#194
Eine Rose für den Attentäter
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Am 17. Oktober 2015, einen Tag vor der Kölner Oberbürgermeisterwahl, tritt ein Mann auf dem Braunsfelder Wochenmarkt an Henriette Reker heran, bittet freundlich um eine Rose — und rammt ihr im selben Moment ein Messer zehn Zentimeter tief in den Hals. Reker, die sich selbst in die stabile Seitenlage bringt und die Wunde komprimiert, denkt in diesem Augenblick nur eines: bloß nicht im Rollstuhl enden. Die Tat wurzelt in der aufgeheizten Stimmung des Jahres 2015, als das Wort Flüchtlingskrise Karriere machte und Reker als Sozialdezernentin zur Zielscheibe wurde.
„Ihr erster Gedanke ist, ich will nicht behindert werden, ich will nicht behindert werden. Das ist das Wichtigste. Weil sie sagt, der Rollstuhl passt nicht durch die Badezimmertür.“
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