Das Superhirn
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller
Sabine Rückert stellt in ihrer Serie 'Meine Helden der Justiz' einen Polizisten vor, den sie als den berühmtesten und besten Polizisten Deutschlands bezeichnet. Er diente unter drei Systemen – Kaiserreich, Weimarer Republik und NS-Staat – und hinterließ keine privaten Aufzeichnungen, nur polizeiliche Methodenbeschreibungen. Trotz seiner Bedeutung gibt es weder ein Denkmal noch eine Straße, die nach ihm benannt ist.
„Es war ein Polizist und zwar, wie ich finde, der berühmteste und beste Polizist, den Deutschland je hatte. Man hätte ihm ein Denkmal setzen müssen, das ist nie gebaut worden.“
Erwähnte Medien (12)
Helden der Justiz (Artikelserie in der ZEIT)
Sabine Rückert
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:00:16 „Diesmal aus unserer kleinen heimlichen Serie Meine Helden der Justiz, Sabine, in der du über Menschen schreibst, die dich beeindruckt haben oder die große Dinge getan haben.“
Sabine Rückerts Artikelserie in der ZEIT, in der sie historische Persönlichkeiten der Justiz porträtiert – die Podcast-Folge basiert auf einem dieser Texte
Buch über die Fälle von Ernst Gennert
Franz von Schmidt
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:41 „Niemand hat ein Buch über ihn geschrieben, doch es gibt ein Buch, nicht über ihn, aber über seine Fälle, da komme ich später drauf. Aber es gibt keine große Biografie seines Lebens.“
Sabine Rückert kündigt ein Buch an, das nicht direkt über Ernst Gennert handelt, aber seine Kriminalfälle beschreibt. Der genaue Titel wird in diesem Abschnitt noch nicht genannt – Rückert verweist mehrfach darauf, dass sie später darauf zurückkommt. Aus dem Buch wird im weiteren Verlauf ausführlich zitiert, etwa die Beschreibung des Mordautos und des Archivs der Verbrechen. Der Autor ist vermutlich der Kriminalreporter Franz von Schmidt, der als Quelle für viele Schilderungen dient.
Aufzeichnungen über polizeiliche Methoden
Ernst Gennert
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:57 „Er selber hat auch keine Aufzeichnungen hinterlassen. Das heißt, er hat Aufzeichnungen hinterlassen. Ich habe sie auch zum Teil hier. Aber die beschäftigen sich alle mit polizeilichen Methoden und kein einziger Satz über sich selbst.“
Sabine Rückert beschreibt die Quellenlage zu Ernst Gennert. Er hinterließ zwar schriftliche Aufzeichnungen, doch diese behandeln ausschließlich polizeiliche Methoden und Vorgehensweisen – keinerlei persönliche Informationen. Rückert hat Teile davon vorliegen und nutzt sie als Recherchegrundlage für ihren Text.
Musik-und-Verbrechen-Folge über eine Thalliummörderin
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:17:17 „bei Musik und Verbrechen haben wir ja eine Taliummörderin vorgestellt und davon gab es einige“
Verweis auf eine Folge des Podcasts 'Musik und Verbrechen', in der eine Thalliummörderin vorgestellt wurde
Musik und Verbrechen
🗣 Daniel Müller referenziert bei ⏱ 00:26:00 „Ja, bei Musik und Verbrechen haben wir ja eine Taliummörderin vorgestellt und davon gab es einige und nicht zu knapp.“
Daniel Müller verweist auf eine frühere Folge des Podcasts 'Musik und Verbrechen', in der eine Taliummörderin vorgestellt wurde. Der Verweis dient als Kontext für die Beschreibung der Kriminalitätslage rund um den Ersten Weltkrieg.
