Der Kannibale
Anne Kunze, Daniel Müller & Alexander Rupflin
Alexander Rupflin stellt den Fall eines LKA-Beamten namens Detlef vor, der in der DDR aufwuchs und seine Homosexualität jahrzehntelang unterdrückte — eine Geschichte über Einsamkeit, Sehnsucht nach Nähe und eine Perversion, die in Kannibalismus mündete. Der Fall wirft grundlegende Fragen auf: Was ist eine gerechte Strafe, wann ist ein Mord ein Mord, und reicht das Strafgesetzbuch für solche Fälle aus?
„Hätte ich nicht gewusst, warum er hier im Gefängnis sitzt, ich wäre mit dem gerne einen Kaffee trinken gegangen.“
Erwähnte Medien (2)
Arztserie (DDR)
· 2024
1989-1990. Der Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow, leitet globale Transformationen in der UdSSR ein. Er möchte leidenschaftlich ein Star der Weltpolitik werden und ist dazu bereit, so weit wie möglich zu gehen, um dem Westen entgegenzutreten. Doch die von Gorbatschow geplante Perestroika hat fatale, unumkehrbare Folgen. Der Geheimdienstoffizier Alexander Netschajew steht im Mittelpunkt einer Operation der Geheimdienste mehrerer Länder.
🗣 Alexander Rupflin erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:05:05 „Er wollte dann Arzt werden. Er hatte so eine Arztserie in der DDR immer sich angeguckt und hatte sich dann auf seinem Fahrrad auch so ein Fähnchen mit so einem roten Kreuz gebastelt. Das hat er mir erzählt.“
Andreas Sentker schildert die Jugend des Täters Detlef in der DDR. Detlef habe als Kind eine Arztserie im DDR-Fernsehen geschaut, die ihn so beeindruckte, dass er Arzt werden wollte und sich ein Fähnchen mit rotem Kreuz ans Fahrrad bastelte. Der genaue Titel der Serie wird nicht genannt.
Porträt über Hans Ludwig Kröber
Daniel Müller
Das Interview präsentiert Einblicke des forensischen Psychiaters Hans-Ludwig Kröber in seine klinischen Erfahrungen mit gewaltbereiten und inhaftierten Patienten. Kröber, der häufig als Gutachter in Strafverfahren tätig ist, erörtert psychische Profile und Gewalttaten bei Straftätern. Der Artikel beleuchtet die besonderen Herausforderungen in der Forensischen Psychiatrie bei der Beurteilung und Begutachtung von inhaftierten Personen.
🗣 Daniel Müller referenziert bei ⏱ 00:33:15 „Ich war selber damals in dem Verfahren, weil ich aber wegen einer anderen Geschichte, weil ich damals ein Porträt über Hans Ludwig Kröber geschrieben habe. Also ich konnte mir damals auch einen Eindruck von Detlef machen.“
Daniel Müller erwähnt beiläufig, dass er selbst beim Prozess gegen Detlef anwesend war – allerdings nicht wegen des Falls selbst, sondern weil er zu jener Zeit ein journalistisches Porträt über den bekannten forensischen Psychiater Hans Ludwig Kröber verfasste. Kröber war als Gutachter in dem Verfahren tätig.