht?
„Der eine, der gar nichts sagen muss und der geschont wird und auf seinen Millionen sitzt, und auf der anderen Seite die alleinerziehende Mutter, die jetzt hier auch noch im Social Media fertig gemacht wird.“
Erwähnte Medien (1)
Artikel über den Fall Burda
Sabine Rückert (ZEIT) berichtete als eine der wenigen Journalistinnen über den sogenannten Fall Burda – einen Skandal rund um die einflussreiche Verlegerfamilie Burda. Die Bild-Zeitung veröffentlichte als einziges anderes Medium einen Artikel dazu, der jedoch nachträglich um die Hälfte gekürzt wurde und heute nur noch in verstümmelter Form online auffindbar ist. Rückert vermutet, dass die weitreichenden Medienkontakte der Familie Burda die auffällig geringe Presseberichterstattung erklären könnten. Der Fall illustriert, wie Machtstrukturen innerhalb der deutschen Medienlandschaft kritische Berichterstattung unterdrücken können.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:31:00 „Ich war eine der wenigen, die darüber berichtet haben. Eigentlich die einzige außer der Bild-Zeitung. Und die hat auch nur diesen einen Artikel veröffentlicht, der später dann noch gekürzt worden ist um die Hälfte. Also den findet man nur noch verstümmelt jetzt im Netz.“
Sabine Rückert beschreibt die auffällig geringe Presseberichterstattung über den Fall Burda und vermutet, dass die guten Beziehungen der Familie Burda zu anderen Pressehäusern eine Rolle spielten. Neben ihrer eigenen Berichterstattung habe nur die Bild-Zeitung einen einzigen Artikel veröffentlicht, der nachträglich um die Hälfte gekürzt wurde.