Hurra, hurra, die Schule brennt
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Zwei Teenager — Elias (14) und Rico (15) — haben am Ende der Sommerferien Molotow-Cocktails aus Mopedbenzin gebastelt und ihre Schule angezündet, um den Schulstart zu verhindern. Was zunächst wie ein dummer Jungenstreich klingt, entpuppt sich als Akt der Verzweiflung: Elias litt unter der Trennung seiner Eltern, überstand eine lebensbedrohliche Meningitis und durfte danach nicht mehr BMX fahren — seinen einzigen Halt. Die beiden achteten darauf, dass das Reinigungspersonal die Schule verlassen hatte, bevor sie losschlugen.
„Also dieses Anzünden der Schule war nicht ein dummer Jungenstreich, sondern eher eine Verzweiflung.“
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Hurra, hurra, die Schule brennt
Extrabreit
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:02:15 „Ja, ja, ich glaube allerdings, das ist von der Band extra breit und irgendwie aus den 80er Jahren. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass meine beiden Angeklagten dieses Lied kannten. Wenngleich es so ein bisschen wie die Hymne zu der Tat klingt, die sie vorhatten.“
Anne Kunze vergleicht den versuchten Schulbrand der beiden Jugendlichen mit dem bekannten Lied. Andreas Sentker greift den Vergleich auf, ordnet das Lied der Band Extrabreit und den 80er Jahren zu und zitiert sogar Textzeilen daraus. Er nutzt das Lied als ironischen Kommentar zur Tat, betont aber, dass die Angeklagten es vermutlich gar nicht kannten.