#229
Sch wie Schuld
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In dieser Folge des ABC des Verbrechens erklärt Daniel Müller, warum Schuld weit mehr ist als persönliche Vorwerfbarkeit: Die Neurowissenschaften stellen die Willensfreiheit grundsätzlich infrage — wenn das Gehirn Entscheidungen trifft, bevor wir sie bewusst fällen, wackelt das Fundament des gesamten Strafrechts. Die Lösung liegt in einem sozialen Schuldbegriff, der zwischen Schuldfähigen und Schuldunfähigen unterscheidet — etwa Schizophrenen im akuten Wahn oder Menschen mit extremer Alkoholisierung, deren Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit aufgehoben ist.
„Schuldig ist doch derjenige, von dem wir als Gesellschaft verlangen können, weil wir es verlangen müssen, Willensfreiheit hin oder her, dass er sich gegen die Straftat entscheidet.“
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