Die Panzerknacker
Sabine Rückert & Arno Makowsky
Drei Männer — zwei kroatischstämmig, einer Franzose — träumen vom großen Coup und brechen in die Sparkasse im idyllischen Dießen am Ammersee ein, wo normalerweise niemand Panzerknacker vermutet. Anführer Tonon Horvat, der schon Erfahrung mit solchen Aktionen zu haben glaubt, rüstet seine Truppe mit Brechstange und Diamantbohrer aus, doch der Plan, über den Keller an den Panzerschrank zu kommen, geht gründlich schief. Am Ende sitzen die drei — mit Handschellen und Fußfesseln vorgeführt — auf der Anklagebank des Münchner Amtsgerichts, verwegen aussehend, aber im Grunde gescheiterte Träumer aus prekären Verhältnissen.
„Auf den ersten Blick sahen die so richtig verwegen aus — lange Haare, Bärte. Aber in Wahrheit sind das natürlich eher Bubis.“
Erwähnte Medien (3)
Bonnie und Clyde
· 1967
Im Amerika der Zwanziger Jahre reist das Gangsterpärchen Clyde Barrow und Bonnie Parker samt Familienanhang durch den depressionsgebeutelten Süden. Die beiden halten mit Vorliebe die überforderten lokalen Ordnungskräfte mit spektakulären Banküberfällen auf Trab. Doch während sie für die kleinen Bürger zu modernen Robin Hoods avancieren, setzt Verrat aus den eigenen Reihen dem Siegeszug der Underdogs schließlich ein blutiges Ende.
🗣 Arno Makowsky erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:00:51 „So ähnlich wie im Kino, wie Bonnie und Clyde.“
Arno Makowsky vergleicht die drei dilettantischen Bankeinbrecher mit den Filmfiguren Bonnie und Clyde, um die romantische aber naive Vorstellung der Täter zu illustrieren.
Bonnie and Clyde
Arthur Penn · 1967
Im Amerika der Zwanziger Jahre reist das Gangsterpärchen Clyde Barrow und Bonnie Parker samt Familienanhang durch den depressionsgebeutelten Süden. Die beiden halten mit Vorliebe die überforderten lokalen Ordnungskräfte mit spektakulären Banküberfällen auf Trab. Doch während sie für die kleinen Bürger zu modernen Robin Hoods avancieren, setzt Verrat aus den eigenen Reihen dem Siegeszug der Underdogs schließlich ein blutiges Ende.
🗣 Arno Makowsky referenziert bei ⏱ 00:03:21 „Und man hat fast so ein bisschen Mitleid mit denen bekommen, weil sie halt sich gedacht haben, wir schaffen das jetzt. So ähnlich wie im Kino, wie Bonnie und Clyde.“
Andreas Sentker vergleicht die drei dilettantischen Bankeinbrecher mit dem berühmten Gangster-Duo aus dem Film. Der Vergleich unterstreicht die tragikomische Kluft zwischen dem romantischen Selbstbild der Täter und der Realität ihres gescheiterten Einbruchs.
Ocean's Eleven
Steven Soderbergh · 2001
Danny Ocean lässt nichts anbrennen. Vor nicht einmal 24 Stunden ist der charismatische Gauner auf Bewährung aus dem Gefängnis in New Jersey entlassen worden, und schon plant er seinen nächsten Coup. Dabei befolgt er drei Regeln: Es fließt kein Blut; niemand wird beklaut, der es nicht auch verdient hat; spiel deinen Einsatz, als ob du nichts zu verlieren hast. Nach diesem Motto inszeniert Danny den raffiniertesten Casino-Raub der Geschichte.
🗣 Arno Makowsky referenziert bei ⏱ 00:03:37 „So ähnlich wie im Kino, wie Bonnie und Clyde. Ocean Eleven. Ocean Eleven. Also an solche Szenen denkt man bei dieser Geschichte.“
Direkt nach dem Bonnie-und-Clyde-Vergleich wird Ocean's Eleven als weiterer filmischer Bezugspunkt für den stümperhaften Bankeinbruch genannt. Die Ironie liegt darin, dass die drei Täter sich offenbar ein professionelles Heist-Szenario à la Hollywood vorgestellt hatten, aber kläglich scheiterten.