Wohin mit der Leiche
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller
Ein junger Brasilianer namens Gabriel, der als IT-Spezialist in Hamburg sein Glück suchte, ist spurlos verschwunden — Schwester, Ex-Freundin, Arbeitgeber, alle in Sorge. Doch derjenige, dem er die größten Sorgen bereitet, ist sein Mörder: Fabio, ein kleingewachsener Italiener Mitte 40, der junge Männer bei sich aufnimmt und nun in seiner Wohnung vor einem Toten steht, den er im Schockzustand ins Gästezimmer geschleift und hinter einer Matratze versteckt hat.
„Gabriel ist das Gegenteil, er ist fast zwei Meter groß, relativ athletisch und Fabio kann es sich wirklich nur so erklären, dass er ihn irgendwie rüber geschliffen hat über den Boden, den Leichnam, dann irgendwie diese Müllsäcke ausgelegt hat und ihn da drauf gelegt hat und jetzt liegt da der Tote. In seinem Gästezimmer.“
Erwähnte Medien (2)
Arsen und Spitzenhäubchen
Joseph Kesselring
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:06:18 „So bitter es hier ist, aber das ist in vielen Slapstick-Filmen, ist das ein Thema. Bei Louis Defuné, Arsen und Spitzenhäubchen, also wohin mit der Leiche, das ist fast schon eine Situation, die in komischen Filmen immer wieder durchgespielt wird, weil es natürlich nicht gelingt, sie zu verbergen.“
Sabine Rückert zieht einen Vergleich zwischen der realen Situation des Täters Fabio – der mit einer Leiche in seiner Wohnung steht und nicht weiß, wohin damit – und dem klassischen Komödien-Motiv 'Wohin mit der Leiche?'. Sie nennt Arsen und Spitzenhäubchen als prominentes Beispiel für Filme, in denen diese absurde Situation durchgespielt wird.
Protokoll eines Verschwindens
Alexander Rupflin
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:48:39 „Du hast ein Buch dazu geschrieben, einen Roman, in dem du die leeren Stellen fantasievoll auffüllst. Es sind aber nur ganz kleine Stellen. Der Roman hält sich streng an die Fakten. Er heißt Protokoll eines Verschwindens von Alexander Rupflin und ist im Harper Collins Verlag erschienen.“
Am Ende der Folge empfiehlt Sabine Rückert das Buch von Alexander Rupflin, der offenbar als Gast oder Rechercheur an der Episode beteiligt war. Der Roman basiert auf dem im Podcast besprochenen Kriminalfall um den Mord an Gabriel und füllt laut Rückert die wenigen Lücken in der Faktenlage mit erzählerischen Mitteln, hält sich ansonsten aber streng an die realen Ereignisse.