ZEIT Verbrechen – Der Milliarden-Betrug
#276

Der Milliarden-Betrug

ZEIT Verbrechen / 14. Januar 2025 / 6 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

ZEIT-Wirtschaftsredakteur Ingo Malcher seziert den Wirecard-Skandal — den größten Betrug der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Zahlungsabwickler erfand über Jahre hinweg Bilanzen, Geschäftsvorgänge und ganze Partnerfirmen, während sein legales Geschäft ausgerechnet auf Online-Glücksspiel und Pornografie fußte.

„Am Ende haben sie die Bilanzen erfunden, sie haben Geschäftsvorgänge erfunden, sie haben Partnerfirmen erfunden und haben immer so getan, als ob sie immer mehr Geld verdienen würden.“
🗣 Ingo Malcher

Erwähnte Medien (6)

Zatara-Report
Artikel

Zatara-Report

Matthew Earl

🗣 Unbekannt referenziert bei ⏱ 00:04:57 „ich las, es gab eine sogenannte Short-Attacke, eine Spekulanten-Attacke auf Wirecard“

Ein 70-80-seitiger Bericht, der 2016 unter dem Pseudonym Zatara veröffentlicht wurde und erstmals die Unregelmäßigkeiten bei Wirecard detailliert auflistete. Der Bericht war Auslöser für die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Wirecard-Betrug.

Zum Artikel bei The Guardian
Zatara-Report
Artikel

Zatara-Report

Matthew Earl

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:08:07 „Er hat mir einen Tipp gegeben, ich möchte doch bitte die Berichte lesen, die dieser Angreifer anonym ins Internet gestellt hatte. Auf die bezog er sich und er sagte, alles ist wahr. Das war ein, wenn ich mich richtig erinnere, 70, 80-seitiger Bericht, der erste. Er trug den Namen Zatara.“

Der Zatara-Report war ein anonymer, rund 80-seitiger Bericht, der 2016 die Ungereimtheiten in den Wirecard-Bilanzen haarklein auflistete und eine Short-Attacke auf das Unternehmen auslöste. Sentker beschreibt ihn als den wichtigsten und bedeutendsten Angriff auf Wirecard, der alles ins Rollen brachte. Der Autor Matthew Earl, den Sentker selbst enttarnte, betreibt heute einen Short-Hedgefonds in London.

Zum Artikel bei The Guardian
Zatara-Report
Artikel

Zatara-Report

Matthew Earl

🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:09:43 „Was im Jahr 2016, als dieser Zatara-Report rauskam, also dieser erste Angriff auf Wirecard, wie war die Stimmung bei Wirecard?“

Anne Kunze ordnet den Zatara-Report als den ersten öffentlichen Angriff auf Wirecard ein und fragt nach dessen Wirkung auf das Unternehmen.

Zum Artikel bei The Guardian
Catch Me If You Can
Film

Catch Me If You Can

Steven Spielberg

🗣 Daniel Müller referenziert bei ⏱ 00:41:44 „Da muss man ja auch mal sagen, in diesen Eliten, bei solch großen Unternehmen, es da hinzuschaffen ohne einen Schulabschluss, das gelingt nun wirklich den Allerwenigsten. Das ist ja fast so ein bisschen Catch-me-if-you-can-mäßig.“

Daniel Müller zieht den Vergleich zu Spielbergs Film, als Andreas Sentker enthüllt, dass Jan Marsalek – Wirecard-Konzernvorstand – ein Schulabbrecher ohne Studium war. Die Parallele zum Hochstapler Frank Abagnale verdeutlicht, wie Marsalek sich allein durch Cleverness und Redegewandtheit in die Wirtschaftselite hineinmanövrierte.

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Pulp Fiction
Film

Pulp Fiction

Quentin Tarantino

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:42:24 „Marschallek war wirklich der Problemlöser, wie dieser Typ in Pulp Fiction, so muss man sich vorstellen, der immer, wenn es brannte, Marschallek und er hatte immer irgendeine Idee.“

Andreas Sentker beschreibt Jan Marsaleks Rolle im Wirecard-Konzern und vergleicht ihn mit dem "Cleaner" Winston Wolf aus Pulp Fiction. Marsalek sei derjenige gewesen, der immer gerufen wurde, wenn es Probleme gab, und stets eine Lösung parat hatte – ein zentrales Zahnrad im Betrugssystem.

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Zatara-Report
Artikel

Zatara-Report

Matthew Earl

🗣 Unbekannt referenziert bei ⏱ 00:46:05 „Also der Autor des Zatara-Berichts ruft mich an und sagt, it's game over.“

Matt Earl, der Autor des Zatara-Reports, ruft den Journalisten Ingo Malcher am Tag des Wirecard-Zusammenbruchs an und sieht sich bestätigt, da der Report den Aktienwert auf Null geschätzt hatte.

Zum Artikel bei The Guardian