ZEIT Verbrechen – Die Sekten-Kinder
#322

Die Sekten-Kinder

ZEIT Verbrechen / 21. Oktober 2025 / 5 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller

Investigativ-Reporterin Luisa Hommerich erzählt die Geschichte von Amin Golmayami, einem 39-jährigen Kölner, der als Kind der iranischen Volksmujahedin geboren wurde — einer Organisation, die unter dem Namen Nationaler Widerstandsrat in Europa auftritt und über Jahre hinweg Kinder aus Deutschland ins Ausland geschleust haben soll. Die Recherche brachte Hommerich massive Anfeindungen ein: juristische Verfahren, Shitstorms und persönliche Kampagnen, die selbst für hartgesottene Journalisten den üblichen Rahmen übersteigen.

„Armin ist so ein Mensch, der vielen Menschen auf den ersten Blick sympathisch ist, hat irgendwie so halblange Locken, ist ein sehr lockerer Typ. Man kann sich jetzt nicht vorstellen, dass er irgendjemanden jemals siezt. Er sagt selber über sich, er ist so ein Straßenhund.“
🗣 Luisa Hommerich

Erwähnte Medien (5)

Vermisster 29 ermordet? Mysteriöser Leichenfund in einer Mietwohnung
Artikel

Vermisster 29 ermordet? Mysteriöser Leichenfund in einer Mietwohnung

🗣 Unbekannt zitiert daraus bei ⏱ 00:00:00 „Bericht auf bild.de vom 19. Januar 2020 Vermisster 29 ermordet? Mysteriöser Leichenfund in einer Mietwohnung.“

Ein Bild.de-Artikel wird zu Beginn der Episode wörtlich vorgelesen, um den Fall einzuführen und die damalige Medienberichterstattung zu dokumentieren.

Zum Artikel bei BILD
Vermisster 29 ermordet?
Artikel

Vermisster 29 ermordet?

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:00:00 „Bericht auf bild.de vom 19. Januar 2020: Vermisster 29 ermordet?“

Sabine Rückert zitiert zu Beginn der Folge einen Bild.de-Artikel, der den mysteriösen Leichenfund in einer Mietwohnung erstmals öffentlich machte. Der Artikel dient als Einstieg in die Fortsetzung des Falls und fasst die damalige Nachrichtenlage zusammen: Ein 45-jähriger Mieter wurde nach dem Fund einer Leiche in seiner Erdgeschosswohnung festgenommen.

Zum Artikel bei BILD
The Iranian Mojahedin
Buch

The Iranian Mojahedin

Ervand Abrahamian

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:11:28 „Es gibt so einen berühmten Historiker, der das aufgearbeitet hat, Erwant Abrahamian heißt der, der beschreibt in seinem Buch, wie der Anführer Masoud Rajavi einen extremen Personenkult um sich selbst aufgebaut hat und wie ganz typisch für Sekten diese In-Group und Out-Group konstituiert wurde.“

Andreas Sentker erklärt, wie sich die Volksmujahideen von einer Freiheitskämpferorganisation zu einer Sekte gewandelt haben. Er verweist auf den Historiker Ervand Abrahamian, dessen Buch diesen Wandel und den extremen Personenkult des Anführers Masoud Rajavi dokumentiert. Das Buch dient als wissenschaftliche Quelle zur Einordnung der Sektenstrukturen.

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Eminem
Musik

Eminem

Eminem

🗣 Andreas Sentker erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:21:09 „Er hat dann angefangen, als Jugendlicher Eminem zu hören und immer so vor dem Spiegel zu stehen und mitzureppen. Hat sich so ein bisschen für Mode interessiert, für Mädchen auch irgendwie.“

Andreas Sentker beschreibt, wie Amin Golmayami als Jugendlicher in Köln trotz des Einflusses der Organisation ein Stück normales Leben führte. Eminem zu hören und vor dem Spiegel mitzurappen wird als Beispiel für typische jugendliche Selbstfindung und den Kontakt zur westlichen Popkultur angeführt.

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Wag the Dog
Film

Wag the Dog

Barry Levinson

🗣 Daniel Müller referenziert bei ⏱ 00:44:23 „Kennt ihr den Film Wack the Dog? Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. In Wack the Dog geht es um so einen Spin-Doktor, der ein bisschen davon ablenken soll, was gerade so beim Präsidenten und Co. in der ganzen Führungsmannschaft passiert und sich dann einen Krieg ausdenkt.“

Als Andreas Sentker erzählt, dass die aus dem Irak evakuierten Volksmujahideen ausgerechnet nach Albanien umgesiedelt wurden, fällt Daniel Müller die Filmkomödie 'Wag the Dog' ein. Darin erfindet ein Spin-Doktor einen Krieg gegen Albanien – mit der Begründung, dass niemand etwas über das Land wisse. Müller zieht die Parallele zur Realität: Albanien wurde offenbar auch hier gewählt, weil es politisch unauffällig genug war.

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