#237
XY wie ein großes Rätsel
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Anhand eines Mafiaboss-Szenarios erklärt Anne Kunze den feinen, aber juristisch entscheidenden Unterschied zwischen zwei Irrtümern im Strafrecht: dem Error in persona, bei dem der Täter die falsche Person erschießt, und der Aberratio ictus, bei dem die Kugel fehlgeht und zufällig jemand anderen trifft. Nur im ersten Fall liegt vollendeter Mord vor — obwohl beide Täter am Ende dieselbe Strafe bekommen können, wie der berühmte Rose-Rosal-Fall von 1859 zeigt.
„Und hieran sieht man, wie wunderbar der Theorienfetischismus der Juristen teilweise praktisch völlig irrelevant ist.“
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