Kommissar Gennat ermittelt
Regina Stürickow
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:28:24 „Aber wer sich da heute dafür interessiert, kann von Regina Styrico, Kommissar Gennert ermittelt, sich das kaufen und da reinschauen. Da sind seine Fälle aufgezählt“
Sabine Rückert empfiehlt dieses Buch als Quelle über die Fälle von Ernst Gennat, das sie auch für ihre eigene Recherche genutzt hat
Kommissar Gennert ermittelt
Regina Styrico
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:30:11 „Aber wer sich da heute dafür interessiert, kann von Regina Styrico, Kommissar Gennert ermittelt, sich das kaufen und da reinschauen. Da sind seine Fälle aufgezählt und die hat man heute vergessen. Also die Fälle kennt man heute nicht mehr.“
Sabine Rückert empfiehlt das Buch von Regina Styrico als zentrale Quelle für die Fälle des Kriminalkommissars Ernst Gennert. Das Buch dokumentiert Gennerts Ermittlungen in der Weimarer Republik, die heute weitgehend vergessen sind. Styrico recherchierte dafür monatelang in Archiven in Potsdam.
Buch über den Alexanderplatz
Regina Styrico
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:30:33 „Aber Frau Styrico hat ein Buch über Berlin geschrieben, über den Alexanderplatz. Das ist eine Historikerin, vielleicht in meinem Alter. Die hat in den 90er Jahren ein Buch geschrieben über den Alexanderplatz und da tauchte immer wieder Gennert auf.“
Sabine Rückert erklärt, wie die Historikerin Regina Styrico über ein früheres Buch zum Alexanderplatz auf die Figur Gennert aufmerksam wurde. Dieses Buch war der Ausgangspunkt für Styricos spätere intensive Beschäftigung mit dem Kriminalkommissar und seine Fälle.
Babylon Berlin
Tom Tykwer / X-Filme · 2017
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:31:20 „Babylon Berlin. Da kommt ja Gennart auch vor als Figur.“
Andreas Sentker erwähnt Babylon Berlin als Referenz für das Berliner Milieu der Weimarer Republik, über das sie gerade sprechen. Sabine Rückert ergänzt, dass Gennert dort als Figur vorkommt und die Darstellung auf den Recherchen von Regina Styrico basiert.
Aktenzeichen XY … ungelöst
Eduard Zimmermann
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:35:24 „Und er hat immer wieder öffentlich aufgerufen zu großen Verbrechersuchen. Das ging bis dahin, dass er so eine Art XY ungelöst gemacht hat.“
Sabine Rückert vergleicht Gennerts Methode, die Öffentlichkeit über Fernsehstuben in die Verbrecherjagd einzubeziehen, mit der späteren ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst. Der Fall des ermordeten Taxifahrers Herbert Taubel 1938 wird als Vorläufer dieses Formats beschrieben.
Unentdeckte Tötungsdelikte (Buch von Sabine Rückert)
Sabine Rückert
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:40:20 „Ich habe ja ein Buch geschrieben über nicht entdeckte Tötungsdelikte. Da sind auch sehr viele Frauen dabei.“
Sabine Rückert verweist auf ihr eigenes Buch über nicht entdeckte Tötungsdelikte im Zusammenhang mit Gennats Arbeit zur Unterscheidung von Mord und Suizid
Nicht entdeckte Tötungsdelikte
Sabine Rückert
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:56:07 „Ich habe ja ein Buch geschrieben über nicht entdeckte Tötungsdelikte, da sind auch sehr viele Frauen dabei. Und das Thema nicht entdeckte Tötungsdelikte war ein ganz großes Thema auch für Gennert, weil er sagte, und das war deswegen wichtige Tatortarbeit, wir müssen Mordfälle von Suiziden unterscheiden, das ist manchmal gar nicht einfach.“
Sabine Rückert spricht über die hohe Zahl von Mörderinnen in der Weimarer Republik und die Schwierigkeit, Tötungsdelikte von Suiziden zu unterscheiden. In diesem Zusammenhang verweist sie auf ihr eigenes Buch über nicht entdeckte Tötungsdelikte, in dem ebenfalls viele Frauen als Täterinnen vorkommen. Sie zieht eine Parallele zu Ernst Gennerts Arbeit, der genau diese Unterscheidung als Kern guter Tatortarbeit betrachtete.